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Das Zielpublikum sind alle, die schon mal mit dem Erwachsenwerden in Berührung gekommen sind. Sowohl diejenigen, die meinen, es bereits überstanden zu haben, als auch diejenigen die meinen, dass sie es nie überstehen werden. Die Intention "Als insgesamt sehr junges Team können wir von uns behaupten, dass uns die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens noch in den Knochen sitzen. Wir wollen einen Film machen über ein Thema, das uns betrifft und bei dem wir uns auskennen. Um es kurz zu sagen: Wir wollen endlich erzählen, wie's wirklich ist. Wir wollen zeigen, dass man häufig nichts zu bereuen hat auch wenn man manchmal denkt, dass man's richtig versaut hat. Und dass das Leben nicht von selbst losgeht, sondern man irgendwann selbst losgehen muß." Der Dreh Gedreht wird vom 23. Oktober bis 3. Dezember 2000 in Wuppertal. Die Stadt stellt eine ehemalige Eisenwarenfachschule zur Verfügung, die komplett okkupiert wird. Deren Klassenzimmer werden zu Kostümfundus, Ausstattung und Büro; im Haupthaus, einem ehemaligen Internat, wohnen zeitweise mehr als 40 Leute. Alle werden von Mutter Wagner und Mutter Schultz bekocht, außerdem hält Benjamin Quabecks Mutter die Truppe regelmäßig mit selbstgebackenem Kuchen bei Laune. Die Wupptertaler stellen Häuser und Wohnungen zur Verfügung, ein Sponsor liefert 1,5 to Bier, ein weiterer dicke Teamjacken.
Moralische und
faktische Unterstützung werden auch dringend gebraucht:
Szenen, die eigentlich im Spätsommer spielen, wie z.B. Lucas
Gartenparty oder Daniels Lauf durch die Nacht in Shorts, werden bei
klirrender Kälte und z.T. bei Minusgraden gedreht. Trotz der
ganzen Unterstützung wird das Budget aber nicht
größer, so müssen Regisseur und Kameramann Kunst und
Drehumstände verbinden: Der VW-Bus, der eigentlich auch als
Requisiten-Bus dienen soll, haucht nach den ersten Szenen sein
Leben aus. Entweder wird jetzt im Stehen gedreht oder der Bus vom
halben Team geschoben. Trotz der ganzen Widrigkeiten wird das
Pensum schließlich mit nur zwei Tagen Nachdreh
geschafft!
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| © Fotos: UIP © 1994 - 2010 Dirk Jasper |
