Ausführlicher Inhalt zu Ice Age

Szenenfoto Die Eiszeit. Die Welt vor 20.000 Jahren. Riesige, majestätische Tiere bevölkern den Erdball. Und mittendrin ein Quartett gar nicht so edler Vierbeiner: Manny, das verbiesterte wollige Mammut, Sid, das stinkfaule, ungehobelte Faultier (in der deutschen Fassung gesprochen von Deutschlands beliebtestem Komiker: Otto), Diego, der ebenso heimtückische wie verschlagene Säbelzahntiger, und last but not least der Urzeitbewohner Scrat, eine reichlich missratene Mischung aus Eichhörnchen und Ratte.

Während Scrat ständig damit beschäftigt ist, eine Eichel zu vergraben - eigentlich logisch, will er doch Nahrung für den Winter beiseite legen -, sehen sich Manny, Sid und Diego plötzlich mit einer Mission konfrontiert, die so gar nicht auf ihrer Linie liegt: Sie sollen das Menschenkind Roshan zu seiner Familie zurückbringen.

Aber von Anfang an: Eigentlich will Scrat nur einen kleinen Nahrungsvorrat für die kalte Jahreszeit anlegen und seine wunderbare, auf Hochglanz polierte Eichel sicher verstauen. Das Problem dabei: Die Eiszeit ist nichts anderes als ein einziger langer Winter und der Boden überall steinhart gefroren. Also versucht das wackere Kerlchen die Nuss mit aller Gewalt in den Boden zu rammen - mit schlimmen Folgen: Das Eis bricht, und ein riesiger Gletscher beginnt sich zu lösen. Der Anfang einer wüsten, gefährlichen Hatz, bei der Scrat von einem kilometerhohen Eisblock verfolgt wird, während er gleichzeitig alle Mühe hat, sein (Über-)Lebensmittel zu retten.

Szenenfoto Derweilen stapft das selbstgefällige Mammut Manny seiner Natur entsprechend grummelnd durch die Gegend. Den langen Rüssel schwingend ist er sich selbst genug, und die Welt kann ihn mal - bis das Faultier Sid ihn förmlich über den Haufen rennt. Obwohl langsam in seinen Bewegungen, ist Sid eine wahre Quasselstrippe und eine Nervensäge reinsten Wassers. Stets zu Unsinn aufgelegt zieht Sid Ärger geradezu magisch an. Also tut ein Beschützer Not - und wer wäre da besser geeignet als ein riesiges Mammut. Also mußs Manny für diesen Part herhalten. Ob er nun will oder nicht.

Szenenfoto Mitgefangen, mitgehangen. Sid hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, das kleine, verloren gegangene Menschenkind Roshan zu seiner Familie zurückzubringen. Und plötzlich ist nun auch Manny bei dieser lästigen, unnötigen, aber dummerweise auch liebenswerten Mission mit von der Partie. Wie im übrigen auch der Säbelzahntiger Diego, der das Duo wortgewandt überzeugt hat, ein idealer Partner für sie zu sein. Er kann nämlich, so behauptet er ganz zu Recht, dank seiner guten Nase und seines Spürsinns Menschen viel schneller ausfindig machen als Mammuts und Faultiere.

Szenenfoto Und weil sich das Wetter zusehends verschlechtert und ihnen die Zeit zwischen den Fingern, pardon Tatzen, Krallen und Hufen zerrinnt, nehmen Sid und Manny Diegos Hilfsangebot an. Was sie aber nicht wissen: Diego hat Böses im Sinn. Weil er seinen Chef, den grausamen Säbelzahntiger Soto schwer verärgert hat, mußs er sich nun anstrengen, dessen Gunst wiederzugewinnen. Und was wäre dazu besser geeignet als ein vielseitig verwendbares Geschenk in Form eines zarten Babys, eines fleischigen Mammuts und eines drahtigen Faultiers.

Szenenfoto Also machen sich die Vier auf ihre beschwerliche Reise, stets bedroht von Lawinen und verfolgt von hungrigen Dodos, die ihnen das Essen streitig machen. Zwischendurch erforschen Manny, Sid und Diego unter anderem noch die Mysterien des Windelwickelns, erreichen Spitzengeschwindigkeiten beim Surfen durch Eistunnel und balancieren über Eisbrücken, während unter ihnen die Lava bedrohlich brodelt.

So wachsen die gegensätzlichen Charaktere immer enger zusammen, freunden sich an und lernen, einander zu vertrauen. Sid, so stellt Manny bald fest, ist eigentlich kein so übler Kerl. Und auch Diego fühlt sich zusehends wohl in seiner neuen "Familie". Nur blöd, dass er diesen Plan hat, mit dem er Soto besänftigen will. Eine überaus schwierige Entscheidung steht an ...

... und währendessen versucht Scrat immer noch, seine verdammte Eichel in Sicherheit zu bringen

Dirk Jasper FilmLexikon
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