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Ruby (Leelee Sobieski) ist 16 Jahre alt und leidet unter ihrem konservativen und spießigen Elternhaus. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in Ruhe gelassen zu werden. Ihr Vater, Dave Baker (Michael O'Keefe), nörgelt ständig an ihrer Ausdrucksweise herum, von ihrer Mutter, Grace Baker (Rita Wilson), fühlt sie sich nicht verstanden und ihr 11jähriger kleiner Bruder Rhett (Trevor Morgan) geht ihr einfach nur auf die Nerven. Doch als ihre Eltern bei einem Autounfall tödlich verunglücken, verändert sich Rubys Leben. Von diesem Tag an sind Ruby und Rhett auf sich allein gestellt.
Schon am darauffolgenden Tag werden Ruby und Rhett von den Glasses in einer schwarzen Stretch-Limousine abgeholt. Im mondänen Malibu angekommen, können sie ihr Glück kaum fassen, als sie The Glass House betreten, einen riesigen "Palast" aus Glas und Stahl. So etwas haben sie sich immer gewünscht! Für alles ist gesorgt: Es gibt einen Fitnessraum, ein kleines Heimkino mit riesigem Fernseher und sogar einen Swimmingpool. Nur dass sich die beiden in dem riesigen Haus ein kleines Zimmer teilen müssen, verwundert die Geschwister etwas.
Andererseits scheint das rockstarmäßige Leben bei den Glasses den Kindern keine Grenzen zu setzen und Ruby vergisst ihre Zweifel schnell. Alles ist erlaubt - Verbote scheinen nicht zu existieren. Als die beiden Geschwister allerdings ständig mit Geschenken überhäuft werden, beginnt Ruby irgendwann darüber nachzudenken, was ihre Eltern dazu sagen würden, wenn sie noch lebten. Ihr ist klar, dass sie ein solches Leben - weit entfernt von den eigenen Werten und Überzeugungen - entschieden ablehnen würden.
Darüber hinaus zeigt sich bald, dass die scheinbare Fürsorge sowie die freizügige Atmosphäre trügerisch sind: Ruby mußs erfahren, dass Erin eines ihrer privaten Telefonate mitgehört hat. Und auch Terry benimmt sich merkwürdig. Als Ruby eines Nachts aus einem Alptraum erwacht, in dem sie ihre Eltern mit dem Auto verunglücken sieht und daraufhin schwimmen geht, um sich zu beruhigen, spürt sie, dass sie heimlich beobachtet wird. Ruby sieht ihren leisen Verdacht, dass Terry ihr nachstellt, bestätigt, als Terry ihr aus dem Wasser hilft und unablässig auf ihren fast nackten Körper starrt. Auch in der folgenden Zeit unternimmt Terry Annäherungsversuche, hat aber immer plausible Erklärungen für sein Verhalten zur Hand. Vielleicht bildet sich Ruby alles nur ein?
Immer wieder wird Ruby jetzt von Alpträumen über den Unfall der Eltern heimgesucht. Als sie von Erin, die Ärztin ist, eine Beruhigungstablette bekommt, bemerkt sie zufällig, dass Erins Schrank voll von Medikamenten ist. Wenig später findet sie Erin ab-wesend auf dem Sofa liegen, - eine Spritze in der Hand. Was ist los mit Erin? Ruby ist sich nicht sicher, ob sie ihrem Verdacht, dass irgendetwas nicht stimmt, trauen kann oder nicht. Mal sind die Glasses fürsorglich und liebevoll, mal erscheinen sie kalt und unberechenbar. Zwar können sie ihr Verhalten jederzeit erklären, Rubys böse Vorahnungen bleiben jedoch bestehen. Kann sie ihren Vermutungen trauen oder wird sie von ihrer Einbildung getäuscht? Und was könnte sie tun? Eigentlich scheint doch alles in Ordnung - und wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Sie erinnert sich an Alvin Begleiter, der ihr bei der Beerdigung der Eltern seine Hilfe angeboten hat und beschließt, ihn in seinem Büro aufzusuchen, um ihn um Rat zu fragen: Welche Möglichkeiten bestünden für Rhett und sie? Gäbe es eine Alternative zu der Vormundschaft der Glasses?
Ruby findet durch einen Zufall heraus, dass Terry einigen Herren eine große Menge Geld schuldig ist. Er steckt in Finanzproblemen und kann das Geld nicht aufbringen. Kurz darauf entdeckt Ruby in Terrys Firma auch noch das alte Familienauto der Bakers - einen SAAB. Sind ihre Eltern in diesem Auto verunglückt? Sie ist fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen.
In der Nacht sucht Ruby in Zeitungsarchiven im Internet nach Berichten und Informationen über den Unfall der Eltern. Durch einen Zeitungsartikel findet sie heraus, dass das Unfallfahrzeug der Eltern ein BMW war und nicht der familieneigene SAAB. Sie stutzt und wendet sich per eMail an Alvin Begleiter mit der Bitte, für sie herauszufinden, auf wen der BMW zugelassen war. Rubys Angst und ihr Misstrauen, dass etwas nicht stimmt, wachsen. Erins Medikamentenabhängigkeit, Terrys Annäherungsversuche, seine Geldprobleme, der BMW.
Ihr Versuch, sowohl die Sozialarbeiterin Nancy Ryan (Kathy Baker) als auch Rhett von ihrem noch vagen Verdacht zu überzeugen, scheitert jedoch. Ruby ist nun auf sich allein gestellt und fühlt sich von Rhett verraten, dem sie vorwirft, sich von den Glasses kaufen zu lassen!
Von Alvin Begleiter erfährt sie, dass der BMW, in dem ihre Eltern verunglückten, auf Terrys Firma zugelassen ist. Ruby zieht die einzig mögliche Schlussfolgerung: Sie ist sich sicher, dass Terry etwas mit dem Tod der Eltern zu tun haben mußs. Aber welches Motiv hatte er? Hat der Tod der Eltern etwas mit der hohen Erbschaft von etwa 4 Millionen Dollar zu tun, die sie Ruby und Rhett hinterlassen haben und die in einem Treuhandfonds von Alvin Begleiter verwaltet werden? Versucht Terry, an das Geld zu kommen, um auf diesem Wege seine Schulden zu zahlen? Ruby weiß: Es geht um Leben und Tod.
Entschlossen, The Glass House zu verlassen, versucht Ruby mit Rhett, den sie endlich von ihrem Verdacht überzeugen konnte, zu fliehen. Doch die Flucht scheitert. Terry kann sie abfangen. Nach einem verbitterten Kampf bekommt Ruby von Erin ein starkes Beruhigungsmittel gespritzt. Sie verliert das Bewusstsein.
The Glass House gleicht jetzt einem gläsernen Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Die Lage spitzt sich zu, als sie die vermeintlich drogensüchtige Erin tot auffindet. Wie durch eine glückliche Fügung bietet sich Ruby und Rhett unverhofft eine neue Möglichkeit zur Flucht: Sie könnten The Glass House mit Terrys Auto verlassen. Doch plötzlich wird Ruby von erneuten Zweifeln gepackt. Die Fluchtmöglichkeit erscheint ihr zu leicht.
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| © Fotos: Columbia Tristar © 1994 - 2009 Dirk Jasper |