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Nach der Vorlage von James Pattersons Roman "Along Came a Spider" schlüpfte der dreimalig Oscar-nominierte Morgan Freeman erneut in die Rolle des Kriminalpsychologen Dr. Alex Cross.
Eigentlich wollte Cross nach dem Tod seiner Partnerin sich zur Ruhe setzen. Der als herausragender Polizei-Detektiv, Psychologe und Bestseller-Autor bekannte Cross wird durch Zufall in diesen Fall eingespannt, als der Entführer eine Nachricht auf seiner Mailbox hinterlässt. Die Produzenten David Brown und Joe Wizan arbeiten erneut mit Morgan Freeman zusammen, um dessen Portrait des Dr. Alex Cross, ein Charakter, der von James Patterson, der weltweit als Bestseller-Autor bekannt ist, kreiert wurde, auf die Leinwand zu bringen. Eigentlich mag Freeman keine wiederkehrenden Rollen, doch bei dieser Figur machte er eine Ausnahme, da er von deren Qualität überzeugt war. "Cross ist gut ausgebildet, hat eine gute Erziehung genossen und ist hervorragend gleichermaßen als Autor und Polizist", sagt der Hauptdarsteller und ausführende Produzent Morgan Freeman. "Er bearbeitete seine Fälle mehr mit dem Kopf als mit Körpereinsatz. Und das gefällt mir und macht Spaß". Der Autor James Patterson hätte nicht mehr erfreut sein können über das Leinwandergebnis seiner Serie, vor allen Dingen über das Portrait des komplexen Polizei-Detektivs. "Wenn man Morgan beobachtet, reißt er jeden mit. Genau so, als ob man ein Basketball-Spiel mit Michael Jordan sehen würde", sagt Patterson. Für Produzent David Brown ist dies die vierte Zusammenarbeit mit dem ehrwürdigen Star. Zuvor drehten sie ... denn zum Küssen sind sie da, Deep Impact und Miss Daisy und ihr Chauffeur, wofür Freeman eine Oscar-Nominierung für seine Rolle des Chauffeurs Hoke erhielt. " Morgan Freeman bringt eine gewisse Eleganz in seine Rollen, was immer er auch spielt. Sei es der Präsident der Vereinigten Staaten in Deep Impact oder einen Chauffeur", sagt Brown, einer von Hollywoods erfolgreichsten Produzenten. "Er spielt die Charaktere intensiver als nötig, denn es interessiert ihn. Das ist der eigentliche Grund." Regisseur Lee Tamahori war ebenso angetan, dass Freeman erneut die Rolle des cleveren Polizisten spielte. "Mit Morgan Freeman zu arbeiten, ist wie ein home run", sagt Tamahori. "Sein exaktes Wissen, wie Alex Cross zu spielen ist, machte es überflüssig, irgendwelche Recherchen anzustellen. Er weiß es besser als ich, das machte das Ganze so einfach." Der Regisseur setzt fort: "Außerdem stellte ich bei Morgan eine Eigenschaft fest, die er mit anderen klassischen amerikanischen Schauspielern wie Gary Cooper oder Clint Eastwood teilt: Ruhe und Ausgeglichenheit. Je weniger sie sagen, umso mehr müssen wir, das Publikum, tun. Und das ist bei einem Thriller sehr wichtig." Brown sagt: "Es gibt in diesem Film mehr Überraschungen als in ... denn zum Küssen sind sie da. Überraschungen, die mich sehr verblüfft haben, als ich das Buch las. Es hat im wesentlichen mit dem Charakter von Alex Cross zu tun." Freeman war ebenso von der Story beeindruckt. "Es gibt eine Menge an mysteriösen Dingen", sagt er. "Es ist, als ob man eine Zwiebel schälen würde, wenn man versucht, sie zu ergründen. Bis es zur Auflösung kommt, gibt es viele Drehungen und Überraschungen". Für Monica Potter, die die Secret Service-Agentin Jezzie Flannigan verkörpert, ist diese Rolle eine große Herausforderung, da sie kombiniert ist mit mentalen Anforderungen und körperlicher Polizei-Action. Ihren Charakter beschreibt sie folgendermaßen: "So etwas habe ich bislang noch nie gespielt. Es sieht so aus, als ob Jezzie einen ganz normalen Weg geht. Doch es steckt viel mehr dahinter. Es war sehr schwierig, zu entscheiden, wie viel man geben konnte und wie viel man zurückhalten mußste. Ich mußste praktisch spielen im Spiel". Während die Action-Szenen für die Schauspielerin etwas Neues waren, wirkte der Adrenalin-Stoß deshalb bei ihr sehr leicht. Sei es, dass sie vom Regen völlig durchnässt wurde oder für die Lösegeld-Übergabe quer durch die Stadt hetzen mußste, Potter stellte sich den Anforderungen der Rolle. Durch Morgan Freeman Hilfe fühlte sich Potter in guten Händen. "Er ist der beste Schauspieler, mit dem ich je gearbeitet habe", sagt sie ohne Zögern. "Er behandelte mich wie einen gleichwertigen Partner. Und das war sehr lieb von ihm, denn ich war ziemlich nervös, mit ihm vor der Kamera zu stehen. Ich meine, Morgan ist der Typ Schauspieler, der eigentlich kein Wort sagen mußs." "Morgan und Monica waren ein großartiges Team, vor und hinter der Kamera", sagt Regisseur Tamahori. "Dieser Film ist der Anfang einer neuen Karriere für Monica, von der leichten Komödie hin zu einem dramatischen Thriller. Und ich glaube, sie hat das bestens hinbekommen. Er vergrößert ihren Wirkungskreis und es müsste eigentlich jeden überraschen." "Lee verstand es großartig, all die kleinen Dinge auszuarbeiten, von Anfang bis zum Ende", sagt Potter. "Wenn du ihn etwas gefragt hast, ging er 80 Szenen zurück, um dir zu sagen, was er sich gerade dann und dort dabei gedacht hatte. Er ist ein großartiger Regisseur." Äußerst wichtig bei jedem Suspense Thriller ist die Bösartigkeit des Gegenspielers, und bei Im Netz der Spinne hat Kidnapper Gary Soneji genau diese Charaktereigenschaft. Und zwar in der Intensität, dass sein Kreator richtig stolz darauf ist. "Das ist genau der richtige James Patterson-Bösewicht", sagt Patterson. "Gary Soneji ist der Böseste unter den Bösen, der Schlimmste unter den Schlimmen. Wenn man einen so starken und integren Charakter wie Morgan hat, mußs man jemanden auf der Gegenseite haben, von dem der Zuschauer denkt: "Das ist ein echt cooler Kampf." Freeman liebte den Charakter des Gary Soneji, der eine komplizierte Herausforderung für diesen bedeutete. "Der Typ spricht mit Alex und Alex spricht zu ihm zurück", sagt er. Die Beiden entwickeln einen Dialog. Und bei diesem Dialog lernen sie sich auf verschiedenen Ebenen kennen." Dieser psychopathische Kidnapper wird von Michael Wincott dargestellt. Ein viel-seitiger Schauspieler, der einige erinnerungswürdige Bösewichte in Filmen wie "1492" und "The Crow" verkörpert hat. Wincott präsentiert Soneji ziemlich multidimensional: Er ist intelligent, teuflisch, narzisstisch, sogar nett und bemerkenswert geduldig. "Er ist kein normaler Mensch", sagt Wincott, "er ist besessen und er mußs unbedingt gewinnen. Das ist seine Aufgabe". Nach zweimaliger methodischer Planung führt Soneji diese kühne Entführung durch, ein irreführendes Netz für Detektiv Cross und Agentin Flannigan spinnend. Anfangs glauben die Behörden an eine konventionelle Entführung, doch bald stellt sich heraus, dass Soneji größenwahnsinnig ist und eigentlich den Kriminalfall des Jahrhunderts inszenieren will. Freeman sagt: "Soneji ist jemand, der die Welt mit seiner Gemeinheit auf sich aufmerksam machen will". Die eigentlichen Dreharbeiten begannen im Februar 2000 in Vancouver, B.C., und wurden dann im Mai 2000 nach Washington, D.C., verlegt, wo elf Tage lang am Washington Circle, The Mall und am Balti-more MTA-Zug-System gefilmt wurde. Außerdem wurde eine Subway-Sequenz an der historischen Union Station von Washington gedreht. Eine der aufregendsten Szenen war der verzweifelte Versuch der Lösegeldübergabe, in der Cross zu Fuß während der Rushhour durch Washington eilen mußste, um die detaillierten Angaben des Kidnappers zu erhalten. "Wir filmten während der Hauptverkehrszeit vor der National Portrait Gallery", sagt der ausführende Produzent Marty Hornstein. "Es war ziemlich aufregend". Hornstein drehte einige Szenen an den vielen historischen Stätten der Hauptstadt. "Die meisten der verschiedenen Justizgebäude und Polizeistationen befinden sich im Distrikt 26. Logistisch gesehen war das anfangs etwas Besorgnis erregend. Aber es war dann großartig und schließlich problemlos. An der Union Station zu drehen, was ein Privileg." Die Untergrundbahn für einen ganzen Tag zu sichern, war eine noch größere Herausforderung als das Verkehrsproblem. Hier wurde die Szene der Lösegeldübergabe aus einem fahrenden MTA-Zug gefilmt. Ein wenig teurer aber umso überzeugender als visuelle Effekte mittels greenscreen war es, eine wuchtige Kamera außen am Zug anzubringen, um so den Verlauf des Weges, den Cross zurücklegen mußste, zu drehen. In Vancouver wurden die Außenaufnahmen von Gary Sonejis Boot in den Georgia Straits und am Sunset Marinas gemacht. Das Innere des Bootes wurde im Studio aufgenommen. Hauptsächlich wurde an wirklichen Locations in Vancouver gedreht, mit Ausnahme von anderthalb Wochen Studiodreh. Shannon Mews, ein früheres Herrenhaus und gewaltiger Wohnkomplex, wurde als fiktiver Hochsicherheitstrakt der Cathedral School benutzt, die von Kindern von Kongressmitgliedern und internationalen Diplomaten be-sucht wurde. Die Szene mit der Russischen Botschaft wurde in drei unterschiedlichen Gebäuden gefilmt, und zwar im historischen Hycroft Herrenhaus in der Shaughnessy-Section von Vancouver, im Cecil Green House am Campus der University of British Columbia sowie im Riverview Hospital. |
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