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Jamie Foxx definiert Bait - Fette Beute als "Hightech-Action-Thriller mit komödiantischen Elementen" .Foxx hat sich mit Komödien wie "Booty Call –One-Night-Stand mit Hindernissen" und den Fernsehserien "The Jamie Foxx Show" und "In Living Color" profiliert.Begeisterte Kritiken brachte ihm kürzlich seine Darstellung in Oliver Stones Action-Drama An jedem verdammten Sonntag ein.
Regisseur Antoine Fuqua beeindruckte die Actionfans mit The Replacement Killers –Die Ersatzkiller, in dem Chow Yun-fat und Mira Sorvino die Hauptrollen spielten. Zuvor hatte er sich mit visuell atemberaubenden Werbespots und Musikvideos einen Namen gemacht. Fuqua suchte einen Star, der sowohl in den Action - als auch in den komischen Szenen überzeugt – in Foxx hat er ihn gefunden. "Ich kannte Jamie aus der Serie "In Living Color" und aus An jedem verdammten Sonntag – mir war also klar, dass er ein tierisch witziger Komiker ist, aber auch Alvins dramatische Seite peppt er gehörig auf." Fuqua will im Film die komischen mit den Action-Elementen ausbalancieren: "Der Humor ist subtil angelegt, hier geht es nicht um Slapstick. Ich strebe also ein Gleichgewicht aus Humor, Spannung und Action an, wobei der Humor nicht in Klamauk ausarten soll und die Action absolut überzeugt, wenn es dramatisch wird." Im Lauf der Dreharbeiten stieg Foxx erheblich in Fuquas Achtung. "Er arbeitet sehr hart und bringt sich kompromisslos in den Film ein", sagt der Regisseur. "Ich staune immer wieder, wie ein so talentierter Komiker auch die Action-Sequenzen absolut überzeugend rüberbringt." Dem Star Jamie Foxx stehen eine Reihe von Kinoveteranen und Newcomern zur Seite. Doug Hutchison mit der Rolle des Bristol zu betrauen war fast ein Selbstgänger: Einschlägig berüchtigte Rollen spielte er als Erzbösewicht Tooms in der Serie Akte X und als sadistischer Gefängniswärter Percy Wetmore in der Castle-Rock-Entertainment-Produktion The Green Mile. Fuqua beschreibt Bristol als Freak: "Doug hat sich mit Haut und Haaren in die Rolle hineinversetzt und spielt ihn als Kombination aus Hannibal Lecter (dem realen kannibalistischen Serienmörder)und Jeffrey Dahmer. In seiner Höflichkeit spürt man die latente Bedrohung. Doug geht völlig in der Rolle auf." Hutchison definiert Bristol als "genialen Mathematiker, Computer-Hacker und hochintelligenten Räuber". Bei seiner Vorbereitung auf den Part ließ er sich von verschiedenen Vorbildern inspirieren: "Ich entdeckte ein Foto von Popstar Michael Stipe: Sein Kopf war rasiert, er trug eine Brille und wirkte dadurch weitsichtig, sein Kinn war stoppelig, er schlürfte Espresso. Ich erinnere mich, wie mir durch den Kopf schoss: "Bristol!" Auf diese Weise suchte ich mir etliche Details zusammen und kombinierte sie – in der Hoffnung,daraus eine glaubwürdige Figur zu schaffen." Hutchison bezeichnet sich selbst als Computer-Muffel, er absolvierte einen Schnellkurs, um zumindest eine Ahnung von der Welt eines Computergenies zu bekommen. Auch David Morse ist mit seiner Rolle als Brutus "Brutal" Howell in The Green Mile im Gedächtnis geblieben. Er strahlt genau die Autorität aus und er besitzt den scharfen Verstand, die den Agenten Edgar Clenteen auszeichnen, der es mit Bristol aufnimmt. David Morse kennen Kinofans aus "Indian Runner" und "Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße". Er reagierte begeistert auf die Chance, sich einmal ganz anders darzustellen. "Ich habe nur selten in Komödien mitgewirkt", sagt Morse. "Am Anfang meiner Karriere habe ich auf der Theaterbühne viele komische Rollen gespielt, und dahin wollte ich immer schon wieder zurückfinden. Als ich das Bait - Fette Beute - Drehbuch las, war mir sofort klar, dass die Rolle riesig Spaß bringen würde." Morse sieht Clenteen als "Typ, der spürt, wie ihm die jüngeren Agenten das Wasser abgraben. Er markiert zwar immer den harten Mann, braucht aber ein Kissen auf seinem Stuhl. Er schwört auf homöopathische Mittel, um den Stress abzubauen – immer bemüht, dem Herzinfarkt vorzubeugen." "Im Einsatzraum versuchen wir Clenteen im Kreis seiner Kollegen so menschlich wie möglich darzustellen", berichtet Fuqua. "Er ist ein komischer Typ: Er hat nichts gegen Alvin, aber er weiß natürlich genau, dass Alvin die Schlüsselfigur ist, um an den Kopf der Räuberbande heranzukommen. Er kann nicht anders: Er mußs Alvin einsetzen, um sein Ziel zu erreichen." Robert Pastorelli wurde als Candice Bergens Partner in der berühmten Serie "Murphy Brown" international bekannt. Er spielt Bristols Partner John Jaster. Als Alvins Zellengenosse zieht er diesen unversehens in Clenteens Komplott. "Robert hat den New Yorker Straßenjargon wunderbar drauf – dadurch wirkt Jaster so authentisch", sagt Fuqua. "Gleichzeitig ist er aber ein Profi par excellence: ein fabelhafter Schauspieler, der im Zusammenspiel und Timing mit Jamie hundertprozentig harmoniert." Der Stand-up-Komiker Mike Epps spielt Alvins Bruder Stevie. Epps machte kürzlich mit seiner ersten Filmrolle in Next Friday für New Line Cinema auf sich aufmerksam. Dazu Fuqua: "Alvin und Stevie gehen sehr liebevoll miteinander um, aber wie zwischen allen Brüdern gibt es immer wieder Streit. Alvin begreift, dass sein Einfluss auf Stevie nicht der beste war, denn der ist inzwischen wie er selbst auf die schiefe Bahn geraten. Ihr Wunschdenken entwickelt sich also genau entgegengesetzt: Alvin will dieses Leben hinter sich lassen, Stevie will dazugehören." Fuqua spürt deutlich, dass Kimberly Elise als Lisa genau jene Wärme und Kameradschaft ausstrahlt, die ihre Beziehung zu Alvin ausmacht. "Lisa lässt sich nicht unterkriegen, sie sorgt gut für ihren Sohn", sagt der Regisseur. "Sie ist stark genug, sich aus dem Sumpf herauszuhalten und nicht von Alvins windigen Geschäften vereinnahmt zu werden. Für Alvin ist sie goldrichtig. Um weiter neben ihr bestehen zu können, mußs er sich auf ihr Niveau hocharbeiten. Lisa stochert ständig in seiner Wunde: Werd endlich erwachsen! Hör auf mit diesem Leben!" "Ich stelle mir vor, dass Lisa und Alvin gemeinsam aufgewachsen sind. Sie kennt ihn also in-und auswendig", erklärt Elise. "Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sie nach all den schlechten Erfahrungen eine klaren Schritt vorwärts machen mußs – mit ihm oder ohne ihn. Er mußs einen anderen Gang einlegen, wenn er diese Beziehung bewahren, mit ihr Schritt halten will." Jeffrey Donovan und Kirk Acevedo ergatterten die Rollen der Brüder Julio und Ramundo –ein tollpatschiges Diebesduo. "Julio und Ramundo sind echt starke Typen", berichtet Fuqua. "Jeff und Kirk haben sich beim Vorsprechen für meinen Film kennen gelernt. Sie sind geborene Komiker, passen großartig zusammen. Schon die beiden allein würden einen ganzen Film tragen!" Als Blum besetzten die Filmemacher den Kultstar Jamie Kennedy "Scream - Trilogie". "Jamie ist fantastisch," freut sich Fuqua. "Mit seiner Jugend und seinem Humor beeinflusst er den Film nachhaltig. Er sorgte dafür, dass jeder am Set seinen Spaß hatte." EIN KÖDER BEI DER ARBEITIn den Jahren als Stand-up-Komiker hat Foxx sein komisches Talent, sein Timing derart verfeinert, dass er die Darstellerkollegen und das Filmteam nicht nur während des Drehs, sondern schon beim Proben wie ein Entertainer unterhielt. Dazu Produzent Sean Ryerson: "Jamie hat die witzigen Elemente des Films ganz erheblich ausgebaut. Viele seiner Improvisationen und sein absolut perfektes Nachäffen bei den Leseproben wurden direkt ins Drehbuch geschrieben."Foxx’ Improvisationstalent inspirierte auch die anderen Schauspieler. "Wir fühlen uns ständig gefordert, denn wir müssen als seine Szenenpartner genau hinhören," fügt Elise hinzu. "Denn man weiß nie, was er als Nächstes sagt. Dadurch spornt er auch uns zu besseren Leistungen an; wir bekommen die Chance, die Szene bei jeder Wiederholung neu zu gestalten." Fuqua erklärt: "Einen Komiker kann man nicht einfach auf den Dialog im Drehbuch festnageln. Jamie lebt ja vom Improvisieren, er hat einen ganz eigenständigen Humor entwickelt, das ist sein Markenzeichen. Er ist unglaublich wendig. Er zaubert Sprüche aus dem Nichts, die echt witzig sind. Darauf mußste ich mich wirklich vorbereiten, denn ich mußste ihm den nötigen Freiraum zugestehen." Wie Produzent Sean Ryerson beobachten konnte, schaffte Antoine Fuqua mit der Action den Ausgleich, das Gegengewicht zu Foxx’unverkennbarem Darstellungsstil. "Antoine weiß ganz genau, welche visuellen Elemente eine Action-Komödie enthalten mußs," sagt Ryerson. "Die Action setzt mit einem Knalleffekt ein und bewegt sich auf diesem hohen Niveau ständig weiter. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus." Fuqua bemühte sich während der gesamten Produktion darum, die Action-Sequenzen ebenso aufregend und spannend wie humorvoll zu gestalten. "Die Szenen an der Rennbahn kombinieren alle diese Elemente," sagt er. "Julio und Ramundo sorgen für die Komik, während Alvin und Bristol die Spannung und Action übernehmen." Das Konzept des Produktionsdesigns geht davon aus, dass Alvin der Köder ist, auf den im Haifischbecken alle Jagd machen. "New York City ist der Ozean, in dem er ausgesetzt wird", sagt der Regisseur. "Die Stadt ist derart überbevölkert, dass man direkt Platzangst bekommt – und keiner weiß, wann und wo die Haie auftauchen. Fuqua wollte designtechnisch buchstäblich in den Untergrund gehen. Produktionsdesigner Peter Jamison nahm diese Idee in sein Konzept auf: Bei ihrem Einbruch in die Federal Reserve Bank arbeiten sich Bristol und Jaster durch ein Tunnelsystem. "Die Tunnel sind Teil einer unterirdischen Stadt", erklärt Jamison. "Das ist ein riesiges Netzwerk sehr gefährlicher Wasserkanäle." Es dauerte Monate, bis der fünf Meter breite Tunnel im Studio nachgebaut war. "Dieses Konstrukt aus festen Materialien, Sackleinen und Rohren verwandelte sich unter den Zauberhänden der Ausstatter in einen vor sich hin rostenden und tropfenden, absolut echt wirkenden Tunnel", sagt Art Director Peter Grundy. Die Mühe zahlte sich aus. "Als ich das Set erstmals anschaute, war ich schwer beeindruckt, denn ich merkte sofort, wie perfekt sie meine Vorstellungen umgesetzt hatten", begeistert sich Fuqua. Fuqua wünschte sich von Jamison auch für das Gebäude, in dem Clanteen und sein Team Alvins Bewegungen überwachen, einige optische Leckerbissen. "Antoine schätzt die moderne Hightech-Architektur: Lloyds in London, die Bank of China in Hongkong, die Hong Kong Shanghai Bank – klare Linien, spektakuläre Effekte, funktional gestaltet und ordentlich unter Glas verpackt. Diese Bauwerke dienten als Vorbild für die Füllwände unseres Sets. Der Einsatzraum besteht aus solchen baulichen Elementen", sagt Jamison. Die Reihen von Computerbildschirmen und Überwachungsmonitoren wirken wie eine "riesige Hightech-Spielzeugkiste." "Von Anfang an wollte ich das Einsatzzentrum ganz unverwechselbar gestalten", erklärt Kameramann Tobias Schliessler. "Im Lauf der Handlung wird ständig zwischen diesem Raum und anderen Schauplätzen hin- und hergeschnitten, es war also wichtig, dass die Zuschauer diesen Raum immer sofort wieder erkennen. Dabei hilft die Architektur natürlich ganz immens, denn sie unterscheidet sich deutlich von allen anderen Locations des Films. Ich habe viele starke Scheinwerfer eingesetzt; andererseits gibt es viele dunkle Elemente, die das Setdesign wunderbar ergänzen: schwarze Säulen, schwarze Monitore und die dunkle Kleidung der handelnden Personen – für Farbe ist in diesem Raum kein Platz." "Mit Tobias kann man wunderbar arbeiten, weil es für ihn keine Einschränkungen gibt – er schreckt vor nichts zurück", fügt Jamison hinzu. Schliessler merkte schnell, dass er und Fuqua konzeptmäßig die gleiche Sprache sprechen. "Ich habe sofort begriffen, welche Richtung Antoine einschlagen wollte", sagt er. "Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Komödien stärker ausgeleuchtet werden und flache Bilder haben, damit die Zuschauer die Reaktionen der handelnden Personen auf die Gags mitbekommen. Antoine wollte dagegen einen dramatischeren Look – stilisiert, mitreißend, witzig. Antoine und ich kommen beide aus der Werbung, da fiel uns das Experimentieren zum Beispiel mit verschiedenen Arten von Rohfilm nicht schwer – wir haben mit offenem Objektiv gearbeitet, die Kamera geschüttelt und verschiedene Kamerawinkel ausprobiert, um einen außergewöhnlich dynamischen Bildstil zu kreieren. Fuqua ist überzeugt, dass er den besonderen Look seines Films vor allem Schliessler und dem Regisseur des zweiten Drehteams, Peter Collister, verdankt: "Für diesen Film könnte ich mir zwei bessere Kameraleute gar nicht vorstellen. Hervorragende Handwerker. Tobias gehört zu den besten Kreativen, er mag seine Arbeit und nimmt sie sehr ernst. Dasselbe gilt für Peter." Alles zusammen genommen – Kamera, Beleuchtung, Produktionsdesign und Kostüme – schaffen eine Atmosphäre, in der sich der Film entfalten kann. "Beim Konzipieren ist es besonders interessant, bestimmte Personen über die Kleidung zu definieren, gerade wenn man sich nur in einem engen Rahmen bewegen darf", erklärt Kostümbildnerin Delphine White. "Wir bewegen uns stofflich, bei Linien und Konturen im grauen Spektrum zwischen Schwarz und Weiß, wobei Farbtupfer besondere Akzente setzen. Die dunklen Töne stören die Komödie nicht, sondern un- terstreichen, akzentuieren sie eher." "In diesem Genre schätze ich knallige Farben überhaupt nicht", sagt Fuqua. "Ich will alles dunkel haben, farblich eher grau, schwarz und dunkle Brauntöne. Ich will vermeiden, dass die Kostüme auf der Leinwand knallig wirken und das Publikum von der Handlung ablenken. Delphine verdanke ich, dass wir den Look, der mir vorschwebte, auch umsetzen konnten." "Antoine legt auf Optik mehr wert als andere Regisseure", fügt David Morse hinzu. "Erstaunlich, wie er den Look des Film voraussieht, wenn er durch den Sucher schaut. Auf der Leinwand sieht man dann ganz eindeutig, welch sicherer Stilist er ist." Die Dreharbeiten zu Bait - Fette Beute waren kein Zuckerlecken. Laut Drehbuch spielen viele Szenen im Freien, und der Winter in Toronto machte die Arbeit nicht gerade leichter. Häufig mußste das Team lange Drehtage bei Minustemperaturen ertragen. Alvins Kampf gegen Bristol in einem Pferdegatter wurde nachts gedreht, wobei auch ein Pferd durchs Bild dirigiert werden mußste. Doch dann verzögerte schneidend kalter Regen die Aufnahmen stundenlang. "Jamie mußste sogar ohne Hemd herumlaufen", erinnert sich Fuqua. "Aber unter den schwierigen Umständen bewiesen alle, dass sie echte Profis sind." Ryerson weiß genau, warum Bait - Fette Beute beim Publikum ankom- men wird: "Die Abenteuer und packenden Action-Sequenzen des Films münden schließlich in eine Stuntszene, wie es sie noch nie auf der Leinwand zu sehen gab." |
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