Hexen bis aufs Blut gequält
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Hexen bis aufs Blut gequält
Titel Deutschland: Brenn, Hexe, Brenn / Hexen / Satan
Titel USA: Mark Of The Devil / Burn, Witch, Burn
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1970

Kino Deutschland: 1970-02-19
Laufzeit Kino: 97 Minuten, FSK 18
Kinoverleih D: Gloria

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 94 Minuten
Anbieter: VMP


Szenenfoto Österreich im 17. Jahrhundert - eine maßlos korrumpierte und entmoralisierte Gesellschaft. Die Willkür der staatlichen wie kirchlichen Obrigkeit ist grenzen- und gnadenlos, dabei steht die Rolle der Kirche und das Instrumentieren einer krankhaften Religiosität im Mittelpunkt.

Lord Cumberland, der mächtigste Gegner des Teufels und der Hexen, löst einen primitiven, aufbegehrenden Hexenjäger ab und erwürgt ihn. Ebenso tötet er einen für die Gerechtigkeit eintretenden Grafensohn, der ein verfolgtes Bauernmädchen liebt.

Unter dem Deckmantel der Wahrung der Rechtsordnung foltert man zur eigenen und der allgemeinen Belustigung Menschen oder läss die ebenso öffentlich zur Schau Gestellten auf allerlei scheußliche Art hinrichten.

Unschuld und Idylle treffen auf ein perverses Terrorregime, das sich unter dem Deckmantel kirchlicher Werte verschanzt ...


SzenenfotoDarsteller: Herbert Lom (Lord Cumberland), Udo Kier (Graf Christian von Meruh), Olivera Vuco (= Vucotic) (Vanessa Benedikt), Reginald "Reggie" Nadler (= Alfred Reginald Natzler) (Albino), Herbert Fux (Henker), Johannes Buzalski (Advokat), Michael Maien (Baron Daume), Gaby Fuchs (Jeni von Bergenstein), Ingeborg Schöner, Adrian Hoven, Günter Clemens, Doris von Danwitz, Dorothea Carrera, Marlies Petersen, Bob Gerry

Regie: Michael Armstrong, Adrian Hoven

Stab: • Produzenten: Ilse Kubaschewski für Hifi-Stereo-70 • Drehbuch: Sergio Casstner, Percy Parker (= Adrian Hoven) • Vorlage: - • Filmmusik: Michael Holm • Kamera: Ernst W. Kalinke • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Siegrun Jäger • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Anselm zu Hastenbeck: Die Dramatik des Film-Geschehens ergibt sich einerseits aus dem überdurchschnittlich offen Gezeigten und der andererseits "realen" Kamera-Arbeit Ernst W. Kalinkes, der einige reizvolle Effekte, wie z. B. die "Ausgestochene-Auge-Szene", einbaute. Michael Holms angenehm kitschiger Score stimmt ein wenig misstrauisch und schafft zu Beginn eine leicht gespaltene Erwartung, wechselt aber im weiteren Verlauf gekonnt von tragischen bis zu psychedelischen Tönen. Als am Ende Kiers Figur in einem üblen Folterinstrument dem aufständischen Dorfmob zum Opfer fällt, wirkt Holms mehr an einen Heimatfilm erinnernder Soundtrack extrem kontrapunktierend.

Lexikon des internationalen Films: Ein sehr naiver, zugleich aber mit Sadismus genüßlich spekulierender Film, der weder kritische Distanz noch Sinn für Geschmack verrät.


SzenenfotoBemerkungen

Der Regisseur des Welterfolges "Der Hexenjäger ("The Witchfinder General", 1968), Michael Reeves, war eigentlich die erste Wahl der Produzenten. Leider nahm sich aber Reeves noch während der Vorbereitungen zu "Hexen bis aufs Blut gequält" das Leben, so dass man sich aus verschiedenen Gründen für seinen Assistenten als Regieersatz entschied.

Der mit psychischen Drogen hantierende englische Regisseur Michael Armstrong schaffte es, nur das erste Drittel des Werkes abzudrehen. Dann entschied sich Gloria-Chefin Ilse Kubaschewski, den wohl verwirrten Armstrong durch Adrian Hoven zu ersetzen.


Dirk Jasper FilmLexikon
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