Thema Nr. 1
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltDie vier Freundinnen • Interview mit Maria Bachmann • Filmplakat im Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Thema Nr. 1
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2000

Kino Deutschland: 2001-08-16
Laufzeit Kino: - Minuten
Kinoverleih D: Constantin Film



Szenenfoto Vier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die pragmatische und trendige Lektorin Paula, die taffe Karrierefrau Jutta, die emotionale Reisekauffrau Gabi sowie Franziska, die in der Arztpraxis ihres Freundes jobbt und von einer Hochzeit in Weiß träumt. Doch so verschieden sie und ihr Leben sind, eine Erfahrung eint die vier Frauen: der ständige Kampf mit und ohne Mann.

Gabi hat sich mit ihrem Freund Costas zerstritten. Eigentlich war's nur ein popeliger Anlass, doch irgendwie hat sich die ganze Sache zum emotionsgeladenen Trennungsdrama entwickelt. Jetzt sitzt sie in ihrer Küche, packt seine Klamotten in Umzugskartons und zerschneidet seine Hemden.

Szenenfoto Naja, ihre Freundinnen sind sich eh sicher, dass sie ihren Schnucki wieder aufnehmen wird, sobald er sich mit zerknirschtem Gesichtsausdruck bei ihr entschuldigt. Während Gabi das Ende ihrer Beziehung beweint, plant Paula einen neuen Anfang. Sie will eine Affäre! Keine Verpflichtungen, kein Gequatsche von gemeinsamer Zukunft oder gar Kindern. Nur reiner animalischer Sex! Aber warum sucht sie sich dafür ausgerechnet ihren Ex-Schwarm Hannes aus, der sie ja doch wieder nie zurückrufen wird? Doch Paula markiert das selbstbewusste Sexluder bis sie durchdreht, weil der Kerl nach ihrer heißen Nacht natürlich doch nicht auf ihre Anrufe reagiert.

Szenenfoto Franziska träumt derweil vom Heiraten. Den Mann dazu hat sie auch schon: Jörg, Urologe mit eigener Praxis und der perfekte Vater für Franziskas 4jährige Tochter Motte. Aber wenn alles so perfekt ist, warum kriegt sich Franziska dann gar nicht mehr ein über den Unbekannten, der in einem Restaurant mit ihr geflirtet hat? Warum will sie unbedingt seine Telefonnummer und was hat es zu bedeuten, dass ausgerechnet Jörg sie ihr besorgt?

Jutta kann über solche Probleme nur lachen. Sie hat ihr Liebesleben fest im Griff glaubt sie zumindest. Sie sucht sich jüngere Lover, weil die (nicht so abgefuckt sind, sondern noch zuhören). Aber: Wenn ihr Leben so perfekt ist, warum quatscht sie dann aber die ganze Zeit übers Kinderkriegen und ihre biologische Uhr, die tickt tickt tickt? Und warum mußs sie ihrem süßen Loverboy permanent durch die Weltgeschichte hinterhertelefonieren, wenn er ihr doch angeblich so zu Füßen liegt?

Männer machen Probleme. Zwar gibt's für Liebe und Sex einen Haufen wohlmeinender Ratgeber, aber eben kein Patentrezept. Das stellen auch die vier Freundinnen immer wieder fest, wenn sie sich treffen, wenn sie nächtelang essen, saufen, rauchen, kiffen, heulen und lachen. Und ganz oben steht dabei natürlich das Thema Nr. 1 ...


SzenenfotoDarsteller: Antje Schmidt (Paula), Nicole Marischka (Gabi), Sissy Höfferer (Jutta), Katarina Klaffs (Franziska), Luca Kolenda (Motte), Isabel Trimborn (Putzfrau)

Regie: Maria Bachmann

Stab: • Produzenten: Taclan Blaine Romey • Drehbuch: Maria Bachmann • Vorlage: - • Filmmusik: Rainer Kühn • Kamera: Rodger Hinrichs • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Thomas Knöpfel • Kostüme: Lucia Faust • Make Up: Henny Zimmer, Susanne Woerle • Ton: Wolfgang Wirtz • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Schrill, provokant, frech und authentisch. Dem Leben mal direkt ins Auge gesehen: Im Regiedebüt der Schauspielerin Maria Bachmann (Die Viersteins, Die Semmelings, Sommer und Bolten) dreht sich alles um Männer ohne dass ein einziger in dieser spitzzüngigen Satire tatsächlich in natura vorkommt.

film-dienst 2001-17: Der reizvolle Ansatz, Männer in diesem Mikrokosmos optisch auszusparen, wird leider von dem auf Oberflächenreize fixierten Drehbuch und einer überforderten Regie völlig verschenkt, sodass sich die vier gegen die Klischees anspielenden Darstellerinnen vergeblich bemühen, das Interesse an der auf Spielfilmlänge gestreckten Soap-Opera aufrecht zu erhalten.

Cinema 2001-08: Gekonnt entlarvt Bachmann damit so triviale wie tiefe Ängste - das wahre Leben also. Nur ist das leider zu stark im Doku-Stil des so genannten Reality-TV inszeniert. Keine gute Nachbarschaft.

Hörzu 2001-33: Gedacht als Mischung aus Satire, Drama und Komödie, aber ebenso wenig originell wie eine Beziehungsdiskussion in einer x-beliebigen Seifenoper.


SzenenfotoOscar ®



SzenenfotoBemerkungen


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