Intimacy

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Produktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Intimacy
Titel Frankreich: Intimacy
Genre: Erotik-Drama
Farbe, Frankreich, 2000

Kino Deutschland: 7. Juni 2001
Laufzeit Kino: 117 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 21. Februar 2002
Video Deutschland: 21. Februar 2002
Laufzeit DVD/Video: 115 Minuten



Inhalt Sie kommt jeden Mittwoch in sein Haus nur aus einem Grund: um Sex mit ihm zu haben. Sie ist schön, sie ist leidenschaftlich - und sie fordert nichts anderes von ihm, als das, was sie ihm gibt. Danach verschwindet die geheimnisvolle Unbekannte genauso rasch wie sie gekommen ist.

Erst als sie einmal nicht zum gewohnten Zeitpunkt bei ihm erscheint, bemerkt der Londoner Barkeeper Jay, welche Bedeutung die scheinbar nur auf Sex gegründete Beziehung für sein Leben gewonnen hat.

Er kennt nicht einmal ihren Namen, doch nun, da er vergeblich auf sie wartet, beginnt er, sich für ihr Leben zu interessieren und stellt ihr heimlich nach wie ein eifersüchtiger Geliebter.


Darsteller & Stab Darsteller: Mark Rylance (Jay), Kerry Fox (Claire), Timothy Spall (Andy), Alastair Galbraith (Victor), Philippe Calvario (Ian), Marianne Faithfull (Betty), Susannah Harker (Jays Frau), Frazer Ayres (Dave), Rebecca Palmer (Pam), Paola Dionisotti (Amanda), Marcello Walton (Tom)

Stab:Regie: Patrice Chèreau • Produzenten: Charles Gassot • Drehbuch: Anne-Louise Trividic, Patrice Chèreau • Vorlage: - • Filmmusik: Eric Neveux • Kamera: Eric Gautier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Hayden Griffin • Schnitt: Francois Gédigier • Kostüme: Caroline De Vivaise • Make Up: - • Ton: Guillaume Sciama, Jean-Pierre Laforce • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Berliner Morgenpost: Chéreau philosophiert über die Unfähigkeit zu lieben, das langsame Absterben der Seele, die kleinen Tode, die das Überleben garantieren - ohne Angst vor Verlust oder Verletzung. Und darüber, wie aus dem anfänglichen Geben ein Voneinander-Fordern wird. Dabei gelingen ihm berührende Momente ungewollter Nähe zwischen zwei Individuen, die ihre Gefühlsvereisung aufbrechen."

Der Spiegel: "Regisseur Chéreau zeigt in seiner großartig-verzweifelten Arie über die Unmöglichkeit des Glücks den Geschlechtsverkehr nicht als Selbstzweck (und schon gar nicht als Mittel, den Zuschauer sexuell zu erregen). Er beharrt darauf, exzessiv von der Lust, den Trieben und der Körperlichkeit zu erzählen, um dem Menschen in seiner Ganzheit gerecht zu werden."

Jens Golombek (TV Movie) 12/2001: Zwei Menschen ertränken ihren Verzweiflung in leidenschaftlichem Sex. Regisseur Patrice Chérau hält diese Begegnung in schonungslos offenen Bildern fest. Dennoch ist "Intimacy" kein Erotikfilm mit künstlerischen Ambitionen, sondern ein unbequemes, quälend intensives Gesellschaftsporträt über Einsamkeit und Gefühlskälte.

Süddeutsche Zeitung: Zum ersten Mal hat man den Eindruck, dass das Kino nicht hinter Positionen zurückfällt, die es schon vor einem Vierteljahrhundert erobert hatte. 'Intimacy' ist von einer Reife, Kühnheit und Intimität eben, die selbst (Traffic) irgendwie steril aussehen lässt.

film-dienst 5. Juni 2001: Kammerspielartiges Drama, das sich an eine radikale filmische Deutung menschlicher Geschlechtlichkeit wagt und intime Gefühle mit großer Ernsthaftigkeit und in zeitgemäßer Form erkundet. Die ambitionierte Bildsprache, die auch "pornografische" Momente miteinschließt, macht dabei auch die Folgen der erotischen Dauerberieselung schmerzhaft bewusst.

Hamburger Abendblatt: "Patrice Chéreau ist der große und verdiente! Gewinner der 51. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Der wahrhaftigste Film dieser Berlinale: bitter und trostlos schön."

Tagesspiegel: "Kerry Fox spielt diese Claire mit einer kühnen, stolzen Hingabe. Ist sie nackt und fickend, dann hat sie dabei mehr Geheimnis und Dezenz als es die fröhliche Halbgeilheit einer ganzen deutschen Privatfernsehwoche auch nur träumen lässt."

Cinema 06/2001: Ein Porno als Preisträger? Der Gewinnerfilm der Berlinale 2001, in dem zwei Londoner ihre Einsamkeit mit Sex betäuben, erhitzte die Gemüter.

Rolf von der Reith (TV Today) 12/2001: Spaß fällt eh flach, aber auch Mitleid oder Spannung hält sich in Grenzen.

TV Spielfilm 12/2001: Von Einsamkeit und Lebenslügen: rundum brillante Psychostudie.

Filmplakat
Videocover
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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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