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"Wir haben uns vor Lachen auf dem Boden gekugelt, als wir dieses Drehbuch geschrieben haben," erinnert sich Rob Schneider grinsend an die Zusammenarbeit mit Tom Brady. Für Brady, der Fernsehserien wie "The Simpsons" und "Home Improvement" schrieb, ist Animal - Das Tier im Manne die erste Arbeit für die große Leinwand. Schneider und er lernten sich kennen, als sie beide Executive Producers bei der NBC-Produktion "Men Behaving Badly" waren und bald feststellten, dass sie beide ähnliche Vorstellungen vom Kino hatten und davon, wie man sie in neuen Projekten fruchtbar machen könnte.
"Die Geschichte handelt von einem Typen, der versucht, nicht zu einem Tier zu werden, und den Kampf verliert," fährt Schneider fort. "Der Bursche versucht Mensch zu bleiben, aber gegen die vielen verschiedenen Tierorgane in seinem Körper kommt er nicht an."
Schneider, der bereits bei Rent-A-Man die Hauptrolle spielte, sowie einer der Stars in der Sitcom "Men Behaving Badly" war, macht seine Familie für seine komödiantische Ader verantwortlich: "Wir hatten keine Musik-Schallplatten bei uns zu Hause, sondern Comedy-Aufzeichnungen. Im Kino kamen nur Komödien infrage. Ich liebte zum Beispiel "Blazing Saddles". Peter Sellers war ein erstaunlicher, sehr körperlicher Komödiant, und Monty Python markiert für mich den komödiantischen Höhepunkt des 20. Jahrhunderts. Das hatte großen Einfluss auf mich."
"Rob ist unglaublich," sagt sein Regisseur Luke Greenfield. "In diesem Film geht er über sämtliche körperlichen und geistigen Barrieren. Egal, wann und wo man eine Kamera auf ihn richtet, es kommt immer etwas Komisches dabei heraus. Man mußs sich ihm einfach nur anvertrauen, und schon hat man seinen Film! Ich hatte großes Glück, bei meinem ersten Kinofilm mit Rob zusammenarbeiten zu können."
Greenfield war gerade mit dem Schneiden eines Kurzfilms beschäftigt, als man bei den Revolution Studios auf seine Arbeiten, die er an der University of Southern California realisiert hatte, aufmerksam wurde. Bevor er sich versah, wurde er als Regisseur verpflichtet und fand sich damit beschäftigt, sich nach den geeigneten Drehorten für Animal - Das Tier im Manne umzusehen. "Das war wie ein Traum," sagt er. "Alles ist irrsinnig schnell gegangen. Ich hatte keine Zeit, es überhaupt irgend jemandem zu erzählen. Ich konnte noch nicht mal meine Freunde anrufen. Von heute auf morgen steckte ich mitten in der Drehvorbereitung für einen Film, und ich war der Regisseur! An Herausforderungen war dabei kein Mangel - wir mußsten uns mit Tieren wie Dachsen und Pumas auseinandersetzen, mit Kindern und mitten in der Nacht drehen, teilweise im Wasser - aber mir stand ein tolles Team zur Seite."
Als eines der größten Probleme stellte sich heraus, das Lachen während der Takes zu unterbinden: "Die Turtelszene mit Rob und der Ziege war völlig verrückt! Alle mußsten sich abwenden, um sich wieder einzukriegen. Dann war da eine Szene, in der Dr. Wilder Rob einen Kratzschutz überstülpt. Michael Caton, der Wilder spielt, drehte sich aus dem Bild und fing an zu lachen, während Rob irgendwie die Szene zu Ende bringen mußste. Bei einer anderen Szene, speziell die zwischen Rob und Colleen hat es mich so erwischt, dass ich einfach vom Set gehen mußste. Jemand anderes hat "cut" gerufen," fährt er fort.
Wie schon bei Rent-A-Man sah sich Schneider mit der Aufgabe konfrontiert, als Schauspieler die Suppe auszulöffeln, die er sich als Autor eingebrockt hatte: "Wenn ich eine Szene schreibe, denke ich nie daran, wie es ist, sie selbst zu spielen. Das sind zwei völlig verschiedene Arbeiten." erklärt er. "Aber dann steht man plötzlich da im Scheinwerferlicht und denkt sich 'Wie bitte? Ich werde von einem Orang Utan gewürgt? Welcher Spinner hat sich das bloß ausgedacht?'" Schneider, der durch seine Figur des Richmeister bei "Saturday Night Live" zur Berühmtheit wurde, bekennt, dass er es sehr genossen hat, einen 'tierischen' Typen darzustellen. "Als Schauspieler macht es mehr Spaß, jemanden zu spielen, der immer versucht, sich nicht wie ein Tier zu benehmen, als einen Kerl, der sich wie ein Tier aufführt."
Die hündischen Anteile der Figur Marvin Mange forderten ihren Tribut insofern, als Schneider auch einige Eigenarten dieses Haustiers annehmen mußste, zum Beispiel das Beinchen-Heben. Außerdem lernte er, wie ein Affe auf Bäume zu klettern, gleich einem Delfin zu schwimmen und im Stil eines Geparden durchs Gelände zu rennen. Aber nichts war körperlich so herausfordernd, wie sich, nach Hunde-Manier, selbst sauber zu lecken. Zwar zauberte die Effekt-Abteilung ein künstliches Bein für Rob, doch dieser offenbarte seine Gelenkigkeit und sein Yoga-Können, indem er sein eigenes Bein hoch genug für diese Einstellung hob. Nach langen Einstellungen in dieser Haltung jaulte er jedoch vor Pein und war glücklich, als man ihm seine Prothese präsentierte.
An seiner Seite gibt Colleen Haskell, die durch die Fernsehshow "Survivor" bekannt wurde, ihr Kinodebüt in der Rolle der Rianna - einer Frau, die Marvins wahrhaft tierische Instinkte erweckt.
Nachdem sie ein Jahr lang auf einem Baum gelebt hat, um diesen zu retten, begegnen sich Rianna und Marvin erstmals persönlich in einer Herrentoilette und dann erneut, als er sich ein Wettrennen mit einem Hund liefert. "Sie hat ein großes Herz und arbeitet in einem Tierheim, wo sie sich um ausgesetzte Tiere kümmert," erklärt Schneider. "Sie fühlt, dass ich wie eines dieser Tiere in ihrem Tierheim bin."
"Colleen ist ein Naturtalent," lobt Regisseur Luke Greenfield. "Sie ist so geerdet," fährt er fort und erinnert sich an ihre ersten Tage am Set. "Es mußs ziemlich beängstigend für sie gewesen sein. Ich kann mich noch an ihre ersten Szene erinnern. Ich fing an, ihr mit irgendwelchem Filmkauderwelsch etwas zu erklären, bis sie mich unterbrach und sagte: 'Weißt du, ich verstehe diese Sprache nicht. Rede mit mir wie mit einem kleinen Kind.' Und so erwiderte ich: 'Dann sprich auch du so mit mir, denn ich weiß ehrlich nicht, was ich hier eigentlich genau tue!' Sie war völlig unkompliziert. Ich hätte mir nichts Besseres wünschen können."
Die in Bethesda, Maryland geborene Colleen Haskell erinnert sich daran, dass sie gerade beim Packen war und quer durch die Staaten reisen wollte, als sie die Einladung zum Casting erhielt. "Es ist alles sehr, sehr schnell gegangen. Die Arbeit mit Rob hat viel Spaß gemacht. Er machte es so einfach für jemanden, der noch nie an einem solchen Projekt mitgearbeitet hat. Ich möchte ihm sagen, dass er mir alles beigebracht hat, was ich heute weiß. Wenn ich schlecht bin, ist alles seine Schuld. Wenn ich aber gut bin, dann mußs alles Lob an ihn gehen."
"Jeder, der bei diesem Film dabei war, hat sich in Colleen verliebt," so Schneider. "Sie isteinfach ein Sweetheart." Als echte Tierliebhaberin waren die Dreharbeiten mit teilweise bis zu 15 Hunden für sie auch ein großer Spaß. "Die gehorchten zwar nicht immer, aber sie waren so süß, dass es einfach Spaß machte, mit ihnen zu arbeiten." Das 'Tier' Rob Schneider fing sich aber von seinem weiblichen Co-Star einen Korb ein, als er sie bat, auch mit zu ihr nach Hause kommen zu dürfen. "Das wäre mir zuviel Verantwortung gewesen," lacht sie.
"Leider waren mir nur ein paar Minuten mit ihr vergönnt," seufzt Ed Asner bei der Erinnerung an sein viel zu kurzes Rendezvous mit Colleen Haskell am Set.
"Es war aufregend, dass wir Ed für das Projekt gewinnen konnten," erzählt Rob Schneider. "Er spielt Chief Wilson, der auf seinem Polizeirevier in dieser kleinen Stadt über Jahre hinweg wirklich nicht viel zu tun hatte. Darüber ist er ein wenig wunderlich geworden. Das Auftauchen eines unbekannten Raubtiers in der Gegend ist ein großer Fall für ihn, also gibt er sich richtig Mühe. Wir sehen sämtliche Macken seines Charakters, was für viele Lacher sorgt: Sein Gefühl für Timing ist großartig. Es hat ungeheuren Spaß gemacht, mit ihm zusammenzuspielen."
"Ed Asner war der Lieblingsschauspieler meiner Mutter," so Regisseur Luke Greenfield lachend. "Er besitzt ungeheuren Sportsgeist und ist ein toller Kerl. Er hat mit der Darstellung dieses höchst bizarren Polizeichefs einen fantastischen Job hingelegt. Er ist zum Totlachen! Als ich meinen Eltern einige Muster auf Cassette zeigte, konnten sie kaum glauben, dass es tatsächlich Ed war, der all diese schrägen Sachen machte."
Über die Zusammenarbeit mit Rob Schneider sagt Asner: "Er behandelte mich wie einen Gentleman, und ich behandelte ihn wie einen König. Unsere Freundschaft wird nie im Leben zerbrechen."
Der australische Schauspieler Michael Caton spielt den exzentrischen Wissenschaftler Dr. Wilder, der Marvins Leben rettet, indem er ihm Tierorgane einpflanzt. Auf diesem Wege stellt Marvin nicht nur seinen größten medizinischen Erfolg dar, sondern wird zugleich auch eine Art Haustier von Dr. Wilder.
"Sobald er diese Transplantate in sich trägt, haben Hunde, die ihn früher angriffen, Angst vor ihm," lacht Caton. "Marvin ist ein schwächlicher und sanftmütiger Mann, der Polizist werden will. Und das stellt sich als eine fast übermenschliche Aufgabe für ihn heraus."
Caton, der in seiner Heimat Australien bereits in vielen Kinoproduktionen zu sehen war, führt aus: "Unsere Komödien sind eher handfest. Wir lieben Helden wie Abbott und Costello und Jerry Lewis. Als Rob Schneider mich für dieses Projekt ansprach und mir das Drehbuch zeigte, dachte ich: 'Wow, das ist meine Chance hervorzutreten und meinen Helden nachzueifern. Meine Rolle ähnelt sehr dem Peter Sellers-Typ. Er war ein großes Vorbild für mich, und zugleich habe ich damit die Chance, aus dem Rollenschema auszubrechen, das hier in Australien für mich existiert. Ich werde ständig als unkomplizierter Bursche besetzt."
Rob Schneider und Adam Sandler entdeckten Caton in dem Film "The Castle" und nahmen mit seinem Agenten in Sydney Kontakt auf. Caton erinnert sich: "Sie wollten, dass ich ihnen etwas auf Cassette vorsprechen sollte. Mein Sohn war gerade mit der Schauspielschule fertig, und so spielten wir in unserem Gästezimmer vor einem Batiktuch eine kleine Szene, die wir mit einer Mini-DV-Kamera aufzeichneten. Unmittelbar darauf 'flüchteten' wir aus Australien, weil gerade dieser ganze Olympiarummel losbrach und fuhren nach Marokko. Da war ich nun in Tanger und bekam einen Anruf von Rob, in dem er mich fragte, ob ich in seinem Film mitspielen wollte. Ich erwiderte nur: 'Auf jeden Fall!', stürmte die Treppe hinunter und sagte zu meiner Frau: 'Lass uns feiern, Baby! Ich hab' die Rolle!' Ich hatte vorher noch nie mit einer amerikanischen Filmcrew gearbeitet. Das war ein sehr positives Erlebnis."
Der durch die Serie "Die Sopranos" zu Ruhm gekommene Louis Lombardi spielt Fatty, einen der wenigen Verbündeten Marvins im Polizeirevier. Lombardi beschreibt seinen Charakter als 'den lustigen Unbedarften'. "Es war alles sehr lebendig und quirlig," so erzählt er. "Wir hatten viel Raum zum Improvisieren. Wenn man mit jemandem wie Rob zusammenarbeitet, färbt das unvermeidlich auf einen ab. Sein Humor ist wahrscheinlich ansteckend."
John C. McGinley, der in über fünfzig Filmen spielte, darunter fünf Oliver Stone-Produktionen (von Platoon bis An jedem verdammten Sonntag), ist Sergeant Doug Sisk, der Polizist, der Marvin zur Strecke bringen will. Er ist Marvins direkter Vorgesetzter und Partner. "Die zwei sind wie Feuer und Wasser," führt McGinley aus. "Sisk ist ein absoluter Ehrgeizling, und Marvin stellt für ihn so etwas wie Ungeziefer dar, das unbedingt eliminiert werden mußs. Ich habe mich mit Leib und Seele in dieses Casting eingebracht, weil ich unbedingt mit Rob zusammenarbeiten wollte," fährt er fort. "Er ist ein wildes, talentiertes Kind."
"Johnny C. war auf Anhieb unser Mann," so Regisseur Luke Greenfield. "Er verschlingt förmlich Drehbücher. Es ist unmöglich jemanden zu finden, der sich mehr in seine Arbeit hineinkniet. Er ist sehr intelligent und hat unglaubliche Ideen."
"Ich wollte einen starken Kontrast zwischen Rob und mir schaffen," fügt McGinley hinzu. "Dafür legte ich gut 12 Kilo zu. Man engagierte einen Trainer für mich, und so tat ich nichts weiter als Kraftfutter zu verputzen und Gewichte zu heben. Ich wollte, dass dieser Muskelprotz förmlich aus seiner Kleidung platzt."
"Seit Reagan die Nervenheilanstalten schließen ließ, ist McGinley eine Bedrohung für die Öffentlichkeit gewesen," witzelt Schauspielerkollege Ed Asner, der drei Monate lang mit McGinley bei der Miniserie "Cruel Doubt", an der Seite von Gwyneth Paltrow, spielte.
"Ed hat ein unglaubliches Gespür für Pointen," gibt McGinley zurück. "Er ist ein echter Pfundskerl." Und Regisseur Luke Greenfield fügt hinzu: "Wenn ich mir anschaue, wie viel Talent in diesem Film auf einem Fleck zusammenkam, habe ich einfach wahnsinnig Glück gehabt. Man mußs diesen Schauspielern nur sagen: 'Du stehst jetzt hier und hast einen Spielraum von 1,50 m nach links oder nach rechts', und dann legen sie einem etwas hin, wovon man nicht einmal geträumt hat."
Zusätzlich zur menschlichen Besetzung kommt in Animal - Das Tier im Manne jedoch auch die Riege leidenschaftlich mitarbeitender Profis mit Pelz und Gefieder. Der erfahrene Tiertrainer Steve Berens, der erst vor kurzem Adam Sandler vierbeinigem Partner 'Beefy die Bulldogge' (in Little Nicky) die Schauspielerei 'beigebracht' hat, war für die Koordination der verschiedensten Tierauftritte bei diesem Projekt zuständig. Bei den fast sechzig Tieren, die er trainieren mußste - "inklusive Rob Schneider," grinst er - , war Steve in seinem Element. "Wir hatten einen Papagei, den Rob zu essen versucht, einen Hund, der ihn anfällt und eine Ziege, die bei Rob kaum zu kontrollierende Gelüste auslöst.," lacht er.
In einer Szene sollte Rob einen frisch geschlüpften Vogel etwas aus seinem Mund picken lassen. Doch die Proben liefen ganz anders als geplant. Die Vogeltrainer hatten ihren kleinen Schützling nicht gefüttert, und so war das Kleine so ausgehungert, dass es einfach nur in Robs Lippe hackte und ständig die Körner in seinem Mund verfehlte. Als die Szene schließlich gedreht wurde, fütterten die Trainer den Vogel unmittelbar bevor die Kameras liefen, er benahm sich 'anständig' und holte sich die Nahrung sehr sanft, ja fast zärtlich aus Robs Mund. Er schien eher neugierig als hungrig zu sein.
Diese Vogelszene ist ein perfektes Beispiel für die Arbeitsphilosophie des Tiertrainers Steve Berens: Nach dessen Angabe mußs es stets Ziel sein, dafür zu sorgen, dass sich jedes einzelne Tier am Set wohlfühlt. "Dazu bedarf es intensiver Vorbereitungen, damit sie sich an alles am Drehort gewöhnen können," erklärt Berens. "Diese Herangehensweise ist fair für das Tier. Selbst wenn wir Szenen haben, in denen die Tiere verängstigt oder verschreckt reagieren sollen, gehen wir natürlich nicht hin und scheuchen sie auf. Ihre Reaktionen sind sorgfältig antrainiert, und dass sie abrufbar sind, dafür braucht es Gewöhnung und Vertrauen, Konzentration und Gelassenheit."
Ausstatter Alan Au führt aus, dass er für jedes einzelne Tier dessen natürlichen Lebensraum berücksichtigen mußste, als er das bizarre 'Scheunenlabor' des Dr. Wilder entwarf. "Es mußste so wirken, als ob all diese Tiere dort mit Dr. Wilder zusammenleben," so Au, der darüber hinaus auch sicherstellen mußste, dass jedes Tier sein 'Revier' hatte, und dies ohne Käfige oder Gehege. Um beispielsweise dafür zu sorgen, dass der Schimpanse sich in seinem neuen Heim wohlfühlte, mußste Au die Hilfe verschiedener Tiertrainer in Anspruch nehmen. Um dem Tier die Gelegenheit zu geben, während der langen Einstellungen ein wenig Dampf abzulassen, wurde eine Schaukel am Drehort installiert. Zwar befürchtete man, dass sich der Affe und der nicht minder hyperaktive Rob Schneider um den Platz auf der Schaukel streiten würden, doch erwies sich Rob dann doch als etwas vernünftiger, und er ließ dem Schimpansen immer wieder brav den Vortritt.
Tiertrainer Steve Berens fügt hinzu, dass er Schneider zwar in einigen Szenen mit Rat und Tat zur Seite stand, der Schauspieler und Komödiant aber im Großen und Ganzen ein Naturtalent sei, was tierisches Verhalten betrifft. Mit offensichtlichem Vergnügen tauchte er in seine Rolle ein gelegentlich auch im wahrsten Wortsinn: So steckte er für die Szene, in der Marvin nach einem Wels schnappt, seinen Kopf in ein Aquarium und tobte auch mit der Grazie eines Delfins durch ein Wasserbecken, wobei er mehr schluckte, als ihm lieb war.
Für die Delfin-Szene wurde Schneider in ein Gurtwerk geschnallt, das unter Wasser auf Schienen installiert war. In dieser Sequenz wurde Rob tatsächlich, egal ob über oder unter Wasser, zum menschlichen 'Flipper'. "Ich wollte, dass die Leute mich wirklich erkennen," so Schneider.
Dies war jedoch nicht der einzige Stunt, den die Schauspieler selbst ausführten. Für die Szene, in der Sisk das echte Wesen von Marvin entdeckt, mußste der Schauspieler über eine 8 Meter breite Bodenspalte springen, die in der Nähe von Los Angeles gebaut wurde. Während Sisk Marvin verfolgt, springt dieser über den Abgrund, um seinen Gegner abzuschütteln. Sisk sieht diesen Sprung und denkt sich, dass es doch gelacht sei, wenn er diesen Sprung nicht schaffen würde. Rob Schneider gelang der Sprung mit Hilfe eines Kranes und dem Wunder der Hydraulik. Als jedoch die Reihe an John C. McGinley war, stolperte er über eine Vertiefung, was zu einem Muskelriss im Oberschenkel führte. Glücklicherweise befand sich der Schauspieler in so guter körperlicher Verfassung, dass er die Arbeit bereits nach wenigen Tagen wieder aufnehmen konnte. Für den Rest der Szene mußsten Rob und John C. fast einen ganzen Tag lang über dem Abgrund hängen, und obwohl es sich um eine körperlich äußerst anstrengende Szene handelte, gelang es beiden dennoch, die Situation mit komischen Momenten aufzupeppen.
Im Anschluss riskierte Schneider noch einmal Leben und Gesundheit für die Szene, in der der übereifrige Sergeant Sisk mit einem Gelände Pick-Up hinter ihm her jagt. Für diese Einstellung wurde die Kamera aufgebaut, und die Crew brachte sich in Sicherheit. Sowohl das Auto als auch Rob steuerten direkt auf die Kamera zu, und Rob wich kurz davor nach rechts aus, während der Pick-Up nach links abdrehte. Als er sich die Szene auf dem Kontrollmonitor ansah, zeigte sich Schneider zur allgemeinen Erleichterung bereits mit der ersten Einstellung zufrieden. Bis zu diesem Moment hatte er keine Ahnung, wie nahe ihm der Pick-Up tatsächlich gewesen war.
"Jeder ist für diesen Film mehr oder weniger zum Tier geworden," so Schneider. "Ich eingeschlossen. Es ist verrückt, aber ich schätze, egal wie groß oder wie klein die animalischen Teile in einem sind - man akzeptiert sich gegenseitig. In diesen Film ist viel Liebe eingegangen. Ich will, dass die Menschen ein gutes Gefühl haben, wenn sie ihn sehen, und sich dabei amüsieren."
"Bei uns in Australien gibt es ein Sprichwort, dass man das Leben immer mit einem leichten Lachen anpacken soll," fügt Michael Caton hinzu. "Und wenn Sie ein wenig lachen möchten, dann setzen Sie sich in Bewegung und sehen Sie sich diesen Film an."
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