Der Überfall
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Überfall
Genre: Tragikomödie
Farbe, Österreich, 2000

Kino Deutschland: 2001-11-5
Laufzeit Kino: 84 Minuten
Kinoverleih D: Advanced



Szenenfoto Andreas Berger ist arbeitslos, geschieden und mit den Nerven am Ende. Mit den Alimenten ist er im Rückstand, und er hat kein Geld, um seinem Sohn ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. In seiner Verzweiflung plant er, einen Supermarkt zu überfallen. Noch bevor er seine Waffe zieht, übermannt ihn die Panik, und er flieht in eine kleine Schneiderei im Nebenhaus.

Dort bedroht er den Schneider Josef Böckl und den zufällig anwesenden Kunden Werner Kopper, durchsucht das Geschäftslokal nach Bargeld und sitzt plötzlich fest. Denn der Supermarkt wurde inzwischen tatsächlich überfallen, und der Häuserblock ist von der Polizei umstellt.

Andreas fällt sehr schnell aus der Rolle des abgebrühten Verbrechers und offenbart sich seinen Opfern in seiner ganzen Hilflosigkeit. Auf engstem Raum und unter extremen Umständen durchlaufen die drei Männer die ganze Bandbreite menschlichen Verhaltens: ständig schwankend zwischen Mitteilungsbedürfnis und Schweigsamkeit, Brutalität und Mitgefühl, offener Aggression und versteckter Gemeinheit entwickeln sie eine Freund-Feindschaft von ungewöhnlicher Intensität.


SzenenfotoDarsteller: Roland Düringer (Andreas Berger), Josef Hader (Werner Kopper), Joachim Bißmeier (Josef Böckl), Ulrike Beimpold (Gertrude Bacher), Klaus Ortner (Herbert Bacher), Sonja Romei (Maria), Ina Halmagyi (Mutter), Roswitha Soukup (Kassiererin), Carmen Loley (Polizistin), Thomas Freudensprung (Polizeibeamter)

Regie: Florian Flicker

Stab: • Produzenten: Helmut Grasser • Drehbuch: Susanne Freund, Florian Flicker • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Helmut Pirnat • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Christoph Kanter • Schnitt: Mona Willi • Kostüme: Martina List • Make Up: Tatjana Krauskopf • Ton: Andreas Kopriva, Bernhard Weirather • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Der Überfall" ist Tragikomödie und Spannungskino zugleich. Ein Katz- und Maus-Spiel auf großer Leinwand - und ein Bravourstück für drei großartige Schauspieler.

film-dienst 2001-23: Ein souverän gespieltes Kabarettprogramm, in dem sich die Macht- und Ohnmachtsverhältnisse zwischen den drei Männern scheinbar übergangslos ändern. Wie sie rücksichtslos um die eigenen Interessen buhlen und dabei ihre tief verborgenen inneren Befindlichkeiten offen legen, ist eine Paradestück an hintergründiger Menschenbeschreibung, bei der Komik und Tragik eine virtuose Allianz eingehen.

Cinema 2001-11: Beeindruckend zeigt die dichte Tragikomödie, wie unerbittlich und schnell Heiterkeit in Aggression und Spaß in Ernst umschlagen. Und für die Strapazen wurde das "Überfall"-Kommando mit dem Bronzenen Leoparden von Locarno geehrt.

Hörzu 2001-46: Doch Regisseur Florian Flicker überspannt den Bogen: immer wieder noch eine Wendung, noch eine Übertreibung.


SzenenfotoOscar ®



SzenenfotoBemerkungen


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