Ausführlicher Inhalt zu 13 Geister

Cyrus Kriticos war ein Mann mit einer Vision, einem geradezu teuflischen und höchst blasphemischen Plan. Nachdem er bei seinen geheimen Unternehmungen mit einem Großteil seiner Mitarbeiter auf entsetzliche Weise zu Tode kam, wird sein Ableben als Unfall dargestellt. Von denjenigen, die eine Ahnung hatten, welche Pläne der umtriebige Geisterjäger verfolgte, leben nur noch wenige ...

Die Toten sind es, die auf furchtbare Weise in das Leben eingreifen. Arthur Kriticos, Mathematiklehrer und Neffe des verblichenen Cyrus, ist ein Mann, der vor den Scherben seines Daseins steht. Ein Feuer hat nicht nur seinen gesamten Besitz zerstört, auch seine über alles geliebte Frau Jean hat bei diesem Unglück den Tod gefunden.

Geplagt von einem unübersehbaren Schuldenberg lebt Arthur mit seinen Kindern Bobby und Kathy in einer kleinen Wohnung und weiß nicht recht, wie es weitergehen soll. Verbittert und antriebslos hadert er mit seinem Schicksal. Sein Herz ist gebrochen, ebenso sein Lebensmut. Doch urplötzlich scheint sich Arthurs Schicksal zu wenden. Aus dem Nichts, ölig, eloquent und elegant, erscheint der Anwalt Ben Moss. Und er bringt gute Nachrichten - wenn man so will ...

Durch den Tod des Arthur kaum bekannten Onkels Cyrus wird der gebeutelte Mathepauker zum Erben eines ungeheuren Vermögens, zu dem auch ein prächtiges Anwesen gehört, in dem die Familie fortan sorgenfrei leben kann. Arthur fällt aus allen Wolken. Cyrus galt aufgrund seiner dubiosen Aktivitäten immer als das schwarze Schaf der Familie, er soll sich einst sogar das gesamte Vermögen der Verwandten unter den Nagel gerissen haben. Und jetzt überschüttet er seinen Neffen mit unverhofftem Reichtum. Ein Video des Verstorbenen macht dies ein für allemal klar und deutlich.

So machen sich Arthur Kriticos, die Kinder Bobby und Kathy, der aalglatte Anwalt und Kriticos' vorlaute Haushälterin Maggie auf, den neuen Besitz zu besichtigen. Weit vor den Toren der Stadt, in einem Waldgebiet, liegt das Haus des toten Onkels. Ein Palast aus Stahl und Glas, ein technisches Wunderwerk, vollgestopft mit ebenso rätselhaften wie eindrucksvollen Apparaturen und Kostbarkeiten. Bücher, Kunstwerke. Ein Designer-Traum.

Begeistert stürmt die Familie ihr neues prachtvolles Heim. Arthur selbst nähert sich dem unverhofften Besitz eher zögernd. Er kann noch nicht glauben, was ihm der Anwalt sagt: Nie wieder in ihrem Leben werden sie finanzielle Sorgen haben ... Die Sorgen und Ängste nähern sich allerdings in Gestalt des zwielichtigen Dennis Rafkin. Getarnt als Elektriker hat sich der ehemalige Mitarbeiter von Cyrus Kriticos in das Haus geschlichen. Er war in jener Nacht dabei, als Onkel Cyrus den Tod fand. Und auch in vielen anderen Nächten bei den blutigen Jagden, mit denen Cyrus seinen Traum erfüllen wollte.

Während der Anwalt heimlich aus einem Geheimfach eine Tasche nimmt, die eine erhebliche Summe Bargeld enthält - und somit einen Mechanismus in Gang setzt, der das Haus quasi zum Leben erweckt, hat sich der kleine Bobby selbstständig gemacht und erkundet das Haus. Vor allem die seltsamen gläsernen Kellerräume. Kathy ist zur selben Zeit ebenfalls auf Entdeckungstour. Noch sieht keiner von ihnen, welche schrecklichen Wesen ebenfalls das Haus bevölkern ...

Dennis Rafkin wüsste es besser. Schließlich war er es, der Cyrus mit seinen übersinnlichen Kräften geholfen hat, zwölf blutrünstige Geister in gläsernen Käfigen gefangen zu setzen. Die grässlichen Gestalten, psychopathische Massenmörder, messerschlitzende Prinzessinnen, knochenbrechende Unholde und mörderische Muttersöhnchen, Hammer, Schakal, Torso und erstgeborene Söhne werden durch Beschwörungen in ihre transparenten Käfige gebannt. Doch wehe, sie werden losgelassen!

Der erste, den es erwischt, ist der gierige Anwalt. Den sicheren Reichtum bereits vor Augen, zerschneidet ihn eins der gläsernen Tore in zwei Hälften. Danach bricht für alle Überlebenden die Hölle los. Denn, was nützen die Bannsprüche auf dem Panzerglas, wenn sich die Türen der gläsernen Gefängnisse öffnen? Die Geister werden freigesetzt und können sich unsichtbar ihrem blutigen Handwerk widmen ... ungestört - hätte nicht Dennis Rafkin die Familie Kriticos inzwischen mit den ganz besonderen Brillen versorgen k?nnen, die die mörderischen Kreaturen sichtbar machen.

Überdies kommt urplötzlich - und mehr als willkommen - die Parapsychologin Kalina zur Hilfe. Sie fühlt sich nicht nur zur Rettung der versklavten Seelen in ihren Käfigen berufen. Sie und Rafkin eröffnen der Familie Kriticos auch die Erkenntnis, warum Cyrus ihnen das sonderbare Haus vererbt hat: 12 Geister hat er hier gefangen gesetzt. Darunter auch Arthurs verstorbene Gattin Jean. Die Energie dieser zwölf kann Cyrus mit dem Selbstopfer eines 13. Geistes das Tor zu universeller Macht, zu Hölle und Weltherrschaft öffnen ...

Und nachdem die zwölf Geister sich den Weg in die Freiheit gebahnt haben, Dennis Rafkin den Tod fand und sich die Kriticos-Kinder in der Macht des schauerlichen Dutzends befinden, kehrt derjenige aus dem Reich der Toten zurück, der hier von Anbeginn die Fäden zog: Cyrus Kriticos. Und so erfährt der arme Arthur, dass er immer nur als Marionette die Pläne des sinisteren Onkels auf die richtige Spur setzen sollte - und er selbst derjenige ist, der durch sein freiwilliges Lebensopfer das Tor zur Hölle zu öffnen bestimmt war.

So geht der Kampf um Leben und Überleben der Menschheit in die letzte Runde. Das schreckliche Haus entfaltet seine volle Energie - und Überraschungen für alle Beteiligten sind nicht mehr ausgeschlossen!

Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Columbia Tristar © 1994 - 2010 Dirk Jasper