Nirgendwo in Afrika
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Nirgendwo in Afrika
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2000

Kino Deutschland: 2001-12-27
Laufzeit Kino: - Minuten
Kinoverleih D: Constantin Film


Szenenfoto Die jüdische Familie Redlich emigriert 1938 nach Kenia, wo der Anwalt Walter Redlich als Verwalter auf einer Farm arbeitet. Während Ehefrau Jettel, Tochter aus gutbürgerlichem Hause, sich nur schwer an das neue Leben gewöhnt, blüht ihre einst schüchterne Tochter Regina förmlich auf.

Sie lernt die Sprache und Gebräuche und findet im einheimischen Koch Owuor einen guten Freund. Doch der Verlust von Heimat und Verwandten und die Sprachlosigkeit darüber bedroht die Ehe von Jettel und Walter, und sie finden nur ganz langsam wieder zueinander.

Als der Krieg endlich zu Ende ist, wird Walter eine Anstellung als Richter in Frankfurt angeboten. Aber nach all den Jahren, in denen sie das Leben in Kenia schätzen gelernt haben, ist es fraglich, ob Jettel und Regina ihn zurück nach Deutschland begleiten.


SzenenfotoDarsteller: Juliane Köhler (Jettel Redlich), Merab Ninidze (Walter Redlich), Matthias Habich (Süßkind), Sidede Onyulo (Owuor), Karoline Eckertz (Regina groß), Lea Kurka (Regina klein), Gerd Heinz (Max), Hildegard Schmahl (Ina), Maritta Horwarth (Liesel), Regine Zimmermann (Käthe)

Regie: Caroline Link

Stab: • Produzenten: Peter Herrmann • Drehbuch: Caroline Link • Vorlage: Stefanie Zweig Nirgendwo in Afrika• Filmmusik: Niki Reiser • Kamera: Gernot Roll • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Patricia Rommel • Kostüme: Barbara Grupp • Make Up: Nanni Gebhardt-Seele, Stefanie Hilke • Ton: Andreas Wölki • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Caroline Link erzählt in ihrem Liebes- und Familiendrama auf äußerst sensible Weise von dem Leben einer deutsch-jüdischen Familie auf dem für sie so fremden afrikanischen Kontinent. Sie erzählt von Menschen, die aus behüteten mitteleuropäischen Verhältnissen kommen und die an den Herausforderungen wachsen, die ihnen das Schicksal auferlegt.

Jens Golombek (TV-Movie) 2002-01: Ergebene schwarze Diener, Safaris in stilvoller Khaki-Kleidung - von der verklärenden Romantik á la "Jenseits von Afrika" ist Caroline Links Film weit entfernt. Aufwendige Kameraschwenks und eine sinfonische Filmmusik beweisen zwar Mut zum Epos. Doch im Gegensatz zu Hollywood bleibt der Grundtenor sachlich-zurückhaltend. Ein großer, ehrlicher, schnörkelloser Film!

film-dienst 2001-26: Der einfühlsam inszenierte, ausgesprochen unterhaltsame Film profitiert von wohl temperierten Landschaftsaufnahmen, flotter Dramaturgie, einfühlsamer Musik und einer entschlossenen Kamera- und Schnittführung. Dank hervorragender Schauspieler beschreibt er die Jahre der Emigration anteilnehmend und ohne sentimentalen Anklänge.

Rhein-Hunsück-Zeitung 2001-12-29: Die Regisseurin und Drehbuchautorin Caroline Link ist eine intelligente Handwerkerin. Sie hat aus Stefanie Zweigs autobiografischem Roman über die jüdische Familie Redlich im afrikanischen Exil einen Film gemacht, der nicht weniger fesselt als die literarische Vorlage - auch dort, wo sie ganz pointiert vom Roman abweicht.

Cinema 2001-12: Fernab vom Postkarten-Kitsch á la "Jenseits von Afrika" oder "Ich träumte von Afrika" entfaltet Link ein ausdruckstarkes, realistisches Bild vom Leben in der Fremde. Ein Heimatfilm, der in zwei Welten spielt, aber nur eine Sehnsucht kennt.

Gernot Gricksch (TV-Today) 2002-01: Karftvolles, bildgewaltiges Familienepos.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


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