Stadt, Land, Kuss

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Titel Deutschland: Stadt, Land, Kuss
Titel USA: Town & Country
Genre: Komödie
Farbe, USA, 2001

Kino USA: 27. April 2001
Kino Deutschland: 12. Juli 2001
Laufzeit Kino: 104 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 7. Mai 2002
Video Deutschland: 21. Mai 2002
Laufzeit DVD/Video: 100 Minuten



Inhalt Porter Stoddard könnte ein perfektes Leben führen. So ist der angesehene Architekt mit der ebenfalls äußerst erfolgreichen Innenarchitektin Ellie verheiratet, hat zwei reizende Kinder, zwei treue Hunde, eine noble Stadtwohnung am Rande des Central Parks von New York sowie ein selbst entworfenes Häuschen auf dem Lande.

Grund genug, vollauf zufrieden zu sein, auch wenn in seiner Wohnung die skurrilsten Freunde von Nachwuchs und Hauspersonal ein und aus gehen. Doch anstatt sein (Familien-)Glück zu genießen, betrügt er Ellie immer wieder mit der Cellistin Alex. Doch auch dies scheint in der täglichen Routine seinen geordneten Platz gefunden zu haben, bis eines Tages ein unerwartetes Ereignis das Leben der Stoddards aus den Fugen geraten lässt: Die Ehe ihrer engsten Freunde Mona und Griffin, steht vor dem Aus.

Durch einen anonymen Anruf hinter Griffins Affäre gekommen, verlangt Mona die Scheidung. Was sie nicht weiß - Griffins angebliche Geliebte ist ein Mann.

Als Mona bei einem Kurztrip in ihre Vergangenheit Trost sucht, landet sie in Porters Bett und das Chaos nimmt seinen Lauf ...


Darsteller & Stab Darsteller: Warren Beatty (Porter Stoddard), Diane Keaton (Ellie Stoddard), Goldie Hawn (Mona), Garry Shandling (Griffin), Andie McDowell (Eugenie), Nastassja Kinski (Alex), Jenna Elfman (Auburn), Josh(ua) Hartnett (Tom), Tricia Vessey (Alice), Charlton Heston (Mr. Claybourne)

Stab:Regie: Peter Chelsom • Produzenten: Andrew Karsch, Fred Roos, Simon Fields • Drehbuch: Michael Laughlin, Buck Henry • Vorlage: - • Filmmusik: Rolfe Kent • Kamera: William A. Fraker • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Caroline Hanania • Schnitt: David Moritz, Claire Simpson • Kostüme: Molly Maginnis • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Liebe, Lust und andere Laster - darum dreht sich beinahe alles in "Stadt, Land, Kuss", der neuen Komödie von Peter Chelsom. In seiner ersten großen US-Produktion beobachtet der gebürtige Brite mit viel Sarkasmus und beißender Ironie zwei gut situierte New Yorker Ehepaare bei deren Versuchen, nach einer Trennung wieder zueinanderfinden.

Der Spiegel 2001-28: Die Ehen zweier wohlhabender, gnadenlos geschmackvoller New Yorker Paare geraten in die Krise, als die Männer fremdgehen und die Frauen das spitzkriegen - ein klassischer Boulevardstoff mit Tür-auf-Tür-zu-Dramaturgie. Doch hier quietscht jede einzelne Tür, egal wie laut die Stars sie knallen lassen, und der Kalk rieselt auch gleich von der Decke: ein Film wie eine Abrissvilla. Vier reife Stars (Warren Beatty, Diane Keaton, Goldie Hawn, Garry Shandling) wollten sich in diesem Betthupferl für die Menopausen-Jahrgänge wohl beweisen, dass ihr Pheromon-Appeal noch nicht veflogen ist. Wer für den komödiantischen Trümmerhaufen verantwortlich ist, lässt sich nicht mehr feststellen: Offiziell 1999 abgedreht (unter der Regie von Peter Chelsom, "Funny Bones"), wurde an dem Lustspiel seither von diversen Kräften herumgefuhrwerkt. Wer lachen will, sollte sich Beatty und Hawn in der frivolen Friseurfarce "Shampoo" (1975) ansehen.

Cinema 07/2001: Wie er aus diesem libidinösen Schlamassel wieder herauskommt, zeigt der Brite Peter Chelsom "Funny Bones" als ein hochtourig-hilfloses erotisches Gerangel, gepaart mit satirischen Gags, absurdem Slapstick und tragikomischen Witz. Zwar ist "Stadt, Land, Kuss" nicht die erste Komödie, die nach uralten Lustspiel-Mechanismen funktioniert - wie Türen knallen, Männer flüchten in Wandschränke, Frauen durchwühlen Jackentschen. Auch ist Warren Beatty nicht der erste Hollywood-Star, der sich quasi selbst spielt. Aber keiner hat sich mit mehr Lust selbst zum Gespött gemacht.

Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 15/2001: Darsteller, Story, Ausstattung und Handlungsorte erinnern an Filme von Woody Allen. Doch Peter Chelsom setzt mit spritzigen Dialogen und herrlich skurillen Typen auch viele eigene Akzente: Warren Beatty beispielsweise zieht sein Lebemann-Image köstlich durch den Kakao. Klasse!

Kultur Spiegel 07/2001: Altväterliche Komödie, deren Moral übers Fremdgehen aus einer Rock-Hudson-Klamotte der Sechziger stammen könnte. Warren Beatty, Diane Keaton, Andie MacDowell und Goldie Rawn irren durch diesen schon jetzt legendären Kassenflop; einzig Waffennarr Charlton Reston zeigt Selbstironie.

film-dienst 14/2001: Da die Inszenierung die wenig originelle Geschichte nur selten gegen den Strich bürstet, aus ihrem Staraufgebot kaum komödiantisches Kapital schlägt und außerdem jegliches Timing vermissen lässt, kaum mehr als eine mittelprächtige Boulevard-Komödie voller gepflegter Langeweile.

Rolf von der Reith (TV-Today) 15/2001: Lustig, wenn auch wirr. Eine sehenswerte Ensembleleistung versöhnt mit den Irrwegen des Drehbuchs.

D. Lackner (TV-Spielfilm) 15/2001: Starbesetzte, skandalgeschüttelte Mainstream-Komödie.

Filmplakat
Videocover
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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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