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Giuseppe De Metrio (Paolo Villagio) lebt, nachdem er 30 Jahre als Gastarbeiter in der Schweiz verbracht hat, wieder in seiner Heimat Apulien/Italien. Seine ganze Liebe gilt seiner kleinen Enkelin Carla (Francesca Pipoli), die blind ist. Die alleinerziehende Mutter von Carla, Lucia (Soraya Gomaa), lebt mit ihrem Bruder Roberto (Antonio Petrocelli), dem alten Giuseppe und der kleinen Carla gemeinsam unter einem Dach. Die Familie wartet auf grünes Licht für eine Netzhauttransplantation, die Carla das Augenlicht wiedergeben soll. Doch Carla steht weit unten auf der Warteliste einer italienischen Klinik.
Nachdem Giuseppe einen Herzanfall erleidet, spürt er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Giuseppe möchte das Kind vor seinem Tod operiert wissen. Er entschließt sich, mit Carla in die Schweiz zu reisen, um bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Gaston Broyer (Jean-Luc Bideau) das nötige Geld für die Augenoperation zu erbitten. Ohne eine Nachricht zu hinterlassen, setzt sich der Alte mit dem Kind in den Zug. Lucia macht sich große Sorgen um ihre kleine Tochter und ihren eigensinnigen Vater.Auf der Reise von Italien in die französischsprachige Schweiz schwelgt Giuseppe in goldenen Erinnerungen, doch schon mit der Ankunft in Genf wird klar, dass sich die Zeiten geändert haben. Die alten Banknoten sind nichts mehr wert, die Straßen sehen anders aus und die Menschen sind auch nicht mehr so freundlich wie damals. Das Lokal, in dem Giuseppe 30 Jahre lang sein Mittagessen einnahm, existiert zwar noch, aber warme Mahlzeiten gibt es nicht mehr und der alte Wirt ist auch schon längst nicht mehr da.
Giuseppe geht erwartungsvoll auf die Tore des Bauunternehmens Broyer zu, doch wird er weiter enttäuscht. Das Gelände ist verfallen und verlassen. Als er in dem heruntergekommenen Fabrikgebäude seinen ehemaligen Schlafraum betritt, erinnert sich Giuseppe an seinen damaligen Kollegen und Freund Giorgio (Renato Scarpa). Giorgio war immer davon überzeugt, dass Giuseppe sich von dem Arbeitgeber Broyer ausnutzen ließ, weil er diesem eine wertvolle Erfindung - einen neuartigen Teer, der den Straßenbau revolutionieren sollte - überließ.
Giuseppe sucht nun das Privathaus seines ehemaligen Arbeitgebers Broyer auf. Er erblickt Elizabeth Broyer (Marie-Christine Barrault) im Vorgarten und beobachtet sie verstohlen. Er traut sich jedoch nicht, das Grundstück zu betreten und wendet sich ab.
Giuseppe steigt mit Carla heimlich in den Laderaum eines Postautos, um Fahrgeld zu sparen. Als der überraschte Postbeamten seine "blinden Passagiere" entdeckt, bittet Giuseppe darum, ihn bei Pascal Broyer (Julien Boisselier), dem jetzigen Chef der Firma Broyer, abzusetzen. Pascal erkennt den alten Giuseppe sofort wieder und führt ihn durch eine Halle mit nagelneuen Straßenbaumaschinen, die jedoch nicht zum Einsatz kommen, weil es keine Aufträge gibt. Die Firma ist pleite.
Pascal bringt die beiden Gäste aus Italien mit seinem Motorrad endlich zu Gaston Broyer. Doch Giuseppe wird nun hart enttäuscht. Gaston Broyer lebt in einer Nervenklinik und spielt, gekleidet in eine alte Offiziersuniform, mit einer Spielzeugarmee. Trotz seiner Verwirrung erkennt er Giuseppe, seinen ehemaligen Vorarbeiter, wieder. Als Giuseppe den Grund seines Kommens erklärt, greift Gaston Broyer in eine alte Kiste und überreicht ihm mit großer Geste ein vergilbtes Papier: Das Patent, das Giuseppe einst entwickelte und das Broyer zu Reichtum verhalf. Doch das Papier ist wertlos geworden.
Nach einem erneuten Herzanfall begibt sich Giuseppe mit Carla zum Bahnhof, um nach Italien zurückzureisen. Er kommt an einem Werbeplakat vorbei, auf dem er seinen ehemaligen Kollegen Giorgio als Restaurantbesitzer wiedererkennt. Kurze Zeit später finden Giuseppe und Carla das Restaurant von Giorgio. Eine Hochzeitsfeier ist in Gange, die Gäste tanzen und singen zu dem Schlager "Azzurro" und schon bald unterhält Carla die Hochzeitsgesellschaft mit ihrer abenteuerlichen Reisegeschichte.
Zur selben Zeit sitzen die alten Kollegen gemeinsam in der Küche. Giorgio weist Giuseppe zurecht, der seinem Frust Luft gemacht und die Schweiz vor der versammelten Hochzeitsgesellschaft zum Teufel gewünscht hat. Dann erzählt Giuseppe dem alten Freund seine Geschichte. Giorgio, der es anscheinend zu Geld gebracht hat, wird dem Alten und dem Mädchen helfen.
Giorgios Fahrer Phillipe (Tom Novembre) bringt die beiden in die Villa der Broyers. Zum ersten Mal stehen sich Elizabeth Broyer und Giuseppe gegenüber. Die beiden lassen durchblicken, dass sie eine alte Liebe verbindet, die immer verheimlicht worden ist. Pascal Broyer ist ihr gemeinsamer Sohn, der jedoch nie erfahren hat, dass Giuseppe sein leiblicher Vater ist.
Am nächsten Morgen treffen Lucia und Roberto bei Elizabeth Broyer ein, sie haben die Spuren ihres Vaters zurückverfolgen können. Giuseppe und Carla sind jedoch schon weitergezogen: Carla ist in einer Genfer Augenklinik und wird operiert. Als Lucia und Roberto im Krankenhaus eintreffen, erleidet Giuseppe einen weiteren Herzanfall. Doch er kann sich noch einmal aufraffen, denn er hat eine letzte Aufgabe zu erfüllen: Er sucht Pascal Broyer. Wortlos umarmt er seinen Sohn, der auch ohne Erklärung versteht, dass sein leiblicher Vater vor ihm steht.
Die Familie De Metrio ist wieder in Apulien. Carla kann wieder sehen, sie darf sich die Farben für den neuen Hausanstrich aussuchen -AZZURRO (blau). Und Giuseppe tauscht am Ende ein altes Erinnerungsfoto von der Schweizer Firma Broyer gegen ein neues Familienfoto aus.
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| © Fotos: Delphi Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper |