Ausführlicher Inhalt zu Das Sams

Szenenfoto Bruno Taschenbier (Ulrich Noethe) führt ein geordnetes Kleinstadtleben. Der schüchterne Schirmkonstrukteur wird sowohl von seinem Chef Oberstein (August Zirner) gepiesackt, als auch von der nicht weniger übellaunigen Vermieterin, Annemarie Rotkohl (Eva Mattes). Sein einziger Freund ist Anton Mon (Armin Rohde), der einen Privatzoo unterhält und genauso einzelgängerisch ist wie Taschenbier selbst.


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Alles ändert sich, als Taschenbier an einem Samstag auf dem Markt einkaufen geht. Dort begegnet er einem merkwürdigen puppengroßen Wesen mit Rüsselnase, blauen Punkten im Gesicht und wirr abstehenden roten Haaren. Die Marktfrauen rätseln, wer denn das Geschöpf ist, doch Taschenbier errät dessen Namen. Fortan sagt das Sams "Papa" zu ihm und weicht nicht mehr von seiner Seite. Versteckt in Taschenbiers Rucksack landet es schließlich in dessen Zimmer.

Szenenfoto Taschenbier packt panische Angst, dass seine strenge Vermieterin Frau Rotkohl den ungebetenen Gast bemerken könnte. Das Sams, inzwischen auf Kindgröße gewachsen und von schrecklichem Hunger geplagt, nagt an der Einrichtung und vertilgt den Rinderbraten, den Frau Rotkohl ihrem Untermieter in einem scheinbaren Anfall von Güte gebracht hat. Das Schlimmste aber ist: Das Sams lässt sich durch nichts aufhalten.

Will Taschenbier ihm Einhalt gebieten, fragt es nur frech: "Willst du es oder wünscht du es?" und Taschenbiers verzweifelter Wille bringt es kein einziges Mal zur Räson. So nimmt das Chaos seinen Lauf. Schließlich besucht das ungleiche Paar das Kaufhaus, um dem Sams zu einem unauffälligeren Äußeren zu verhelfen. Jede Anprobe endet mit einem kaputten Herrenanzug, weil die Atemübungen des Sams sämtliche Nähte zum Platzen bringen. Einzig ein blau-gelber Taucheranzug mit Flossen hält zur Erleichterung des Verkäufers (Heinrich Schafmeister) dem Test stand.

Szenenfoto Die Erleichterung schlägt jedoch schnell in Entsetzen um, als das Sams im Kaufhaus Feueralarm auslöst. Kein Wunder, dass Taschenbier schnell die Nase voll vom frechen Sams hat und die vorlaute Nervensäge wieder los werden will. Er setzt das ahnungslose Sams in ein kleines Flugzeug, das nach Auskunft des Piloten gerade in "Richtung Moskau, Hongkong, Peking" - auf eine ungewisse Luftreise - startet. Doch das Sams springt mit dem Fallschirm ab und landet direkt vor Taschenbiers Bürofenster.

Dann allerdings verrät ihm das Sams ein Geheimnis: Sein "Papa" kann sich alle Wünsche mit Hilfe der blauen Wunschpunkte, die das Sams im Gesicht trägt, erfüllen. Für Taschenbier beginnt ein neues Leben: Kühne Konstruktionszeichnungen gelingen, Frau Rotkohl ist nett zu ihm und er hat vorübergehend sogar einen leibhaftigen Eisbären in seinem Zimmer, der praktischerweise auch noch dem fiesen Nachbarn Herrn Lürcher (Gert Burkard) einen gehörigen Schrecken einjagt.

Szenenfoto Auch die amourösen Avancen, die er seiner neuen Kollegin Frau März (Aglaia Szyszkowitz) macht, gestalten sich leichter. Schließlich kann Taschenbier, der sich ebenso wie sein Chef Oberstein (August Zirner), in Frau März verliebt hat, mit einem - gewünschten - Oldtimer aufwarten. Dumm nur, dass Taschenbier nicht Auto fahren kann. Eifersüchtig beäugt das Sams die zarte Romanze und auch Oberstein ist sie ein Dorn im Auge, hat er sich doch selbst in die attraktive Frau März verliebt.

Schließlich hat Herr Taschenbier eine scheinbar geniale Idee: Er wünscht sich vom Sams eine Wunschmaschine, die alle Wünsche erfüllen kann. Als er seinem kauzigen Freund Herrn Mon davon erzählt, wünscht dieser sich umgehend, dass sein Papagei Herr Kules sprechen kann. Außerdem trifft Herr Mon bei dieser Gelegenheit auch die Liebe seines Lebens: Frau Rotkohl. Herr Taschenbier versucht derweil Frau März im Schwimmbad zu beeindrucken. Ein schwieriges Unterfangen, ist er doch wegen eines Wunsch-Fehlers komplett bekleidet im Becken gelandet.

Szenenfoto Diese Scharte will Taschenbier mit einem gekonnten Sprung vom Zehn Meter-Brett wieder auswetzen. Doch trotz der artistischen Leistung endet der Badeausflug im Fiasko, weil Frau März das Sams kennenlernt und vermutet, das Sams sei Herrn Taschenbiers Kind von einer anderen Frau. Während Herr Taschenbier sich frustriert auf eine einsame Insel wünscht und das Sams dort an Taschenbiers Vaterliebe zweifelt, ist die Affäre zwischen Anton Mon und Annemarie Rotkohl in vollem Gang. Sogar eine Dauerwelle hat sich Mon für seine Angebetete legen lassen. Doch dann geht einiges schief, das Sams gerät in Lebensgefahr und Taschenbier opfert den letzten Wunschpunkt, um seinem kleinen Freund das Leben zu retten.

Szenenfoto Aber ohne Wunschpunkte ist das Leben für Taschenbier schwerer als früher. Sein Chef schikaniert ihn noch übler, Frau März schneidet ihn und selbst sein Freund Mon spricht kein Wort mehr mit ihm.

Taschenbier ist verzweifelt. Als das Sams die Not seines Papas sieht, verrät es ihm das Geheimnis neuer Wunschpunkte. Doch bei der rituellen Wunschpunktbeschwörung bei Vollmond am Freitag um Mitternacht unterläuft Taschenbier ein Fehler und nicht das Sams bekommt die Wunschpunkte, sondern sein Papa. Nun darf sich das Sams die verrücktesten Wünsche erfüllen und die bringen Taschenbier zwar zu einer Tanz-Performance im Nobellokal, aber der angebeteten Frau März garantiert nicht näher ...

© Fotos: Kinowelt © 1994 - 2010 Dirk Jasper