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Ein großes Hotel in Las Vegas:Einige der Gäste werden in den kommenden Stunden schicksalhaft miteinander verbunden. Ein junger Anwalt, ein unglücklicher Football-Schiedsrichter, eine jüdische Familie, zwei kleinkriminelle Brüder, eine Mutter, die zum ersten Mal ihre inzwischen erwachsene Tochter treffen wird und ein italienischer Tourist, der in den unpassendsten Momenten in tiefen Schlaf fällt ...
Noch kennen sie sich nicht, aber das Schicksal hat schon seine Arme nach ihnen ausgestreckt, und die Gier nach Geld führt sie schließlich unwiderruflich zusammen. Jeder sucht im Casino einen schnellen Dollar zu gewinnen, als die Automaten jedem von ihnen eine ungewöhnliche Münze ausspucken - ein Goldstück mit einem Versprechen und einer Aufforderung: "Sie sind ein Gewinner! Melden Sie sich an der Information."
Was aber keiner aus der Gruppe ahnt: Dieses Rennen wurde nicht aus Jux für sie arrangiert. Die eigentliche Wette findet hinter den Kulissen statt, denn einige der superreichen Gäste des Casinos, werden riesige Beträge darauf setzen, wer von ihnen das Rennen gewinnt.
Noch geben sich alle gesittet. Ein Vorschlag: Sie könnten alle zusammen nach New Mexico fahren und die zwei Millionen untereinander teilen. Aber dann rennt der erste los und die Jagd beginnt. Jeder rast zum Flughafen, um ein Ticket für den nächsten Flug zu bekommen. Doch die beiden Brüder haben Pech. In ihrer schlechten Laune kommen sie zu einem einfachen Schluss: Wenn sie nicht fliegen können, soll auch kein anderer fliegen, und sie zerstören die Radaranlage des Flughafens. Resultat: Sämtliche Flüge werden annulliert.
Nun müssen sie fast alle mit dem Auto ihr Glück versuchen - und so fährt jeder seinem persönlichen Missgeschick entgegen.
Ein Taxifahrer erkennt in einem der Rat Racer jenen Schiedsrichter, wegen dessen katastrophaler Fehlentscheidung er seine ganzen Ersparnisse verloren hat. Jetzt kann er sich an ihm rächen und setzt ihn halbnackt in der Wüste aus. Mutter und Tochter suchen eine Abkürzung zum Highway, aber auch sie landen erst einmal in der Wüste. Die beiden Brüder wollen ihre Chance verdoppeln und sich getrennt auf die Jagd nach New Mexico machen: Aber zuvor wird ihnen der Schlüssel für das Schließfach gestohlen und sie müssen erst einmal dem Dieb hinterher jagen. Und weil die Tochter der jüdischen Familie unbedingt auf die Toilette mußs, will die Familie das an der Highway gelegene Barbie-Museum besuchen. Das wird allerdings nicht von der Spielzeugindustrie unterhalten, sondern von amerikanischen Neonazis geleitet und zeigt das Leben des SS-Mannes, dem Schlächter von Lyon, Klaus Barbie, dem Weinkenner und liebevollen Familienvater, wie man den Besuchern erklärt ...
Um seine politische Karriere nicht zu gefährden, wollte der junge Anwalt an der Jagd nach dem Geld ursprünglich gar nicht teilnehmen. Nachdem aber alle Linienflüge abgesagt wurden und er auf dem Flughafen eine attraktive Hubschrauberpilotin kennen lernt, die gerade nach New Mexico starten will, ist auch bei ihm die Geldgier stärker als die politische Vorsicht. Die Pilotin will nur noch kurz zum Gruß über das Haus ihres Freundes fliegen und überrascht ihn mit seiner Ex-Freundin bei einer heftigen Turtelei im Garten. So wird aus dem Flug nach New Mexico kurzerhand ein Angriff auf einen Swimmingpool, der schließlich mit einer Bruchlandung in der Wüste endet.
Mr. Pollini hat nach einem seiner unkontrollierbaren Schlafanfälle schließlich Platz in einem Lieferwagen gefunden, der eine besondere Fracht nach New Mexico bringen soll: ein nach genauen medizinischen Maßgaben gekühltes menschliches Spenderherz. Eine solche gruselige Fracht mußs natürlich einmal genauer betrachtet werden! Dabei jedoch glitscht das Herz aus dem fahrenden Auto und wird von einem wilden Hund aufgeschnappt. Um dem verzweifelten Fahrer nicht als alternativer Spender zu dienen, springt Mr. Pollini auf einen fahrenden Schnellzug.
Von den Rat Racers mußs nun jeder erst eine neue Möglichkeit finden, zu den zwei Millionen Dollar, nach New Mexico zu kommen. Der Schiedsrichter Owen erpresst sich von einem Busfahrer dessen Uniform und stellt zu spät fest, dass der Bus eine Gesellschaft von mehreren Dutzend Lucille-Ball-Imitatorinnen nach New Mexico bringen soll. Mutter und Tochter kapern ein Raketenauto, mit dem gerade ein neuer Rekord aufgestellt werden sollte, und rasen mit 750 Stundenkilometern Richtung Süden. Der jüdische Familienvater hat sich aus dem Barbie-Museum das Mercedes-Cabrio Adolf Hitlers geliehen, erhält dafür aber Prügel von einer Motorradgang und landet schließlich mitten auf der Bühne eines Treffens von Veteranen des Zweiten Weltkriegs, denen er wild gestikulierend wie eine Erscheinung Adolf Hitlers gegenübertritt.
Unterdessen verfolgen die beiden Brüder den Schlüsseldieb und geraten dabei auch an ein Verkehrsmittel, von dem sie nun wirklich überhaupt nichts verstehen, einen Heißluftballon. Zuletzt, nachdem auch sein Bus mit einer Panne liegen geblieben ist, nutzt Owen noch einen streunenden Esel, um nach Silver City zu gelangen ...
Erster aber ist Mr. Pollini, der genau am Ziel, dem Bahnhof von Silver City, von aufgebrachten Mitreisenden als mutmaßlicher Unhold aus dem Zug geworfen wird. Gerade als er den Schlüssel in das Schließfach stecken will, schläft er allerdings erneut ein, womit das Rennen wieder völlig unentschieden ist.
Als der ganze Pulk der Wettstreiter schließlich um den Zugang zu den Schließfächern rangelt, erfährt Mr. Sinclair per Telefon, dass die Belohnung für den Sieger schon längst in anderen Händen ist: Mr. Grisham, die Zuverlässigkeit und Schüchternheit in Person, hat sich das Preisgeld unter den Nagel gerissen, um sich mit einer sehr reizenden Dame davonzumachen.
Noch einmal wird die Jagd aufgenommen, und am Schluss landen alle Rat Racers auf der Bühne eines Benefizkonzerts, bei dem die "Friends of the Earth" Spenden sammeln. Ein Missverständnis nur, aber plötzlich erscheinen die zwei Millionen Dollar auf der Spendenanzeigetafel. Ein brausender Jubel, leuchtende Kinderaugen, glückliche Greise, da ist Widerspruch einfach zwecklos. Auf dieses Ergebnis hätte nicht mal Mr. Sinclair gewettet ...
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| © Fotos: Senator © 1994 - 2010 Dirk Jasper |