Monday

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Monday
Titel USA: Monday
Genre: Action-Komödie
Farbe, Japan, 1999

Kino Deutschland: 7. Juni 2001
Laufzeit Kino: 100 Minuten, FSK -

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: - Minuten



Inhalt Montagmorgen. Ein Mann in schwarzen Anzug wacht in einem Hotelzimmer auf. Sein Gedächtnis funktioniert nicht, er hat keine Ahnung, was mit ihm geschehen ist, obwohl er ernsthaft versucht, sich zu erinnern.

Dann fällt ihm ein Päckchen Salz aus der Tasche, "Reinigungssalz", wie es nach Totenwachen und Beerdigungen verwendet wird, um böse Geister zu bannen. Plötzlich erinnert er sich an einige Fragmente: Begräbnis ... Café ... Bar ... Yakuza ... Träumt er, oder ...?


Darsteller & Stab Darsteller: Shinichi Tsutsumi (Koichi Takagi - Salaryman), Yasuko Matsuyuki (Yuko Kirishima - Freundin des Yakuza-Boss), Masanobu Ando (Mitsuo Kondo - Toter Junge), Noami Nishida (Yuki Machida - Takagis Freundin), Ren Ôsugi (Murai Yoshio - Takagis Kollege), Hikedi Noda (Shingo Kamiyama - Seltsamer Mann in Bar), Akira Yamamoto (Kiichiro Hanai - Yakuzaboss), Akashi Maro (Teufel)

Stab:Regie: Sabu (Hiroyuki Tanaka) • Produzenten: Lee Bong-Ou • Drehbuch: Sabu (Hiroyuki Tanaka) • Vorlage: - • Filmmusik: Kenichiro Shibuya • Kamera: Kazuhiko Sato • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Kumio Onaga • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 5. Juni 2001: Ein introvertierter Geschäftsmann wacht orientierungslos in einem Hotelzimmer auf, ohne Erinnerung an die Ereignisse der letzten drei Tage zu haben. Erst langsam dringen die Erinnerungsblitze aus seinem Gedächtnis an die Oberfläche und entlarven den Unglücklichen als Amokläufer. Fesselnd und langsam in Rückblenden inszeniertes Puzzle, das Ingredienzen aus Yakuza-Filmen, Melodram und psychologischem Drama mit Slapstick-Elementen verbindet. Trotz des nur bedingt gelungen surrealen Einschlages zelebriert das Krimi-Patchwork intelligente Unterhaltung auf hohen Niveau.

Bettina Thienhaus (epd Film) 04/2001: "Sabu inszeniert die grausam logische Verwandlung des stillen, unterdrückten, verlachten, missachteten Normalbürgers Takagi mit einem wunderbaren Gespür für Timing, Raumchoreographie und absurde Situationskomik, und er lässt dabei bissige Kritik an der japanischen Gesellschaft mit ihren Unterwerfungs- und Höflichkeitsritualen durchscheinen."

Detlef Kuhlbrodt (tageszeitung) 17.2.2000: Betörend schöne Frauen in glitzernden Yakuza-Bars, Gangsterbosse, auf deren Visitenkarten "Gang Boss" steht, Schnaps, den er unaufhörlich in sich hineinschüttet, ein Gewehr, mit dem er als durchgedreht lächelnder Rächer durch die Straßen zieht. Leichen säumen seinen Weg. Dann träumte ich von Ulrich Gregor, wie er bei einem Gespräch auf der Delphi-Bühne ein spiegelblankes Gewehr aus seiner Aktentasche nimmt, es langsam zusammensetzt und dabei immer so komisch gewinnend lächelt."

Derek Elley (Variety) 13. Februar 2001: "Vom jungen, japanischen Kult-Regisseur Sabu, beinhaltet "Monday" alle Markenzeichen einer düsteren, bissigen Komödie mit Action-, Drama-, Pathos- und Horrorelementen. Der Film vermittelt dem Publikum ein starkes Verantwortungsgefühl, Ehrlichkeit und den Umgang mit Waffen zudem ist er auch sehr komisch wenn er eine ernste Situation nach und nach mit Absurditäten dekonstruiert, die von den Marx Brothers hätten stammen können. Sabus vierter und bester Film."

Oliver Kaever (TV Movie) 12/2001: Vorsicht! "Monday" ist kein eingängiger Film. Tanaka erzählt langsam, verzichtet fast komplett auf musikalische Untermalung, die Bilder wirken in ihren satten Farben stilisiert. Die Logik der Story offenbart sich einem nur allmählich. Wer durchhält, wird allerdings mit einem fantastischen Showdown belohnt, der schockt und zugleich amüsiert.

Der Spiegel 23/2001: Die bizarren Rückblenden reichert der japanische Jungregisseur Sabu, mit Gags an, die schwärzer sind als der Schnurrbart von Groucho Marx. Bald aber wird es ernst: Im Hotelfernseher läuft gerade eine Sendung über den Amoklauf des Verwirrten, schon ist sein Hotel von der Polizei umstellt, der phantastische Ritt durch Klamauk, Action, Drama und Horror mündet in ernsten Protest gegen Staatsgewalt und Waffengebrauch.

Frankfurter Rundschau: "Tanz, Tanz, Tanz: Sabus "Monday" ist ein Bilderrausch in Zeitlupe, eine fantastische Geschichte mit Horror- Touch."

Cinema 06/2001: Als Takagi morgens aufwacht, hat er einen Kater und ein Problem: Ist er im Suff Amok gelaufen? Schrille Satire mit herrlich absurder Situationskomik.

Max: "Die Satire sieht so cool aus wie Pulp Fiction, ist böser als Falling Down und bizarrer als ein Wochenende Karaoke."

Ticket Berlin: "Es wirkt, als hätte David Lynch Loriot Sketche inszeniert."

Cinema: "Ein herrlich paranoider Trip."

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Dirk Jasper FilmLexikon

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