Viel passiert - Der BAP Film
Filmkritik von Markus von Ostrowski
Die Geschichte des Wolfgang Niedecken, der aus der Erinnerung erzählt, was in seinem Leben und in der Historie von BAP alles geschehen ist. Ein Musikfilm, der den Titel Musikfilm verdient hat.

Der Kinobesucher, der diesen Film besucht, wird die Geschichte und die Erzählweise aufsaugen. Ein in Erinnerungen vertiefter Wolfgang Niedecken, der von sich, seiner Familie und seinem Weg mit BAP erzählt.

Viele bereits historische Filmdokumente über BAP sind in dem Film eingebaut und errreichen auch den Zuschauer, der nicht 100 Prozent in die Geschichte von BAP eingeweiht ist.

Auch wenn die Musikanlage der Essener Lichtburg mal eine Überholung nötig hätte, so kommen die musikalischen Finessen des Films trotzdem zur Geltung. Wer auf die Erscheinung des Film auf Video und DVD wartet, sollte diese Zeit nutzen, um sein Heimkino mit guter Musik-Unterstützung auszurüsten.

Der BAP-Film hatte seine Premiere in Essen.

Wieso stellt eine Kölner Band ihren Musikfilm, der ihre Geschichte und die Geschichte des Wolfgang Niedecken erzählt mitten im Ruhrgebiet vor, statt sich in ihrer Heimatstadt Köln zu präsentieren. Ganz einfach, der Film hat seine Wurzeln in der Essener Lichtburg, die so erneut über die Grenzen von Essen hinaus Beachtung findet.

Neben der Gruppe BAP in der heutigen Formation spielen der Filmvorführer (Joachim Król) und das Zigaretttenmädchen (Marie Bäumer) der Lichtburg eine erzählende Rolle in diesem Film.

Wim Wenders Film lässt vor der Kulisse der Essener Lichtburg den Lebensfilm des Wolfgang Niedecken, bzw. die Geschichte von BAP ablaufen. "Vill passiert" (Viel passiert) ist mit Kölner Mundart gespickt und für alle Nicht-Kölner in Hochdeutsch untertitelt.

Die Premierenvorstellung in Essen am 05. März 2002 war schon seit Wochen ausverkauft. "Viel passiert", der BAP-Film könnte auch der "Wolfgang Niedecken-Film" heißen.

Die Zwei, Bap und Niedecken, sind so eng verknüpft wie Köln und der Dom.

Dirk Jasper FilmLexikon
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