Produktionsnotizen zu Jeepers Creepers

So lange er sich erinnern kann, war Regisseur und Autor Victor Salva stets ein bekennender Fan und Genießer von Horrorfilmen. Er erinnert sich: "Mein Bruder und ich sahen uns mit Vorliebe die Grusel-Specials mit Bob Wilkens als Moderator an. Da liefen dann Filme wie "Creature From The Black Lagoon", "Dracula" oder "Frankenstein" und all die anderen alten Monster-Klassiker von Universal, die ihre Spannung vor allem aus Atmosphäre und dem gekonnten Spiel mit Schatten und Licht bezogen. Auch wenn es in Jeepers Creepers eine Reihe ziemlich drastischer Szenen gibt, kommt die Spannung des Filmes jedoch nicht von Gore-Effekten, sondern durch Suspense und Bilder, die sich in die Erinnerung fressen. Also nicht, weil sie so blutig sind, sondern weil sie verstörend und eindringlich sind."

1999 schrieb Salva das Drehbuch zu Jeepers Creepers: "Das war nach dem Sommer, in dem The Sixth Sense, 1999) und Blair Witch Project mich daran erinnerten, dass ich Filme in diesem Stil während meiner Highschool-Zeit mit großer Freude gedreht hatte. Damals hätte ich es mir nicht vorstellen können, überhaupt jemals etwas anderes als Horrorfilme zu machen. Ich fand, dass die perfekte Zeit gekommen war, einen Film über ein Monster zu machen. Ich erinnerte mich an eine wahre Geschichte von einem Pärchen auf Reisen, das mutig genug war, etwas Merkwürdiges zu untersuchen, das ihnen beim Vorbeifahren aufgefallen war. Dabei machten sie eine schreckliche Entdeckung. Ich fügte einige übernatürliche Elemente hinzu, änderte das Alter der Beiden und dachte: Das ist eine Fahrt, auf die ich mich begeben will. Jeepers Creepers ist eine effektive Achterbahnfahrt, bei der man immer den Eindruck hat, dass einem diese Dinge selbst geschehen könnten."

Bei der Ausarbeitung des Films folgte Salva dem Konzept, dass dies eine Geschichte mit Höhen und Tiefen sein sollte. Auf diese Weise sollte es dem Publikum - wie den beiden Hauptfiguren - möglich sein, nach Momenten größter Anspannung wieder Luft holen und verarbeiten zu können, was ihnen gerade widerfahren war. Salva dazu: " Jeepers Creepers beginnt mit ganz alltäglich Szenen zwischen Bruder und Schwester. Dann werden sie völlig unerwartet getroffen, wovon sie sich wieder erholen können, nur um darauf wieder frontal getroffen zu werden. Wir folgen ihnen von Ort zu Ort, von denen jeder eine sichere Zuflucht zu sein scheint. Aber die Kreatur, die ihre Spur aufgenommen hat, lässt sich nicht aufhalten: Das Monster dringt in jede ihrer scheinbar sicheren Zufluchten gnadenlos ein und verwandelt sie in Orte, in denen die Kids daran erinnert werden, dass ihnen jemand auf den Fersen ist."

Schnell hatte Salva das Drehbuch fertig gestellt. Zu seiner eigenen Überraschung erregte es augenblicklich Aufmerksamkeit. Er erinnert sich: "Einen Tag, nachdem ich es an Agenten und Studios geschickt hatte, meldeten sich die ersten drei Parteien, die den Film machen wollten - zwei Studios und ein Independent. So etwas war mir noch nie passiert. Mein Manager riet mir allerdings, Geduld zu haben. Es sei vielleicht ein Faux pas, das Drehbuch vorher nicht Francis Ford Coppola zum Lesen gegeben zu haben. Er hatte ja immerhin meinen ersten Spielfilm, ebenfalls ein Horrorstoff, produziert. Seither hat er mich immer unterstützt. Aber ich traute mich nicht so recht, weil ich Angst hatte, Francis könnte das Skript viel zu kommerziell finden. Schließlich gab ich mir einen Ruck und schickte es los. Francis war begeistert. Er wollte nicht nur den Film mit mir machen, es sollte sogar seine erste Produktion im Rahmen seiner neuen Vereinbarung mit MGM/UA werden. Ich war sprachlos."

Für Salva ging ein Traum in Erfüllung. Coppola gab ihm alle Freiheiten bei der Umsetzung des Buches. Zoetrope-Produzent Tom Luse erinnert sich: "Als Francis uns in Florida am Set besuchte, war er voller Stolz, dass Victor die neue Staffel von American Zoetrope beginnen würde. Er steckt voller Kreativität. Er ist Autor, er ist Regisseur, und er hat einen ganz speziellen Blick auf die Welt. Genau darum geht es auch bei American Zoetrope: die Arbeit mit kreativen Leuten, die im Rahmen der finanziellen und zeitlichen Beschränkungen alle Freiheit haben sollen, einen Film nach ihrer Vorstellung auf die Beine zu stellen. Wichtig ist uns, dass sie arbeiten können, ohne sich die ganze Zeit beobachtet füllen zu müssen".

Volle Freiheit genoss Salva beispielsweise im Bereich der Schauspielerauswahl. Er wollte frische Gesichter sehen und nicht etwa Teenstars, um sicher zu gehen, dass das Publikum den Figuren absolut unvoreingenommen entgegen tritt. Salva sagt: "Gina Philips, die Trish spielt, kam zum Vorsprechtermin und ließ mir von Anfang an nicht den leisesten Fehler durchgehen. Sie spielte Trish nicht einfach, sie wurde zu Trish und sagte mir: Nein, Trish würde dies oder das auf keinen Fall tun. Und sie hatte mit ihren Betrachtungen absolut recht."

Entsprechend bereitete sich Gina Philips intensiv auf ihre Rolle vor: "Es war mir wichtig zu wissen, was Trish in ihrem Leben erlebt hat, was sie gemacht hat, nicht nur fünf Minuten oder eine Woche vor der Handlung des Filmes. Ich bin bis zu ihrem fünften Lebensjahr zurückgegangen und schrieb mir auf, was mir zu ihrem Leben und ihrer Beziehung zu ihrem Bruder und ihren Eltern einfiel. Auf diese Weise erhielten Trishs Dialogsätze eine viel größere Bedeutung für mich. Egal, was geschah, ich mußste nicht einmal darüber nachdenken, wie Trish reagieren könnte. Ich wusste einfach, was Trish tat. Ich wusste, wie Trish reagiert."

Besonders gefiel Gina Philips, wie Victor Salva die Beziehung zwischen Trish und ihrem Bruder Darry geschrieben hatte. Salva hatte dabei zum Teil auf seine Erinnerungen an den Umgangston zwischen ihm und seiner Schwester zurückgegriffen, als sie sich im Alter der Protagonisten von Jeepers Creepers befunden hatten. Gina Philips sagt: "Mir gefiel, dass sich ihre Beziehung so echt anfühlt. Sie sind nicht Bruder und Schwester, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, die pausenlos nur Nettigkeiten austauschen. Sie zeigen ihre Zuneigung zueinander, wie es echte Menschen in ihrem Alter tun würden. Da sagt man nicht: Ich liebe dich. Man zeigt diese Gefühle, indem man sich auf die Schultern klopft oder sarkastische Bemerkungen macht. Das ist wesentlich berührender."

Das Gelingen von Jeepers Creepers hing davon ab, einen passenden Gegenpart zu Gina Philips zu finden. Salva besetzte Justin Long in der Rolle des Darry Jenner: "Ich kannte Justin lediglich aus Galaxy Quest. Er ist sehr gut in diesem Film. Das merkt man vor allem, wenn man ihn erstmals trifft und feststellen mußs, dass er mit dem Jungen aus dem Film nichts gemein hat. Es gab einen gewissen Druck von außen, bekannte Namen und damit - für meine Begriffe - weniger talentierte Darsteller zu besetzen, aber Francis spielte da nicht mit. Dank seines Einsatzes hatten wir die Autonomie, die Darsteller zu besetzen, die wir wirklich wollten. Und wir entschieden uns für Gina und Justin. Mir gefällt es, dass es sich bei ihnen um Kids handelt, die gerade erst am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Sie sind unheimlich frisch - und unglaublich talentiert."

Justin Long war mehr als überrascht, dass er eine der beiden Hauptrollen erhielt: "Ich fand das Drehbuch super, aber während ich es las, war ich überzeugt, dass sie einen bekannteren Schauspieler, zum Beispiel Freddie Prinze Jr. oder jemanden von diesem Kaliber, nehmen würden. Als ich zum Vorsprechtermin erschien, fühlte ich mich unheimlich selbstsicher, weil ich ohnehin nicht glaubte, dass ich auch nur den Hauch einer Chance hatte. dass es doch geklappt hat, ist so etwas wie ein Wunder für mich."

Besonders erfreut war Victor Salva darüber, mit Eileen Brennan eine seiner Lieblingsschauspielerinnen für die Rolle der Katzenlady zu gewinnen. Er hatte den Part extra für sie geschrieben. Salva berichtet: "Ich hätte nie gedacht, dass sie zusagen würde, weil ich mir nicht sicher war, wie sie auf Jeepers Creepers reagieren würde. Es ist sehr selten, dass ein Autor einen Schauspieler für eine Rolle gewinnen kann, die er für ihn geschrieben hat. Es kommt stets die Chaos-Theorie ins Spiel, wenn es darum geht, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Besetzung für einen Film zu finden." Brennan zeigte sich sehr beeindruckt von dem Drehbuch, war allerdings mit der Arbeit von Victor Salva nicht weiter vertraut. "Also bat ich darum, dass man mir einen Film von ihm zu sehen gibt", erinnert sich die Oscar- nominierte Schauspielerin. "Man schickte mir "Powder" (1995). Er war wunderbar. Meine beiden Söhne sahen ihn sich mit mir an und waren begeistert, dass ich mit dem Mann arbeiten würde, der diesen Film gedreht hatte."

Für Salva ist die Hellseherin Jezelle "eine der komplexesten und interessantesten Figuren des gesamten Filmes. Sie basiert auf ungefähr 150 verschiedenen Frauen, die ich in einer TV-Sendung mit dem Titel ,Sightings' gesehen habe, in der es um übernatürliche Phänomene geht. Ich bin richtig süchtig nach dieser Show. In jeder der halbstündigen Episoden taucht garantiert eine Frau in einem Trailerpark auf, die auf einem Schokoriegel herumkaut und die Polizei Kraft ihrer hellseherischen Künste zu einer vermissten Person führt. Ich entschied mich also dafür, eine Frau in meiner Geschichte unterzubringen, die einen überraschenden Traum hat und erkennt, dass Trish und Darry in großer Gefahr sind. Sie kann nicht das komplette Bild sehen, beginnt aber dennoch die Suche nach den Kids und hofft, dass sie das Schicksal beeinflussen kann.

Mit Patricia Belcher fanden wir eine wunderbare Darstellerin für diese Rolle". Schließlich galt es noch, die Aufgabe zu bewältigen, einen passenden Schauspieler für die Rolle der geheimnisvollen Kreatur zu finden, die Jagd auf Trish und Darry macht. Obwohl die Kreatur im gesamten Film nur einen Satz spricht, ist sie während des gesamten Films allgegenwärtig und mußs mit ihrer bloßen Gegenwart einen bleibenden Eindruck hinterlassen: manchmal in Menschenform, manchmal aber auch in Gestalt einer überirdischen Kreatur. Besonders beunruhigend ist die Gewohnheit der Kreatur, ihre Opfer zu beschnüffeln, als würde sie einen guten Wein testen.

Salva erinnert sich an die bizarren Vorsprechtermine: "Das war schon ein verrückter Anblick. Alle Kandidaten mußsten an uns herumschnüffeln, wie es die Kreatur im Film tun sollte. Als Jonathan Breck mit kahl rasiertem Schädel und seinen stechenden Augen hereinspazierte, war sofort klar, dass er unser Topkandidat war. Dann mußste er die Schnüffelszene hinlegen - und uns blieb vor Angst fast das Herz stehen, so eingeschüchtert waren wir von seinem Auftritt." Der Dreh stellte für Breck auf zwei Ebenen eine große Herausforderung dar. Zunächst mußste er in seinem unbequemen Kostüm und mit schwerem Make-up in der glühend-schwülen Hitze von Florida leiden. Außerdem bestand Salva darauf, dass Breck auch außerhalb des Drehs keinerlei Kontakt zu den zwei Hauptdarstellern aufnehmen durfte. Wenn sie sich vor der Kamera trafen, sollte der Schrecken so echt wie nur irgend möglich sein. Hätten sich die Darsteller gut gekannt, hätte die Dynamik dieser Szenen leiden können. Breck meint: "Die Spannung am Set war beinahe greifbar, und das war gut."

Alle Beteiligten zeigten sich von der Arbeit mit ihrem Regisseur begeistert und loben vor allem die glänzende Teamarbeit. Produzent Luse sagt: "Victor bereitete sich in einer Form auf den Film vor, wie ich es noch bei keinem Regisseur erlebt habe. Von jeder Szene fertigte er ein Storyboard an. Er ging das Drehbuch immer wieder Wort für Wort durch. Er machte sich über jeden Aspekt des Filmes Gedanken. Alles sollte perfekt funktionieren. Gleichzeitig war er in seiner Kreativität sehr spontan. Oft erlebt man Autor/ Regisseure, die ihre Vorlage regelrecht als Heiligtum betrachten. Victor war völlig anders. Ihm ging es einzig darum, jede einzelne Szene funktionieren zu lassen. Und wenn ein Schauspieler oder Crew-Mitglied eine gute Idee hatte, dann zögerte er nicht eine Sekunde sie auszuprobieren."

Diese Offenheit des Regisseurs gab den Schauspielern das Vertrauen, dass ihre Meinung gefragt war, wenn es um die Ausarbeitung ihrer Figuren ging. Gina Philips erklärt: "Victor bereitete mir ein wunderbares Geschenk, indem er die stärkste Frauenfigur schrieb, die ich jemals gelesen habe. Es war ein echter Luxus, mit einem Regisseur zu arbeiten, der auch der Autor war, und dennoch überhaupt kein Ego zu besitzen schien. Er wollte unsere Vorschläge, unsere Meinungen. Wenn ich eine Idee hatte, dann war er offen dafür. Man spürte regelrecht, dass er immer nur das wollte, was am besten für den Film und die Figuren war. Eine tolle Erfahrung!"

Der Horrorfilm ist eines der beliebtesten Genres der Filmgeschichte, seitdem Georges Mèlies diese Form im Jahr 1896 mit "Le Manoir Du Diable" begründete. Victor Salva spricht über seine direkten Vorbilder für die Rückkehr zu seinem Lieblingsgenre: "Ich war 13 Jahre alt, als Steven Spielbergs "Duell" (1971) bei uns im Fernsehen als Film der Woche ausgestrahlt wurde. Der Name Spielberg sagte damals noch niemandem etwas, aber "Duell" war einer der Filme, die mein Leben von Grund auf veränderten.

Er folgt sehr simplen, aber umso effektiveren Spannungsrichtlinien. Es geht um die Reise eines Mannes, der von einer unbekannten, unaufhaltbaren Größe bedroht wird. dass DUEL ein wichtiges Vorbild für Jeepers Creepers war, wurde mir erst klar, als wir uns Muster der Szenen mit dem Truck ansahen. Tatsächlich erlebt man die Kreatur im ersten Drittel des Filmes ja ausschließlich in Gestalt des Trucks. Insgesamt hat das Monster drei Erscheinungsformen: Zunächst ist es ein Automobil, dann nimmt es die Form einer Vogelscheuche an, und schließlich erleben wir die Kreatur als Monster, wie es ein Ray Harryhausen nicht besser hätte erschaffen können. All` diese Formen sind Verbeugungen meinerseits vor den Dingen, die ich an Fantasy- und Horrorfilmen geliebt habe, als ich ein kleiner Junge war."

Seit den späten 90er Jahren ist das Genre auf Grund des Erfolges von augenzwinkernden Teenhorrorfilmen wie Scream - Schrei! oder Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast wieder immens erfolgreich. Weil es Victor Salva wichtig war, dass seine beiden Hauptfiguren in der realen Welt leben, sollten Trish und Darry besagte Filme selbst kennen. Salva sagt: "Die beiden haben alle Scream-Filme, alle Halloween-Filme und alle Filme mit Freddy Krueger und Jason Voorhees gesehen. Sie kennen das Horror-Universum in- und auswendig.

Aber natürlich können sie nicht einen Moment glauben, selbst ein Teil davon zu sein." Gina Philips fügt hinzu: "In den letzten Jahren hat es viele Horrorfilme gegeben, aber Jeepers Creepers ist nicht einfach nur ein Horrorfilm. Im Grunde geht es nicht ums Morden, vielmehr bildet die Beziehung zwischen Bruder und Schwester den Kern des Filmes. Der Gedanke, dass Trish selbst etwas zustoßen könnte, ist für sie natürlich schrecklich, aber viel schlimmer ist es für sie mitzuerleben, wie Darry die Nerven verliert und kurz vor dem Zusammenbruch steht."

"Ich wollte immer schon in einem Horrorfilm mitspielen", gesteht Justin Long. "Mir gefällt besonders gut, dass niemals richtig aufgeklärt wird, wer oder was diese schreckliche Kreatur eigentlich ist. Das habe ich in der Vergangenheit bei Horrorfilmen vermisst. In den besten Filmen des Genres ist das Böse oder der Bösewicht so geheimnisvoll, dass es oder er niemals wirklich greifbar ist. Man erfährt in Jeepers Creepers zwar einige Dinge über die Kreatur, aber eigentlich ist sie nur eine Personifizierung des Bösen."

Jonathan Breck sieht die Dinge ähnlich: "Eigentlich definiert sich die Kreatur durch ihre Motivation. Dieses Wesen ist ein Connaisseur, nichts geht ihm über seinen Geruchssinn. Allein der Geruch verrät ihm, ob das Opfer etwas in sich trägt, was es sucht. Manchmal ist das nicht so einfach, also jagt es den Opfern Angst ein. Die Angst löst den Geruch aus, der erkennen lässt, ob er zuschlagen mußs oder nicht.Es ist sehr heikel, wen es tötet und warum. Deshalb schlägt es nicht sofort zu, sondern lässt sich Zeit, bis es absolut sicher ist."

Die Ausarbeitung und das Design der Kreatur war eine der großen Herausforderungen für Victor Salva, Illustrator Brad Parker und Effektedesigner Brian Penikas. Salva sagt: "Schon am ersten Tag legte Brad drei oder vier Zeichnungen der Kreatur auf den Tisch, die absolut fantastisch waren. Tatsächlich war gleich die allererste so toll, dass wir sie Francis als E-Mail schickten. Der meldete sich sofort und war ebenso begeistert. Ohne Brad und Brian wäre das Monster niemals so großartig geworden. Ich bezeichne mich selbst als Horrorfan, aber diese beiden könnten Lexika über Filmmonster schreiben. Wir griffen auf die gotische Mythologie und den Symbolismus zurück. Meine Idee war es, einen Menschen zu erschaffen, der nicht wirklich ein Mensch ist. Er sollte zwar auf Grund seiner Kleidung so aussehen, aber wenn man nahe ran käme, sollte man sehen, dass man sich getäuscht hatte. Die Grundidee stammte also von mir, aber Brian und Brad ist es zu verdanken, dass wir tatsächlich ein absolut originelles und einzigartiges Monster präsentieren können. Dafür werde ich ihnen immer dankbar sein."

Penikas erinnert sich: "Victor und Brad Parker hatten bereits acht Monate an den Designs gearbeitet. Sie wussten, was sie wollten. Unser Job war es, uns die Designs vorzunehmen und Veränderungsvorschläge zu machen, was umsetzbar wäre und was nicht. Die Kreatur ist ungewöhnlich, weil sie mit Ausnahme der Klauen, die sich vom Hinterkopf um das Gesicht schließen und sehr furchterregend aussehen, relativ human ist".

So wichtig das Monster sein mag, vor allem aber ist Jeepers Creepers ein Film, der von seinen Figuren lebt und das Publikum auf diese Weise auf eine sensationell spannende emotionale Reise mitnimmt. Produzent Luse sagt: "Ich bin überzeugt, dass der Film das Publikum emotional berühren wird, und es sich lange mit dem Erlebten beschäftigt. Manche Filme sind wie Achterbahnfahrten im Vergnügungspark. Jeepers Creepers geht tiefer. Er führt uns an einen sehr ursprünglichen Ort in uns selbst und konfrontiert uns mit unseren schlimmsten Urängsten."

Dirk Jasper FilmLexikon
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