27 Missing Kisses

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Interview mit Nana Djordjadze • Filmplakate im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: 27 Missing Kisses
Genre: Tragikomödie
Farbe, Deutschland, Georgien, 2000

Kino Deutschland: 21. Juni 2001
Laufzeit Kino: 96 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 9. April 2002
Video Deutschland: 9. April 2002
Laufzeit DVD/Video: 92 Minuten



Inhalt Sybilla ist anders als die meisten Mädchen in ihrem Alter. Sie ist wilder, ungezähmter und hat trotz ihrer vierzehn Jahre schon eine enorme Wirkung auf Männer.

An einem Sommermorgen steigt sie in einem kleinen Städtchen in den Bergen aus dem Bus, um die Ferien bei ihrer Tante Martha zu verbringen. Sybilla kommt in eine neue Welt: diese Kleinstadt, so scheint es, hat auf seltsame Weise der Trostlosigkeit der Sowjetunion standgehalten und sich eine liebenswerte, bunte Schönheit bewahrt. Dieses kleine Paradies bringt Sybilla mit ihrer ungestümen Art binnen kürzester Zeit aus seinem gewohnten Rhythmus.

Mickey, ein Junge, der mit seinem Vater alleine lebt, verliebt sich auf der Stelle in das neuangekommene unbekannte Mädchen. Doch Sybilla hat nur Augen für dessen Vater. Ist der 41-jährige Alexander für Sybilla wirklich unerreichbar? Sie will es nicht glauben.

Allerdings scheint sich in diesem Sommer die ganze Stadt neu zu verlieben. Es passieren seltsame Dinge. Im Kasino der örtlichen Rüstungsfabrik läuft der alte Erotikfilm Emmanuelle, der Fabrikwächter Pjotr sucht unter Zimmerpalmen nach exotischer Liebe und endet, um seine Männlichkeit fürchtend, mit nacktem Hintern unter einer tonnenschweren Stahlpresse.

Ein Leutnant der Armee leidet an der Untreue seiner Frau und rächt sich, indem er die Stadt unter Dauerbeschuß nimmt. Aber keiner beachtet ihn, ebenso wenig wie den alten Kapitän, der mit seinem Schiff auf der Suche nach dem Meer ist.


Darsteller & Stab Darsteller: Nuza Kuchiandize (Sybilla), Evegeni Sidichin (Alexander), Shaco Iashvili (Mickey), Pierre Richard (Kapitän), Amalia Mordvinova (Veronika), Levani (Pjotr), Defi Gogibedashvil (Leutnant), Nino Koberidze (Martha)

Stab:Regie: Nana Djordjadze • Produzenten: Jens Meurer, Oliver Damian • Drehbuch: Irakli Kvirikadze • Vorlage: - • Filmmusik: Goran Bregovic • Kamera: Phedon Papamichael (A.S.C.) • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Diana Vazadze • Schnitt: Vessela Martschewski • Kostüme: Larissa Djordjadze • Make Up: - • Ton: Norbert Gaisbauer • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Mit betörenden Bildern und dem unverwechselbar osteuropäischen Charme erzählt der Film die tragikomische Liebesgeschichte der 14-jährigen Sybilla, deren Ankunft in einer namenlosen Kleinstadt alle Bewohner in einen sommerlichen Liebestaumel versetzt. Die Oscar-nominierte, georgische Regisseurin Nana Djordjadze verwebt die handfest inszenierten Liebesräusche mit traumwandlerischen Sequenzen einer fast märchenhaften Welt, wie dem Auftauchen eines gestrandeten Schiffes, das von seinem melancholischen Kapitän gespielt von Pierre Richard durch die nächtliche Kulisse der Stadt gezogen wird.

Nürnberger Zeitung: Einer der wenigen Filme, der ganz spielerisch Brüche und Widersprüche zulässt, unterschiedliche Stimmungen verknüpft, dem Alltäglichen zauberhafte Momente gibt und auch wieder als Illusion entlarvt, ist von der georgischen Regisseurin Nana Djordjadze, hat eine freche und verletzliche junge Protagonistin und den mit Abstand schönsten Titel der Filmtage.

Cinema 06/2001: "Handfest inszenierte Liebesräusche" preist das Presseheft. Das sieht so aus: Wild poppende Pärchen, eingeklemmte Schwänze und eine Lolita im Hormonrausch. Platter als jeder Teenie-Klamauk.

film-dienst 19.06.2001: Ein opulenter Liebesreigen voller Fabulierlust und surrealer Bildgewalt, der zwischen subtiler Komödie, derber Komik und tragischen Dimensionen changiert. Ein trotz einiger Längen ausgesprochen charmanter Film.

Blickpunkt Film: Die Bilder sind dicht, kräftig und dynamisch und geben die emotional starken Bilder eines farbigen, heißen Sommers auf dem Land wieder.

Gernot Gricksch (TV-Today) 13/2001: Eine verschrobene Farce über Liebe, Lust und den Wahnsinn des Alltags.

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