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Szenenfoto Wenn Hamid, der arabische Krämer aus der Altstadt von Al Quds (Jerusalem), das nur vorher geahnt hätte! Eigentlich wollte er nur seinen Laden ausbauen lassen und dann entdeckt man ausgerechnet hinter seinem Haus eine antike Grabstätte.


In der zunächst scheinbar leeren Grabkammer entdeckt die Archäologin Sharon Golban (Olivia Wiliams) einen Sesterzen mit dem Porträt des Pilatus im Staub, was sie stutzig macht. Sie untersucht die Wände und tatsächlich: die eigentliche Grabkammer beginnt hier! Schon durch die kleine Öffnung kann man die Überreste eines Skelettes erkennen! Die Rostspuren in den Handgelenken und Fußknochen, die groben Verletzungen deuten darauf hin, dass dieser Mann mit Nägeln gekreuzigt wurde und nicht, wie damals sonst üblich, mit Stricken.

Szenenfoto Das Grab eines reichen Mannes, verschlossen von einem runden Felsstein, der Leichnam eines mit Nägeln gekreuzigten, alles sieht genauso aus wie es in der christlichen Bibel beschrieben steht. Hat Sie das Grab Jesu entdeckt? Der archäologisch so wertvolle Fund entwickelt sich rasch zum Albtraum vor der Kulisse der traumatisierten Stadt Jerusalem, dem Zentrum der drei großen Weltreligionen. Man zieht einen katholischen Priester zu Rate, der nach dem Besuch der Grabstätte an seinem Verstand zu zweifeln beginnt. Jesus - ein gewöhnlicher Sterblicher. Diese Möglichkeit erschüttert nicht nur seinen Glauben, es entzieht ihm geradezu die Grundlage, den Sinn seiner Existenz.

Szenenfoto Die Nachricht von der möglichen realen menschlichen Existenz Jesu stößt deshalb im Vatikan nicht gerade auf Wohlgefallen. Man bestellt den lateinamerikanischen Pater Matt Gutiérrez, der vor dem Eintritt ins Priesteramt Mitarbeiter des Geheimdienstes war. Wegen seines starken Glaubens und der Erfahrung im Geheimdienst, hält man ihn für den Richtigen, um zu beweisen, dass es sich auf gar keinen Fall um den Leichnam Christi handelt. Jetzt mußs ausgerechnet der katholische Priester mit der emanzipierten jüdischen Archäologin zusammenarbeiten. Als wäre dies nicht bereits Zündstoff genug, werden die beiden auch noch von orthodoxen Juden gesteinigt, die nicht wollen, dass man die Totenruhe stört. Außerdem interessieren sich auch palästinensische und israelische Geheimdienste für den Fund.

Szenenfoto Sie wittern die Chance der politischen Erpressung des Vatikans und der christlichen Welt. Im Wirrwarr der Religionen, dem brutalen Alltag Jerusalems mit seinen Autobomben und der religiösen Intoleranz kommen sich der Priester und die Archäologin, die unterschiedlicher nicht sein könnten, näher. Der Pater zweifelt mit dem Fortschritt der Untersuchungen immer mehr an seinem Glauben. Die Lage gerät schließlich vollends aus den Fugen, als man die Kinder der Archäologin entführt. Der palästinensische Geheimdienst will um jeden Preis das Skelett in seinen Besitz bringen. Doch Gott hat keinen Platz in der Politik.

Dirk Jasper FilmLexikon
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