Tigerland

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Tigerland
Titel USA: Tigerland
Genre: Kriegsdrama
Farbe, USA, 2000

Kino USA: -
Kino Deutschland: 24. Mai 2001
Laufzeit Kino: 101 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 25. Februar 2002
Video Deutschland: 25. Februar 2002
Laufzeit DVD/Video: 97 Minuten



Inhalt Amerika 1971. Der Vietnamkrieg spaltet die Nation. In Fort Polk, Louisiana, werden weiter junge Rekruten für den Einsatz in Südostasien ausgebildet. Als realistische Simulation des Dschungelkriegs dient eine undurchdringliche Wildnis namens Tigerland.

Jim Paxton hat sich freiwillig gemeldet in der trügerischen Hoffnung, er könne ein neuer Hemingway werden, wenn er seine Kriegserlebnisse aufschreibt. Miter will sich als Mann beweisen, Cantwell findet sich mit dem Unvermeidlichen ab und Wilson entwickelt einen echten Killerinstinkt.

Für Aufruhr sorgt Roland Bozz. Er missachtet die sadistischen Befehle seiner Vorgesetzten und unterwandert mit seinen pazifistischen Reden die Moral der ganzen Kompanie. In der letzten Phase der Ausbildung, in der Hölle von Tigerland, kommt es zu einer tödlichen Konfrontation.


Darsteller & Stab Darsteller: Colin Farrell (Bozz), Matthew Davis (Paxton), Clifton Collins, Jr.(Miter), Thomas Guiry (Cantwell), Shea Whigham (Wilson), Russell Richardson (Johnson), Nick Searcy (Captain Saunders), Afemo Omilami (Sergeant Landers), James McDonald (Sergeant Thomas), Keith Ewell (Sergeant Oakes)

Stab:Regie: Joel SchumacherProduzenten: Arnon Milchan, Steven Haft, Beau Flynn • Drehbuch: Ross Klavan, Michael McGruther • Vorlage: - • Filmmusik: Nathan Larson • Kamera: Matthew Libatique • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Andrew Laws • Schnitt: Mark Stevens • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Jens Golombek (TV Movie) 11/2001: Grobkörnige Wackelbilder und blasse Farben. Jetzt hat auch Hollywood "Dogma 95" entdeckt - jene schnörkellose, minimalistische Art des Filmemachens, mit der seit Mitte der 90er-Jahre vor allem dänische Regisseure wie Lars von Trier aufwarten. Für "Tigerland" ist das ein Segen: Kaum ein anderer Vietnamfilm wirkt so realistisch und intensiv. Regisseur Schumacher entlarvt schonungslos die hässlichen Seiten des Kriegführens, verzichtet auf Pathos und markige Parolen.

Der Spiegel 21/2001: Ein gänzlich unheldischer Film, von dem vor allem zwei Dinge hängen bleiben: die stolze Aufsässigkeit Colin Farrells, der sich nicht unterkriegen lässt, und die Handkamera, die einem selbst dann keine Ruhe lässt, wenn die Handlung mal Pause macht.

Wirtschaftswoche 17. Mai 2001: Eigentlich müsste Hollywood genug haben vom Vietnamkrieg. Hinterhalt um Hinterhalt hat es ihn nachgestellt, mal martialisch, mal skeptisch. Ausgerechnet "Batman Forever"-Regisseur Joel Schumacher führt uns jetzt mit pseudodokumentarischer Wackelkamera zurück.

film-dienst 11/2001: Das Lager wirkt manchmal wie ein Spielplatz, manchmal, durch die Handkamera und das 16mm-Material, wie einer einschlägigen Fernsehdokumentationen entnommen, was die verschwommene Realitätswahrnehmung der jungen Männer intensiv verdeutlicht.

Cinema 06/2001: Mainstream-Filmer Joel Schumacher auf Abwegen: Sein engagierter Antikriegsfilm prangert den brutalen Drill von Vietnam-Freiwilligen an.

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Dirk Jasper FilmLexikon

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