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Produzentin Lynda Obst - selbst Autorin des Bestsellers "Hello, He Lied: And Other Thruths From the Hollywood Trenches"- hatte das Glück, eine sehr frühe Fassung von Laura Zigmans Erstlingsroman "Männerzirkus" in die Hände zu bekommen und begeisterte sich sofort für die sensible Geschichte. "Es war so einzigartig. So etwas findet man nicht oft, wie ich als Produzentin vieler romantischer Komödien weiß", erinnert sich Obst.
Den Entschluss, Männerzirkus zu verfilmen fasste Obst, nachdem ihr bewusst wurde, dass sich viele Zuschauer mit der Hauptfigur Jane Goodale identifizieren könnten. Schließlich basiert die Figur auch auf Zigmans eigenen Erfahrungen als Publizistin. "Ich würde Jane als eine wirklich kluge und verletzlich moderne Frau beschreiben, die alles will, und das so einfach wie möglich", meint Obst. "Sie will, dass man sie für das liebt, was sie ist - eine berufstätige Frau, die sich ihrer Träume bewusst ist." Nachdem der Roman in den Buchläden auslag, teilte Obst ihre Begeisterung für Männerzirkus bald mit einer großen Fangemeinde. Sie engagierte Drehbuchautorin Elizabeth Chandler, um Zigmans Roman in eine Leinwandgerechte Form zu bringen. "Chandler kann einfach alles schreiben", erzählt Obst, die schon lange nach dem passenden Projekt für die Autorin gesucht hatte. "Schon bei unserem ersten Treffen hat sie mich zum Lachen gebracht." "Schon nach den ersten 30 Seiten wusste ich, dass ich dieses Projekt unbedingt übernehmen wollte", erinnert sich Chandler. "Ich fand es einfach hinreißend. Außerdem hatte ich schon eine ganze Weile keine romantische Komödie mehr bearbeitet, und in diesem Fall mochte ich besonders die seltsame Art der romantischen Panik. Es behandelt eine Sache, die wir alle kennen und vor der wir alle Angst haben; und dieser Stoff beschreibt das in einer besonders ausgefallenen Weise." Obst schickte das fertige Drehbuch an einige der Top-Komödiantinnen Hollywoods. Zu ihrem eigenen Erstaunen zeigte Ashley Judd besonderes Interesse an Janes Charakter, und das obwohl Judd sich nach Rollen in den Thrillern (... denn zum Küssen sind sie da und Heat) nicht gerade einen Namen als Darstellerin in Komödien gemacht hatte. "Ich war wirklich baff, denn als den New Yorker Journalistinnen-Typ hatte ich sie mir nie vorgestellt. Aber dann betrat sie mein Büro wie eine Doktorin der Anthropologie und belehrte mich eines Besseren. Sie ist erstaunlich intellektuell, unglaublich wortgewandt und total New York: cool und smart." "Wenn Judd bereit dazu war, ihr Herz und ihre Seele in dieses Projekt zu stecken, dann war es an mir als Produzentin, einen Film zu schaffen, der ihr als Plattform für eine neue Leinwandpräsenz dienen würde", sagt Obst. "Judd hat dieses gewisse Etwas eines großen Kinostars. Das Publikum kann sich in ihr wiederfinden und sie aufrichtig mögen, entweder als beste Freundin oder als Spiegelung der eigenen Person." Judd zeigte sich ebenso begeistert vom Stoff wie Obst und sah vor allem im Charakter der Jane Goodale eine große Herausforderung. "Der Reiz dieses Drehbuchs lag vor allem darin, dass es für mich ein völlig unbekanntes Gebiet darstellte", beschreibt Judd. "Diese Rolle ist mit keiner vergleichbar, die ich bislang gespielt habe. Männerzirkus ist eine Komödie, bei der der Witz nicht selten auf meine Kosten geht. Aber ich habe mir damals gedacht, so schlimm kann es nicht werden, denn schließlich gehen die Witze meiner eigenen Familie ja auch meist auf meine Kosten." Mit Ashley Judd an Bord trat Obst an Schauspieler und Regisseur Tony Goldwyn heran, mit dem sie schon früher zusammengearbeitet hatte. Goldwyns gefeiertes Regiedebüt "A Walk On The Moon" hatte Obst davon überzeugt, dass er genau der Richtige für diesen Job war. "In seinem Debütfilm habe ich Unmengen Tränen vergossen, und ich wusste, er versteht die Frauen", erinnert sich Obst. "Obst fragte mich, ob ich Interesse hätte und fügte hinzu, dass Ashley Judd mit von der Partie sein würde", beschreibt Goldwyn die erste Kontaktaufnahme. "Was für eine brillante Rolle für Judd, dachte ich nur. Was für eine perfekte Paarung." Als Schauspieler hatte Goldwyn Ashley Judd schon bei den Dreharbeiten zu (... denn zum Küssen sind sie da) kennen gelernt und wusste auch um ihren feinen Sinn für Humor. "Judd ist sehr intelligent und hat viel Witz", schwärmt er und fügt hinzu, dass Janes Rolle auch viel Stärke und Rückgrat erfordert. "In Männerzirkus geht es um eine junge Frau, deren Herz gebrochen wird und die fortan leidenschaftlich erforscht, warum Männer Frauen verlassen. Solch eine Figur in so einem Film braucht eine Schauspielerin, die viel aushalten kann. Judd kann das und noch viel mehr." Goldwyns Engagement war ein wichtiger Wendepunkt für Männerzirkus. "Seit Jahren hatte kein Mann dieses Drehbuch in der Hand", lacht Obst. "Plötzlich kam ein Schuss Testosteron und eine männliche Perspektive ins Spiel." Ebenso wie Obst brachte Goldwyn viele neue Ideen ins Drehbuch ein. Zunächst drehten diese sich besonders um Ray und Eddie, die männlichen Figuren in Zigmans Roman. "So witzig Ray und Eddie auch sind, in Zigmans Buch waren sie vor allem Widerlinge", erinnert er sich. "Dabei dachte ich mir, es wäre doch viel interessanter, wenn wir nicht gleich alle Männer in die Mülltonne stopfen, sondern ihnen ihre eigene Sicht der Dinge geben." Nach und nach gestaltete Goldwyn Ray realistischer. Schließlich ist diese Figur, in die Jane sich verliebt und der ihr das Herz bricht, einer der Schlüssel zu dieser Geschichte. "Mir erschien es sehr wichtig, dass der Zuschauer Gefühle für die Beziehung der beiden entwickelt und sich wie Jane in Ray verliebt." Goldwyn beschreibt Ray als einen Mann, der "in einer unglücklichen Beziehung mit einer anderen Frau lebt, sich Hals über Kopf in Jane verliebt, sich selbst überschätzt und die Notbremse zieht - womit er Jane das Herz bricht." Damit Ray auch wirklich sympathisch erschien, obwohl er scheinbar ziellos mit Janes Gefühlen spielt, entschloss man sich, Greg Kinnear mit der Rolle zu betrauen. Denn Kinnear hatte sich schon in (Besser geht's nicht) als äußerst beliebter Filmkomödiant bewährt und dafür eine Oscar®-Nominierung erhalten. "Kinnear ist ungewöhnlich charmant und witzig", strahlt Goldwyn. "Er macht Ray menschlich, intelligent und schwer zu verurteilen." Kinnear selbst sieht Ray als jemanden, der versucht, seinen Beruf und sein Privatleben in Balance zu halten. "Ray steckt in einer funktionierenden Beziehung, die er mit einer Affäre betrügt", weiß Kinnear. "Jane liefert ihm den familiären Rückhalt, den er von seiner langjährigen Freundin nicht bekam." Das abrupte Ende der Beziehung zu Ray wirft Jane völlig aus der Bahn und sie versucht sich zu erklären, was wirklich passiert ist. "Nachdem ihre Gefühle verletzt wurden, zieht sich Jane auf ihren Intellekt zurück, wo es keine Gefühle gibt", fasst Obst zusammen. Jane entwickelt daraufhin eine Theorie, die besagt, dass männliche Unbeständigkeit schon in den Urinstinkten verankert ist. "Zufällig liest sie einen Artikel in der New York Times, der besagt, dass Zuchtbullen einer Kuh immer nur eine Chance geben und sie niemals ein zweites Mal besteigen", fühlt sich Goldwyn ins Janes Gedanken ein. "Also schließt Jane daraus, dass Männer wie Bullen sind." "Man kann sie anpinseln, verkleiden und mit Parfüm einseifen, aber der Bulle weiß immer, dass es die alte Kuh ist", lacht Kinnear. "Und Ray sucht nach einer neuen Kuh." Ein großartiges Beispiel für Janes neue Theorie scheint ihr Kollege Eddie Alden zu sein. "Eddie ist ein absoluter Draufgänger und hat überhaupt kein Gespür für Romantik", weiß Goldwyn. "Er und Jane liegen sich ständig in den Haaren. Sie sind wie Bruder und Schwester; dicke Freunde, die sich gegenseitig nicht verstehen." Als man sich entschloss, Hugh Jackman in Eddies Rolle zu besetzen, war sein erster amerikanischer Spielfilm, (X-Men), noch nicht in den Kinos angelaufen. Aber schon kurz nach dem Start feierte er als X-MEN-Superheld Wolverine Triumphe in der Filmwelt. Doch Obst und Goldwyn zeigten sich schon durch die Lobeshymnen der Theaterkritiker in London und Australien höchst beeindruckt und wollten ihn bereits für ein früheres Projekt engagieren. "Bei unserem ersten Treffen baute er sich in meinem Büro auf und sang a cappella ‚Oklahoma', und da hab ich mich kurzerhand in ihn verliebt", schwärmt Obst. "Wenn du so einem tollen Typen begegnest, dann willst du ihn unbedingt in einer romantischen Komödie sehen." "Jackman hat überwältigenden Sexappeal und das dazugehörige Charisma für einen Leinwandschauspieler", fügt Goldwyn an. "Was ich aber besonders spannend fand bei Jackman und Eddie, war der Kontrast zwischen den beiden. Während Eddie eher unterkühlt ist, hat Jackman das große Herz eines West-Australiers. Hätten wir Eddie mit jemand anderem besetzt, wäre er wahrscheinlich schnell zum Ekelpaket des Films mutiert." Jackman selbst beschreibt Eddie als "harten Arbeiter und harten Spieler." Tatsächlich hat Eddie einen Hang zu One-Night-Stands, die er mit seiner ganz eigenen Theorie von Liebe unterlegt. "Jane nennt ihn den ‚Paradebullen', den klassischen Bullen. Hat er einmal ein Mädchen gehabt, langweilt sie ihn danach. Er will gar keine Hingabe." Nachdem die gemeinsamen Pläne mit Ray gestorben sind, sieht sich Jane gezwungen, in Eddies Wohnung zu ziehen, wodurch die unterschiedlichen Ansichten der beiden erst recht aufeinander prallen. "Sie sind Katherine Hepburn und Spencer Tracy in der Neuzeit", hat Jackman erkannt. "Politisch und philosophisch sind sie grundverschieden. Sie necken und streiten sich den ganzen Tag, dabei schätzen sie gegenseitig ihre Ehrlichkeit und Offenheit." Sowohl Obst als auch Goldwyn zeigten sich beeindruckt von der starken Chemie, die zwischen Ashley Judd und den beiden Männern entstand. "Kinnear und Judd haben den selben Sinn für Humor und improvisierten in ihren gemeinsamen Szenen großartige Dialoge", erzählt der Regisseur. "Und kaum hatte Jackman die Szenerie betreten, passierte genau dasselbe, nur in eine ganz andere Richtung." Schonungslos offen ist auch Janes Freundin Liz, die Jane nicht nur gute Ratschläge in Sachen Männern liefert, sondern ihr auch eine Kolumne in dem Männermagazin anbietet, das sie als Chefredakteurin leitet. Liz, die selbst nur Ärger mit Männern hat, drängt Jane dazu, ihre neu entdeckten Theorien über Männer und Kühe zu veröffentlichen. Von dieser Rolle konnte Regisseur Goldwyn die Oscar®-Gewinnerin Marisa Tomei überzeugen. "Tomei ist eine fantastische Schauspielerin mit einem großen komödiantischen Potenzial. Ich wusste, sie würde von selbst Tiefe in diesen Charakter einbringen. Obendrein ist sie sexy und smart, also genau richtig für eine weibliche Rolle, die nach einem Mann sucht und dabei kluge Ratschläge geben kann." Tomei war sofort hingerissen von der Figur, die ihrer Meinung nach die "gute, klassische Zicke" widerspiegelt. Außerdem bedeuteten die Dreharbeiten zu Männerzirkus eine weitere Zusammenarbeit mit Goldwyn, den sie schon bei "A Walk On The Moon" kennen und schätzen gelernt hatte. "Ich fand es sehr spannend, wieder Teil eines Filmes zu sein, den er dreht", bemerkt Tomei dazu. Nach einer Nacht harter Denkarbeit heben Liz und Jane die neue Kolumne aus der Taufe. Allerdings besteht Jane auf ein Pseudonym: "Wir nennen sie Dr. Marie Charles" - eine Kombination aus Madame Marie Curie und Charles Darwin - "und statten sie mit jeder Menge wissenschaftlicher Autorität aus", sagt Tomei. "Wir machen sie zu einer älteren Psychiaterin, die am Wiener Institut für Pathologischen Narzissmus studiert hat." Sehr zur Überraschung von Liz und Jane gerät die Kolumne zur Sensation. "Die Theorien werden in der Oprah-Winfrey-Show diskutiert und in den meistgehörten nationalen Radiosendungen. Jeder reißt sich um die Kolumne, denn die ganze Nation redet darüber", beschreibt Tomei. Dr. Charles wird so berühmt, dass sie als Gast für die Diane-Roberts-Talkshow - Janes Arbeitgeberin - gecastet werden soll. Jane steckt in der Zwickmühle. "Meine Chefin will unbedingt Dr. Marie Charles in ihrer Show. Und ausgerechnet ich soll sie ausfindig machen", beschreibt Judd den Druck, dem sie als Gäste-Scout für eine nationale Talkshow ausgesetzt ist. "Aber wie soll Jane sich selber casten, ohne sich zu verraten?" Um die Rolle der glamourösen Talkmasterin Diane Roberts angemessen auszufüllen, entschied man sich für Ellen Barkin. Schließlich verlangt Roberts von ihrer Crew, das "Unerreichbare erreichbar" zu machen. "Wen hätten wir also sonst engagieren können, wenn nicht Ellen Barkin?" lacht Lynda Obst. "Sie ist sexy, sie ist clever, sie ist witzig und mischt ganz oben mit. Ich hätte mir niemand anderen vorstellen können." "Diane Roberts ist eine Feministin, die hart gearbeitet hat, um dahin zu kommen, wo sie nun ist. Sie ist ganz oben und lässt sich nichts davon nehmen", erklärt Drehbuchautorin Elizabeth Chandler. Diane hat ihre ganz eigene Philosophie über die Liebe, die sie gerne mit der unglücklich verliebten Jane teilt. Chandler beschreibt sie so: "Wenn du deine Gefühle zeigst, kannst du am Arbeitsplatz nicht mit den Männern mithalten. Das aber mußs man, wenn man nach oben kommen will." "In Männerzirkus dreht sich viel darum, wie verschiedene Menschen mit ihren Herzen, ihren Gefühlen und der Liebe umgehen", sagt Tony Goldwyn. "Und wie sie versuchen, das zu kontrollieren, was nicht zu kontrollieren ist, und Sinn zu finden in etwas, das keinen Sinn macht." Am Ende jedoch wächst Janes Mut über Dr. Marie Charles hinaus. "Meiner Meinung nach geht es in unserem Film um den Mut, den man braucht, um sich aufzurappeln, etwas zu tun; sei es, den nächsten Artikel zu schreiben, einen neuen Freund zu finden oder einen neuen Job", fasst Lynda Obst Männerzirkus zusammen. "Rappel dich auf und tu es, auch wenn es dir schon einmal das Herz gebrochen hat." Obwohl sich derzeit viele Filmproduktionen für Kanada als Drehort entscheiden, bestanden Produzentin Lynda Obst und Regisseur Tony Goldwyn unbedingt auf New York als Schauplatz für Männerzirkus. "New York spielt eine ganz besondere Rolle in unserem Film", erklärt Goldwyn. "Nirgendwo sonst spürt man so sehr den Druck der Menschen, die sowohl im Job als auch in der Liebe erfolgreich sein wollen. Und in New York werden die Anforderungen täglich höher." "Wir wollten alles realistisch gestalten, anders als etwa in einem TV-Film", fügt Obst hinzu. "Uns schwebte eine Art Independent Film vor, der an realen Schauplätzen spielt. Männerzirkus sollte strikt nach Downtown New York aussehen." Tatsächlich wurde Männerzirkus fast ausschließlich unterhalb der 14. Straße gedreht: in Greenwich Village, Little Italy, Tribeca und Soho. Ausstatter Dan Leigh, der schon bei "A Walk On The Moon" mit Goldwyn kooperiert hatte und ein New York-Spezialist ist, fand Drehorte, wie man sie bisher wohl noch nicht gesehen hat. "Natürlich sind die Markenzeichen New Yorks zu sehen, etwa das Empire State Building und das World Trade Center, aber eben aus neuen Perspektiven. So wie ein New Yorker jeden Tag seine Stadt erlebt. Das gibt der Geschichte eine Sicht von innen heraus", erklärt Leigh. Janes Apartement etwa entstand in einem kleinen Studio in Chinatown, ohne großartigen Blick über die Skyline. Die Innenszenen wurden auf der kleinen Probebühne des Ohio-Theaters in Soho gedreht, während die Außenaufnahmen im östlichen Teil Chinatowns - in der Catherine Street - entstanden, wo sich kaum ein Tourist hin verirrt. Die wunderschöne Wohnung mit der großen Dachterrasse, die Jane und Ray zu ihrem neuen Nest machen wollen, liegt in Greenwich Village. "Mit Ray bekommt Jane nicht nur einen Mann, der ihr absolut perfekt erscheint, sie findet für ihre Liebe sogar die ultimative Wohnung", beschreibt Leigh Janes Tragik. "Mit dem Verlust von Ray und ihrer Liebe ist also auch der Traum vom schönsten Apartment der Stadt vorbei." So sehen eben New Yorker Tragödien aus. Nach Rays Verschwinden aus Janes Leben bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu ihrem Kollegen Eddie zu ziehen. "Sie landet beim falschen Mann im falschen Apartment, das schrecklich aussieht und obendrein auch noch im Schlachthof-Viertel liegt", so Leigh weiter. Tatsächlich wurde Eddies Wohnung vor Ort gedreht, um die Ecke von "Hogs & Heifers", dem berühmtesten und berüchtigsten Cowboy-Club der Stadt, wo Eddie natürlich auch gerne sein Feierabendbier trinkt. Hugh Jackman nutzte die Dreharbeiten in der Bar zu einem tiefen Blick ins Leben echter New Yorker Junggesellen. "Ich mußste doch bei ‚Hogs & Heifers' recherchieren, ich bin ja selbst kein Junggeselle. Außerdem hatte ich ein paar Nächte in New York frei. Als ich meiner Frau erzählte, wo ich mich für meine Rolle vorbereite, wollte sie, dass ich sofort mit dem nächsten Flugzeug zurückkomme", grinst Jackman. Darüber hinaus wurde auch in so berühmten New Yorker Restaurants wie dem Old Homestead Steakhouse, Anglers and Writers und dem Cafe Habana gedreht. Nicht selten richtete es Regisseur Goldwyn so ein, dass schon die Proben an den eigentlichen Schauplätzen stattfinden konnten, was natürlich der gesamten Crew sehr gefiel. "Goldwyn meinte einmal zu mir, genau so stelle ich mir das perfekte Leben eines Schauspielers am Set vor", schmunzelt Marisa Tomei. "Und genau so war es: perfekt." Um echte Talkshow-Atmosphäre in die Diane-Roberts-Show zu bringen, schaute man sich in den Studios der Talkshows "Ricki Lake", "Queen Latifah" und vor allem bei "The View" um. Die Film-Talkshow entstand dann im Theater des Tribeca Performing Arts Center. Da Greg Kinnear schon selbst Gastgeber zweier Talkshows ("Talk Soup" und "Later with Greg Kinnear") war, mußste er sich nicht erst eigens auf die Rolle eines Talkshow-Produzenten vorbereiten. Dennoch bedeutete Ray für ihn eine neue Sicht auf die Dinge. "Generell könnte man sagen, dass mir als Gastgeber einer Show jahrelang der Hintern geküsst wurde", feixt er. "Damals war mein meistgehörter Satz: ‚Brauchen Sie noch irgendwas, Mr. Kinnear?'. In Männerzirkus mußste ich mich in jemanden hineinfühlen, der tagelang, Woche für Woche nichts anderes sagt als ‚Kann ich dir noch irgendwas bringen, Diane? Einen Kaffee vielleicht?' Es war sehr lehrreich." Das "M Magazine", dem Marisa Tomei als Chefredakteurin vorsteht, fanden Ausstatter Dan Leigh und sein Team in den Räumen der Brant Publications, die Magazine wie "Interview", "Art in America" und "Antiques" herausbringen. Tomeis Vorbereitungen auf ihre Rolle bestanden hauptsächlich darin, sich mit Lynda Obst zu unterhalten, die ihrer Karriere einst als Journalistin und Chefredakteurin des "The New York Times Magazine" begonnen hatte. Damit die Schauplätze ihre Authentizität auch beibehielten, engagierte Tony Goldwyn den Kameramann Anthony B. Richmond, mit dem er schon bei "A WAalk On The Moon" zusammengearbeitet hatte. "Ich wollte unbedingt diesen Hochglanz-Märchenlook von New York in unserer romantischen Komödie vermeiden", erklärt Goldwyn. "Richmond lässt die Menschen echt aussehen und dabei auch richtig gut. Außerdem ist er sehr schnell, weswegen ich ihn als Kreativpartner sehr schätze." Lobende Worte findet Goldwyn auch für die Kooperation mit Lynda Obst. "Ich wusste nie genau, wozu Produzenten eigentlich da sind. Aber seit ich Obst kenne, weiß ich es", schwärmt der Regisseur. "Sie hielt die ganze Zeit ihre schützende Hand über mich und den Film. Und sie hat mich immer dazu ermutigt, etwas noch besser zu machen." |
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