Kadosh
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Kadosh
Titel Irsael: Kadosh
Genre: Drama
Farbe, Israel, 1999

Kino Deutschland: 2001-07-19
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Kinoverleih D: Pegasos



Szenenfoto Seit zehn Jahren sind Meir und seine Frau Rivka verheiratet. Sie lieben sich leidenschaftlich, dennoch ist die Ehe kinderlos.

In Mea Shearim, dem ultra-orthodoxen jüdischen Viertel Jerusalems, ist dies ein Stein des Anstoßes für den Rabbi und die streng gläubige Gemeinde. Der Rabbi zwingt schließlich Meir, sich von Rivka scheiden zu lassen und die junge Haya zu heiraten. Rivka akzeptiert widerstandslos das Gebot des Rabbis. Sie zieht aus ihrem Haus aus und flieht in eine Welt des Schweigens und der Einsamkeit.

Rivkas Schwester Malka, die den rebellischen Yaakov liebt, wird vom Rabbi mit Yossef verheiratet. Malka spürt, dass es außerhalb des sicheren, streng geregelten Lebens der Gemeinde eine andere Welt gibt und reagiert, im Gegensatz zu ihrer Schwester Rivka, mit Rebellion.


SzenenfotoDarsteller: Yaël Abecassis (Rivka), Yoram Hattab (Meir), Meital Barda (Malka), Uri Ran Klauzner (Yossef), Yussef Abu Warda (Rabbi Shimon), Sami Hori (Yaakof), Lea Koenig (Elisheva), Rivka Michaeli (Gynäkologe)

Regie: Amos Gitaï

Stab: • Produzenten: Laurent Truchot • Drehbuch: Amos Gitaï, Eliette Abecassis, Jacky Cukier • Vorlage: - • Filmmusik: Philippe Eidel • Kamera: Renato Berta • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Miguel Markin • Schnitt: Monica Coleman, Kobi Netanel • Kostüme: Laura Dinulasco • Make Up: Ziv Katanov • Ton: Michel Kharat • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema 2001-07: Was wie ein archaischer Stoff aus einem fernen Jahrhundert klingt, spielt doch in der Gegenwart. Ein Leichtes wäre es gewesen, diesen religiösen Fundamentalismus zu denunzieren. Regisseur Amos Gitai aber wahrt einen differenzierten Blick. Er nutzt seine lange Erfahrung als Dokumentarfilmer und zeigt respektvoll und einfühlsam den Alltag der Gläubigen. Dabei richtet Gitai vordergründig nicht über die gelebte Tradition, offenbart aber gleichwohl seinen Standpunkt: Er will Frauen Mut machen, sich die Selbstbestimmung zu erkämpfen, die man ihnen vorenthält.

film-dienst 2001-15: Eine nahezu archetypische Liebesgeschichte in Form eines großen Klageliedes, dessen subversive Sprengkraft gerade in der formalen Zurückhaltung liegt, wobei der Film auch auf folkloristische und ethnografische Klischees verzichtet. Durch die Leidensgeschichte der Protagonisten werden die Toleranzgrenzen des Zuschauers ausgelotet, der sich fragen mußs, wie viel religiösen Fanatismus er ertragen kann.


SzenenfotoOscar ®


Dirk Jasper FilmLexikon
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