Das Zimmer meines Sohnes
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Das Zimmer meines Sohnes
Titel Italien: La Stanza Del Figlio
Genre: Drama
Farbe, Italien, 2001

Kino Deutschland: 2001-11-22
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: Prokino



Szenenfoto In Ancona, einer mittelgroßen Stadt an der Adria, führen Giovanni und Paola mit ihren beiden heranwachsenden Kindern, der Tochter Irene und dem Sohn Andrea, ein relativ sorgenfreies und harmonisches Familienleben. Giovanni ist Psychoanalytiker.

In seiner Praxis in der Wohnung werden ihm Neurosen offenbart, die in scharfem Kontrast zu seinem eigenen wohlgeordneten Dasein stehen. Giovanni pflegt zahlreiche Gewohnheiten - oder sind es vielleicht sogar Manien -, die seinem Leben Halt geben. Er liest, hört Musik, zieht sich überhaupt gerne zurück und joggt unermüdlich durch die Stadt.

Eines Sonntag morgens erhält Giovanni von einem seiner Patienten einen Anruf mit der Bitte um einen Hausbesuch. Offenbar ein dringender Fall und so kann er mit seinem Sohn Andrea nicht, wie verabredet, joggen gehen.

Andrea beschließt mit seinen Freunden einen Tauchgang zu unternehmen. Er wird nicht mehr zurückkehren.


SzenenfotoDarsteller: Nanni Moretti (Giovanni), Laura Morante (Paola), Jasmine Trinca (Irene), Giuseppe Sanfelice (Andrea), Silvio Orlando (Oscar), Claudia Della Seta (Raffaella). Stefano Accorsi (Tommaso), Stefano Abbati, Tonio Bertorelli, Dario Cantarelli

Regie: Nanni Moretti

Stab: • Produzenten: Angelo Barbagallo, Nanni Moretti für Sacher Film • Drehbuch: Nanni Moretti, Linda Ferri, Heidrun Schleef • Vorlage: Nanni Moretti • Filmmusik: Nicola Piovani • Kamera: Giuseppe Lanci • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Giancarlo Basili • Schnitt: Esmeralda Calabria • Kostüme: Maria Rita Barbera • Make Up: - • Ton: Alessandro Zanon • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Blickpunkt Film: Ein kongenial verfilmtes Drama, ein berührendes Meisterwerk! "Das Zimmer meines Sohnes" ist Nanni Morettis reifstes Werk. Ohne falsche Töne gelingt die Gratwanderung zwischen heiterer Leichtigkeit und tiefster Trauer.Kein Film in Cannes wühlte die Gemüter so auf, nirgends flossen mehr Tränen. Nie schlägt jedoch die Emotionalität in Kitsch oder Sentimentalität um. Es sind Kleinigkeiten, die diesen Film groß machen, Momente, die man nie vergisst.Eine französische Zeitung forderte nicht nur die Palme d'Or, sondern gleichzeitig die Palme du Coeur (Herzens-Palme). Mit Recht! Auf nachvollziehbare und hochemotionale Weise aufbereitet.

Filmecho: "Das Zimmer meines Sohnes" von Nanni Moretti hat einhellig die Herzen der Festivalbesucher erobert. Ein Hollywoodfilm hätte hier alle Register eines großen Seelendramas gezogen, aber Moretti erreicht die Gefühle der Zuschauer viel nachhaltiger, gerade weil er nicht vordergründig an sie appelliert, sondern mit fast spielerischer Leichtigkeit an die Schönheiten des Lebens erinnert.

Cinema 2001-11: Morettis bewegender Film, Gewinner der Goldenen und der Herzenspalme von Cannes, verzichtet wohltuend auf überflüssiges Dramatisieren und erzählt sehr persönlich von Tod und Schmerz, die den Menschen unerbittlich auf sich zurückwerfen. Ein Drama, das den Blick weniger auf das Abgründige hinter dem erklärbaren Geschehen richtet als auf die Zukunft.

Renée Wieder (TV-Movie) 2001-24: Morettis unsentimentales Melodram bewegt auch ohne laute Töne, große Gesten, viele Worte. das Familienidyll vor dem Unfall inszeniert der schauspielende Regisseur leicht und witzig: fürs Leben nach dem Unglück wählt er melancholische und oft erbarmungslos realistische Einstellungen. Ein Filmjuwel, das zutiefst berührt.

film-dienst 2001-24: Sehr sensibel inszeniete Studie über den Zerfall einer Familie druch die Unfähigkeit, mit dem Gefühl der Trauer zurecht zu kommen, genau in der Beobachtung menschlicher Reaktionen, plastisch in der Figurenanlage und nüchtern im Stil.

Die Zeit: "Das Zimmer meines Sohnes" hat viele in Cannes zu Tränen gerührt.


SzenenfotoOscar ®



SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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