Was nicht passt wird passend gemacht
Filmkritik von Markus von Ostrowski
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Willy Thomczyk (Die Camper) in seiner Paraderolle als alles wissender Vorarbeiter Horst. Der Polier einer Bauarbeiter- Kolonne, die durch den vorgetäuschten Tod eines polnischen Schwarzarbeiters ihren Chef (Dietmar Bär) um ein paar Mark erleichtern wollen.

Der bei der Inzenierung des Unfalles auf der Baustelle anwesende Praktikant Phillip (verkörpert durch Regissseur Peter Thorwart) wird nicht in den Schwindel eingebunden und macht sich Vorwürfe, den vermeintlichen Tod des Polens verschuldet zu haben.

Phillip macht unbewusst noch den Fehler sich in Astrid (Alexandra Maria Lara), die Tochter von Horst zu verlieben, was in der ersten Zeit auf der Baustelle für ihn die Hölle bedeutet.

Nach einigen Hiobsbotschaften mußs die Kolonne mit Chef und Praktikant zusammen rücken, um die Firma zu retten. Das geht natürlich schief, obwohl alle nach dem Grundsatz handeln - Was nicht passt wird passend gemacht.

Szenenfoto

So wird den Bauherren ein verkürztes Massband untergeschoben und dem Architekt (Stefan Jürgens) sogar ein völlig überarbeiteter Plan.

Zum Ende des Film sieht Horst ein, dass er seiner Tochter nicht im Wege stehen kann und opfert sich sogar für Phillip in einer Manier wie man sie von Bruce Willis aus dem Film Armageddon kennt.

Das Ganze spielt natürlich im Ruhrgebiet und ist verbunden mit der dort vorherrschenden Mentalität der Menschen.

Als Ergänzung zu Horst sind mit Kalle (Ralf Richter) und Kümmel (Hilmi Sözer) genau die richtigen Schauspieler gefunden worden. Beide sind im Ruhrgebiet aufgewachsen und haben ebenso wie Willi Thomczyk Baustellenerfahrung gesammelt.

Wer mit der Ruhrgebietskomik nicht zurecht kommt, sollte den Film meiden. Allen anderen kann ich nur viel Vergnügen wünschen. Eine Komodie mit der Peter Thorwart (Bang Boom Bang) sein Können als Regisseur und als Schauspieler unter Beweis stellt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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