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Berlin im Winter 1932. Es findet eine Gerichtsverhandlung statt, die der Staatsanwalt zu einem politischen Schauprozess machen will. Doch die Angeklagten, die legendären Einbrecher Franz (Ben Becker) und Erich Sass (Jürgen Vogel) haben mit ihrer charmant-frechen Art das Publikum auf ihrer Seite. Man spürt, dass selbst der Kriminalsekretär Fabich (Henry Hübchen), der die Brüder seit ihrem ersten Bankeinbruch gejagt hat und nun als Zeuge aussagt, Sympathie für sie empfindet.
Ein Jahr später. Wie die Presse meldet, sollen die Sass einen weiteren Tresor auf spektakuläre Weise geknackt haben. Erneut werden die Brüder verhaftet. Der Druck, den die Vorgesetzten auf Fabich ausüben, ist enorm. Doch wieder fehlt es an Beweisen, und er mußs die beiden einmal mehr als freie Bürger aus dem Präsidium entlassen.
Die Brüder sind kaum wieder zu erkennen. Sie machen keinen Hehl aus ihrem plötzlichen Reichtum - elegante Kleidung, ein Mercedes-Cabrio. Doch trotz des neuen Lebensstils haben sie ihre Herkunft nicht vergessen. Alte Freunde finden plötzlich Geldscheine in den Briefkästen und können Schulden bezahlen. Franz und Erich Sass werden immer beliebter und als Volkshelden gefeiert.
Dadurch aber machen sie sich auch neue Feinde: In der Mulackritze, der Stammkneipe der beiden, verlangt die Immertreu-Bande um Muskel-Adolf (Martin Feifel), die den Kiez kontrolliert, ihren Anteil. Doch Franz und Erich wollen nicht zahlen.
Sie genießen das Leben und die Liebe in den wilden Zwanzigern. Während Erich seiner alten Jugendfreundin Gertrude (Julia Richter) wiederbegegnet, trifft Franz die extravagante Jüdin Sonja Weiss (Jeanette Hain). Sonja ist mit Leon Weiss, einem der Chefs der Diskonto-Bank verheiratet. Doch Franz wird die Liebe ihres Lebens.
Die Brüder Sass weigern sich weiterhin standhaft, Schutzgelder an die Immertreu-Bande zu zahlen. Erst als ihr Vater brutal ermordet wird, sind sie zu einem Gespräch bereit. Zum Schein bieten Franz und Erich der Bande einen gemeinsamen Raubzug an, den Gertrude der Polizei "verrät". Bei dem Großeinsatz werden die Ganoven erschossen, die Brüder Sass können unbemerkt flüchten und setzen sich eine Zeit lang nach Venedig ab.
Dort genießen sie ausschweifende Tage mit Sonja, bis deren Mann Leon im Hotel auftaucht. Leon sitzt im Vorstand der Diskonto-Bank, die acht Millionen Mark an Wahlkampfgeldern der NSDAP verwaltet; er hat - als Jude - dagegen gestimmt und soll nun von seinem Posten entbunden werden. Franz' und Erichs Plan für den nächsten gigantischen Einbruch wird immer konkreter.
Bei ihrer Ankunft am Anhalter Bahnhof werden Sass-Brüder bereits mit Spannung von der Presse erwartet und wie Helden gefeiert. Doch die Freude, wieder zu Hause zu sein, ist nur von kurzer Dauer. Leon Weiss wird auf offener Straße von den Nazis erschossen und Sonja trennt sich in ihrem Schmerz von Franz. Sie will nicht noch einmal den Verlust eines geliebten Menschen erleben müssen.
Franz und Erich Sass ziehen in eine Villa und beginnen dort, ihren größten Coup vorzubereiten. Ihr Ziel ist der Diskonto-Bank-Tresor, der als uneinnehmbar gilt. Vor ihrem Haus und vor sämtlichen Geldinstituten werden Wachen postiert. Aber den Brüdern gelingt es, die Polizei auszutricksen.
Tag und Nacht graben sie unbemerkt in der Kanalisation einen Tunnel in Richtung Diskonto-Bank. Als sie endlich völlig erschöpft die Wand des Tresors erreichen, wird plötzlich die Polizei alarmiert. Der seit Tagen im Tresorraum postierte Wachmann hat sie gehört. Nach einer kurzen Aufforderung, sich zu ergeben, lässt die Polizei den Tunnel fluten. In dem Glauben, dass die Brüder ertrunken sind, werden alle Wachen abgezogen. Doch wieder konnten Franz und Erich in letzter Sekunde unbemerkt entkommen. Indirekt hat ihnen die Polizei sogar geholfen. Denn der lange Aufenthalt des Wachmannes im Tresor war nur durch einen gesonderten Lüftungsschacht möglich. Und dieser verschafft den Brüdern jetzt einen ungestörten Zugang.
Wie im Rausch brechen sie die 400 Schließfächer auf, denen ihre Besitzer neben Geld auch ihre größten Schätze anvertrauten. Der Schock bei der Berliner Polizei ist unvorstellbar, der Ruf der Brüder Sass als "die Meisterdiebe" endgültig bestätigt. Gemeinsam mit Gertrude wollen sie über Dänemark in die USA flüchten. An der Grenze wird das Trio jedoch erkannt. Der verzweifelte Versuch, dänischen Boden zu erreichen, scheitert. Die deutsche Polizei schießt auf das Fluchtauto. Die Brüder Sass werden nur leicht verletzt, doch Gertrude stirbt noch im Wagen.
Das war vor wenigen Wochen.
Jetzt warten alle gespannt auf die Urteilsverkündung. Der Richterspruch aber sorgt für eine Überraschung: Franz und Erich Sass werden freigesprochen. Man kann ihnen nichts nachweisen. Im Gerichtsflur trifft Franz zum ersten Mal wieder auf Sonja. Ein kurzer Blick genügt, und sie wissen, dass sich an ihrer Liebe zueinander nichts geändert hat. In großer Eile wird die Ausreise nach Amerika vorbereitet. Sonja soll die Brüder am Hamburger Hafen treffen.
Ein letztes Mal treffen sich Franz und Erich vor ihrer Stammkneipe, der Mulackritze, um gemeinsam ihre Reise nach Hamburg anzutreten. Doch bevor sie ihren bereitgestellten Wagen erreichen, werden die Brüder von Kugeln durchsiebt. Franz kann Fabich, der den Brüdern noch zu Hilfe kommen wollte, in den wenigen Sekunden vor seinem Tod noch ein Versprechen abnehmen.
Statt seiner fährt Fabich nach Hamburg, um sich mit Sonja zu treffen. Er überreicht ihr einen Koffer voller Geld. Sonja weiß, dass dies die letzte Nachricht der Brüder Sass gewesen ist. Und sie weiß, dass ihr Kind niemals seinen Vater kennen lernen wird.
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| © Fotos: Constantin © 1994 - 2009 Dirk Jasper |