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Königin Margarete mußste klein beigeben und zog ihre Truppen wieder ab. Auf der Ostsee sollte eigentlich wieder Frieden herrschen, doch Störtebeker und Konsorten hatten so viel Spaß am Schiffeversenken, dass sie gar nicht mehr aufhörten, und auch die Hanse war nicht mehr sicher vor ihnen. Dem mußste Einhalt geboten werden, und so schickte man den Seeräubern eine mächtige Flotte auf den Hals. Störtebeker konnte an die Nordsee flüchten, wo er von den Friesen mit offenen Armen aufgenommen wurde. Die standen mit der Hanse nämlich selbst auf Kriegsfuß. In Marienhafe fanden die Piraten eine neue Heimat und nannten sich fortan die "Likedeelers", was so viel wie zu gleichen Teilen heißt. Denn was ihnen in die Hände fiel, wurde mit den Friesen geteilt. Das konnte natürlich nicht lange gut gehen. 1400 wurde der Bund von der Hanse zerschlagen, und wieder mußste Störtebeker das Weite suchen. Nun stellte er sich in den Dienst von König Albrecht von Holland, der mit den Hanseaten auch noch ein Hühnchen zu rupfen hatte.
Störtebeker bekam ein neues Schiff, das er "Roter Teufel" nannte, doch bei einem Gefecht vor Helgoland konnte seine Mannschaft schließlich überwältigt werden. Am 20. Oktober des Jahres 1401 sollten Störtebeker und seine siebzig Männer in Hamburg ihren Kopf verlieren. Doch die Legende sagt, dass Störtebeker noch ein letzter Wunsch gewährt wurde. Jeder seiner Männer, an dem er kopflos noch vorbei schreiten könnte, würde am Leben bleiben. Elf soll Störtebeker noch geschafft haben ...
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| © Fotos: Buena Vista © 1994 - 2010 Dirk Jasper |