Ausführlicher Inhalt zu Spy Kids

Szenenfoto Schlafenszeit für die beiden Cortez-Kinder - aber nicht, bevor ihre Mutter Ingrid (Carla Gugino) wie fast jeden Abend die "Geschichte der zwei verliebten Spione" erzählt, in der mehr als genug Abenteuer für den kleinen Juni (Daryl Sabara) und reichlich Romantik für seine schon zehnjährige Schwester Carmen (Alexa Vega) stecken.


Es war also einmal ... eine internationale Spitzenagentin, die bei der Mission scheiterte, den besten Mann der Gegenseite auszuschalten. Denn wie sich herausstellte, hatte ihr Gegner umgekehrt den selben Auftrag. Und doch versagten beide, obwohl es unter der Sonne keine zwei Spione gegeben hatte, die cleverer, cooler, eleganter und gefährlicher waren. Denn die beiden verliebten sich ineinander, schlossen den Bund der Ehe und zogen sich aus dem Spionagegeschäft zurück, nachdem ihre Hochzeitstorte von Finsterlingen in Stücke gebombt wurde. Und wenn sie nicht gestorben sind ... dann haben sie vermutlich schnuckelige Kinder und sehnen sich nur nach ihren Himmelfahrtskommandos zurück, wenn ihnen der riskanteste aller Spezialaufträge dafür Zeit lässt - die Elternschaft.

Szenenfoto dass es sich bei diesen beiden Spionen um ihre Mutter Ingrid und ihren Vater Gregorio Cortez (Antonio Banderas) handelt, ahnen die Kinder nicht im Traum. Schon gar nicht der junge Juni. Ein so nervöser Knabe, dessen inneren Ängste in äußeren Warzen ihren Ausdruck finden und der nicht eben mutiger wird, wenn sein alter Herr vor der Schule wie ein Weichei herumsteht.

Umso radikaler ist die Verwunderung der Geschwister, als ihre Eltern eines Tages zu einer ominösen "Tante Gradenko" aufbrechen - und ihr Onkel Felix (Cheech Marin) sie kurz darauf plötzlich in einen Geheimgang zerrt, als im ganzen Haus Alarmsignale ausgelöst werden. Nun geht alles ganz schnell. Die Cortez-Kids erfahren von der wahren Identität ihrer Eltern und flüchten in einem wundersamen U- und Schnellboot, nachdem ihr Onkel von einer Menge maskierter Mistkerle gefangen wird. Sie sollen sich einprägen, dass das "dritte Gehirn" existiere, hatte er noch gesagt, und dass sie Unterschlupf auf einer Sicherheitsinsel finden werden. Gehirn? Insel? Was ist das für ein Spiel und wo ist hier die Pausentaste?

Szenenfoto Doch im Geheimversteck des Cortez-Clans, eigens für Notfälle präpariert, merken Carmen und Juni rasch, wie ernst die Lage ist - und finden bei aller Sorge um ihre Eltern zunehmend Spaß am Geschehen. Da wartet zunächst die supercoole Ausrüstung mit Raketenrucksäcken, Agenten-Outfits und Elektroschock-Kaugummis. Und da ist ja zum Glück die erwähnte Tante Gradenko (Teri Hatcher), die kurz nach ihnen eintrifft und sich als Chefin ihrer Eltern ausgibt, die also doch noch gelegentlich für die Superagentenorganisation OSS arbeiteten. Gradenko hat noch mehr verblüffende Nachrichten. So soll ausgerechnet der freundliche Paradiesvogel Fegan Floop (Alan Cumming) für die Entführung von Gregorio und Ingrid Cortez verantwortlich sein.

Floop und seinem Schergen Minion (Tony Shalhoub) sowie dem feigen Finanzier Mr. Lisp (Robert Patrick) ging es um nichts weniger als die Weltherrschaft - so sind sie, die überspannten Oberbösewichte. Und zu diesem Zwecke habe Floop die besten OSS-Agenten in Fantasiegestalten namens Fooglies verwandelt - was insbesondere Juni Junior schockiert, der Floop und die Fooglies aus der besten Kindersendung der Welt liebt!

Szenenfoto Doch schon schnell lernen die Kids, dass sie vorerst nur sich selbst trauen dürfen. Erst stellt sich Miss Gradenko als Verräterin heraus und stiehlt das geheimnisvolle "dritte Gehirn", das Floop dringend braucht, um einem Heer unzerstörbarer Roboter-Gören auch künstliche Intelligenz zu verleihen. Und dann müssen es die inzwischen ganz klar als SPY KIDS kämpfenden Cortez-Kinder mit Gradenko, mit komischen Terrordäumlingen und schließlich mit zwei bärenstarken Klonen von Carmen und Juni aufnehmen - bevor sie mit Mr. Machete (Danny Trejo) einen Erfinder erstklassigen Agentenzubehörs treffen. Und dieser entpuppt sich als ihr im Streit verdufteter Onkel, von dem die Kinder auch noch nie etwas gehört haben!

Szenenfoto Dank Machetes nicht ganz freiwilliger Hilfe fliegen die Kids im wahrscheinlich schnellsten Jet in der Welt in Floops magisches, geheimnivolles Schloß am Ende der Welt, in dem tausendundeine Überraschung und nicht enden wollende Gefahren warten. So stellt sich heraus, dass Floop zwar Agenten in Fooglies deformiert oder virtuelle Gefängnisse erbaut, aber ansonsten kein so übler Kerl ist. Sollte es sein, dass der wahre Feind ganz woanders sitzt? Und nützt den über sich hinauswachsenden Cortez-Kindern diese Erkenntnis überhaupt noch etwas, als sie sich von hunderten ultrastarker Roboter-Kids umringt sehen? Nur gut, dass sich immerhin ihre Eltern aus der Gefangenschaft befreien konnten und als Agenten-Familie die Welt retten können, um rechtzeitig zum Abendbrot wieder zu Hause zu sein ...

Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Concorde © 1994 - 2010 Dirk Jasper