Der Zimmerspringbrunnen
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Zimmerspringbrunnen
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2000/2001

Kino Deutschland: 2001-11-29
Laufzeit Kino: 99 Minuten
Kinoverleih D: Senator Film



Szenenfoto Weil Hinrich Lobek (Mitte 30) schon seit langem nicht mehr gebraucht wird, ist die horizontale Lage auf seinem Ostsofa in der Plattenbauwohnung zur Widerstandsform gegen die Geschäftigkeit der verwestlichten Außenwelt geworden.

Als das Arbeitsamt ihm einen Job als Vertreter für Zimmerspringbrunnen aufbrummt, entwickelt Lobek eigene Marketingstrategien und kreiert in schönster DDR-Nostalgie (und damit gar nicht im Sinne seines Arbeitgebers) ein eigenes Springbrunnen-Modell: Der wasserspeiende Fernsehturm am Alex wird ein Verkaufsschlager und Lobek macht Karriere - doch die eigene Ehefrau will mit diesem neuen Helden nicht mehr ihr Leben teilen.


SzenenfotoDarsteller: Götz Schubert (Hinrich Lobek), Simone Solga (Julia Lobek), Gustav Peter Wöhler (Uwe Strüver), Hermann Lause (Dr. Boldinger), Bastian Pastewka (Thomas Hamann), Nina Franoszek (Conny Thiele), Christof Wackernagel (Filzbach), Thomas Gimbel (Müller-Burkhardt), Christel Peters (Frau Windisch)

Regie: Peter Timm

Stab: • Produzenten: Günter Rohrbach • Drehbuch: Kathrin Richter, Ralf Hertwig • Vorlage: Jens Sparschuh • Filmmusik: Rainer Oleak • Kamera: - • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: Anne Jendritzko • Make Up: - • Ton: Robi Güver • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Der Zimmerspringbrunnen" erzählt von der Sehnsucht nach Vertrautem, der Kraft der eigenen Kreativität und der schwierigen Anpassung Ost an West. Es ist eine heiter-lakonische Komödie aus dem Deutschland von heute mit vier ausgezeichneten Hauptdarstellern.

Cinema 2001-12: Ein Hauch von Wahrheit mag ja in der Tragikomödie von Peter Timm "Go Trabi Go" stecken, allerdings wirkt deutsch-deutsche Realität hier so didaktisch wie eine Folge der Lindenstraße: zahnlos, ohne Sprachwitz, weinerlich. Ziemlich fatal, einen ziellosen Schlappschwanz zum Helden zu machen, wenn man selber kein Ziel vor Augen hat.

film-dienst 2001-24: Eine nicht gerade bildgewaltige, aber präzise inszenierte, von spielfreudigen Darstellern und einem guten Drehbuch getragener Komödie über deutsch-deutsche Befindlichkeiten, die einen bissig-ironischen Blick zurück in die Gegenwart wirft.

Kultur-Spiegel 2001-12: Deutsche Groteske über einen Ost-Berliner, der mit einer anstrengenden Mischung aus DDR-Nostalgie und Halsstarrigkeit eine Art Karriere macht - von Regisseur Peter Timm überdeutlich, aber ohne jedes Gefühl für Timing verfilmt.

Stern 2001-49: Nach einem Roman von Jens Sparschuh erzählt Peter Timm elf Jahre nach der Komödie "Go Trabi Go" wieder eine Geschichte aus dem vereinten Deutschland. Diesmal ist ihm ein kleiner, sehr charmanter Heimatfilm geglückt.

Hörzu 2001-48: Keine Sternstunde der Ossi-Komödie, aber hübsche Momente. Nette Idee, leise und lakonisch.


SzenenfotoOscar ®



SzenenfotoBemerkungen


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