Heinrich der Säger
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Heinrich der Säger
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2001

Kino Deutschland: 2001-08-16
Laufzeit Kino: 94 Minuten
Kinoverleih D: Arsenal Film



Szenenfoto Nachts schlafen die Leut! Auch in der deutschen Provinz. Nur der Säger ist mit einem Trennschleifer auf den Gleisen unterwegs und sägt Stücke heraus. Er glaubt so, die Kommerzbahn zur Rücknahme von Streckenstilllegungen, Entlassungen und Privatisierung zwingen zu können.

Bislang ist alles gut gegangen, keine Spuren, keine Verletzten, Grantke warnt rechtzeitig. Hinter seiner Maske verbrigt sich Bahnhofsvorsteher Kurt Grantke, eigentlich verantwortlich für den ebenfalls von der Stilllegung bedrohten Bahnhof Storchenroda und mit Leib und Seele Eisenbahner. Seine Tocher Teresa fühlt sich mit ihrem Leib hingezogen zum Briefträger Heiko und mit ihrer Seele zur heiligen Jungfrau Maria. Ein Konflikt, der zunächst unlösbar scheint.

Szenenfoto Kommissar Stahl ist dem Säger auf der Spur. Unterstützt - oder behindert, darüber herrscht Unklarheit - wird er von seiner Assistentin Braun, einer jungen Polizistin, der es nicht nur in Kleiderfragen am richtigen Gespür mangelt. Zusammen bilden sie aber ein durchaus schlagkräftiges Team.

Kurt bekommt, wenn auch zunächst unfreiwillig, Unterstützung von Heiko, nebenberuflich Erfinder von elektronisch gesteuerten Weichenknackern. Als noch Tochter Teresa durch christliche Argumente von der gerechten Sache überzeugt werden kann, ist das Trio perfekt und erobert fortan als "Heinrich der Säger" die Herzen der Bevölkerung.

Szenenfoto Kommissar Stahl ist auch nicht untätig, er will den Säger dingfest machen, koste es was es wolle - auch eine Katastrophe.

Das Trio geht derweil aufs Ganze: Ein Jubiläumsdampfzug soll entgleisen und mit ihm der gesamte Bahnvorstand. Aber diesmal macht "Heinrich" einen entscheidenden Fehler.


SzenenfotoDarsteller: Rolf Becker (Kurt Grantke), Meret Becker (Teresa Grantke), Alexander Beyer (Heiko), Karina Krawczyk (Braun), Heinz Werner Kraehkamp (Kommissar Stahl), Wolfgang Winkler (Block), Eckart von der Trenck (Fred), Holger Fuchs (Gregor), Uwe Steimle (Pastor), Heribert Weber (Dr. Maegerle)

Regie: Klaus Gietinger

Stab: • Produzenten: Dr. Ralf Schneider • Drehbuch: Klaus Gietinger • Vorlage: - • Filmmusik: Klaus Roggors • Kamera: Hans Hager • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Fritz Günthner • Schnitt: Katrin Suren • Kostüme: Ute Noack • Make Up: Kathrin Westerhausen, Sylke Schneider • Ton: Florian Niederleithinger • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema 2001-08: Gedacht als stilisierte Burleske mit sozialkritischem Hintergrund, verströmt die Komödie allenfalls Bauerntheater-Atmosphäre - überzeichnete Figuren und biederer Humor torpedieren Gietingers redliche Absichten. "Heinrich, der Nervensäger" wäre der bessere Titel gewesen.

film-dienst 2001-17: Von boshaftem (Dialog)-Charme getragene Polit- und Provinzposse, stringent inszeniert und bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt. Vergnügliches "Railroad-Movie", das zu den Kostbarkeiten der deutschen Filmkomödien zählt.

Hörzu 2001-33: Der satirische Widerstand entgleist in ein überspanntes Holperstück.


SzenenfotoOscar ®



SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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