Eigentlich sind Jay und Silent Bob die entspanntesten Typen der Welt. Die Nachricht, die ihnen ihr alter Kumpel Holden überbringt, erregt jedoch den heiligen Zorn der beiden Buddies: Eine amerikanische Independent-Firma will den Kultcomic "Bluntman & Chronic" verfilmen, für den Jay und Silent Bob die Vorlage lieferten.
Mit hippen, gelackten Jungstars in den Hauptrollen. Und ohne Jay und Silent Bob einen müden Dollar zu zahlen. Das mußs verhindert werden! Also machen sich die beiden chaotischen Slacker auf den Weg nach Hollywood, um den Produzenten des Machwerks ein wenig das Zelluloid zu verschnippeln.
Der Trip der beiden Schlaffis aus New Jersey ist mit verrückten Abenteuern gespickt: Sie machen die Bekanntschaft der zuckersüßen Justice und ihrer kriminellen Freundinnen, brechen in ein Tierversuchslabor ein, werden von einem orientierungslosen Wildhüter gehetzt und finden in einem putzigen Orang Utan einen Freund fürs Leben.
Und das ist nur der Anfang einer wahnwitzigen Reise, die Jay und Silent Bob ins Herz der Entertainment-Industrie führt.
Filmkritiken
Süddeutsche Zeitung 2002-04-24: Wie Ping-Pong-Bälle springen die Einfälle zwischen den verschiedenen Ebenen von Fiktion und Wirklichkeit hin und her und verlieren allerdings bei jedem Aufprall Energie: Richtig originell und komisch ist das selten, der Plot kann seine Trägheit ungefähr genauso schlecht abschütteln wie die beiden Helden Jay und Bob. Die Witze bleiben auf "Amercian Pie" -Zoten-Niveau und die Blockbuster-Filmzitate und Seitenhiebe auf das Miramax-Studio sind immer ein bisschen zu offentsichtlich, um wirklich vergnüglich zu sein. Es ist Zeit, erwachsen zu werden - das gilt für den inzwischen 31-jährigen Regisseur ebenso wie für seine spätpubertären Helden, die diesmal immerhin schon den ersten Kuss abkriegen.
film-dienst 2002-08: Das komödiantische Road Movie bietet mehr oder weniger witzige Situationen sowie zahlreiche Gastauftritte von US-Stars, die den erreichten Status des Filmemachers unterstreichen sollen. Weniger anarchistisch als die Vorgänger, ist der Film nur noch ein Abziehbild früherer Versuche, das Bild einer Generation zu zeichen, die sich dem Kommerz verweigert.
Cinema 2002-04: Sein einst so bissiger Humor geht diesmal leider zwischen Zoten á la "American Pie" etwas veloren. Immerhin hagelt es Seitenhiebe aufs Big Business Filmindustrie. Wie gut, dass Smith die Skrupel, die er gegenüber Jay und Bob empfindet, nicht auch mit Hollywood hat.
Kultur Spiegel 2002-04: Kevin Smith inszenierte seinen Film wie eine pubertäre Abschiedsparty - voll mit geschmacklosen Scherzen, spärlich bekleideten Mädchen, Drogen, Popkultur-Referenzen und absurden Auftritten alter Weggefährten und Jugendidole. Sogar Mark Hamill, ehemals Luke Skywalker, darf wieder das Laserschwert schwingen.
Volker Bleeck (TV-Spielfilm) 2002-09: Insiderkifferkomödie: Pflicht für Fans, der Rest versteht nix.