Die Lady und der Herzog
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Historischer Hintergrund • Interview mit Françoise Etchegaray • Eric Rohmer •
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die Lady und der Herzog
Titel Frankreich: L'Angaise et le Duc
Genre: Historienfilm
Farbe, Frankreich, 2001

Kino Deutschland: 2002-03-21
Laufzeit Kino: 125 Minuten
Kinoverleih D: Tobis StudioCanal


Szenenfoto Grace wird um 1760 als Tochter einer schottischen Familie geboren. Nach ihrem Studium in Frankreich heiratet sie Sir John Elliott, lässt sich aber bald wieder scheiden und wird die Mätresse des Prinzen von Wales, des zukünftigen Georg IV. Ihm gebärt sie eine Tochter.

Prinz Philippe, Herzog von Orléans, wird auf sie aufmerksam und nimmt sie 1786 mit nach Frankreich. Ihre Liaison geht zu Ende als die Revolution beginnt, aber trotz ihrer politischen Divergenzen bleiben sie Freunde.


SzenenfotoDarsteller: Lucy Russel (Grace Elliott), Jean-Claude Dreyfus (Herzog von Orléans), François Marthouret (Dumourier), Léonard Cobiant (Champcenetz), Caroline Morin (Nanon), Alain Libolt (Herzog von Biron), Héléna Dubiel (Madame Meyler), Laurent le Doyen (Offizier der Sektion Miromesnil), Serge Wolfsperger (Beigeordneter der Sektion Miromesnil), Marie Riviere (Madame Laurent)

Regie: Eric Rohmer

Stab: • Produzenten: Françoise Etchegaray • Drehbuch: - • Vorlage: Grace Elliott • Filmmusik: - • Kamera: Diane Baratier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Jérôme Pouvaret • Schnitt: Mary Stephen • Kostüme: Pierre-Jean Larroque • Make Up: - • Ton: Pascal Ribier • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Rhein-Zeitung 2002-03-22: Wenn ein Regisseur mit über 80 Jahren sein Publikum noch so überraschen kann wie nun Eric Rohmer mit seinem Film "Die Lady und der Herzog", dann ist das ein Ereignis. Der Altmeister blickt zurück auf eine Episode der Französischen Revolution, in der nicht Danton oder Robespierre die Hauptrolle spielen, sondern eine englische Adelige. Die 1823 gestorbene Elliott hat diese Zeit in ihren Memoiren festgehalten. Rohmer hat nun einen Film daraus gemacht, der so ganz anders ist als das, was bislang von ihm im Kino zu sehen war. Denn ganz im Gegensatz zu dem wunderbar komponierten Quartett seiner "Vier Jahreszeiten" - Filme ist das neue Werk von provokativer Künstlichkeit.

Der Spiegel 2002-12: Aus ihrem Bericht über jene Schreckensjahre hat Eric Rohmer nun einen Film gemacht: kein hochdramatisches, Blut spritzendes Spekatekel, sondern ein formbewusstes, geradezu akademisch strenges Lehrstück, das die Darsteller vor Kulissen agieren lässt und den Straßenszenen sie Optik von kolorierten Kupfertsichen gibt. Einmal mehr überrascht der 81-jährige Rohmer durch Originalität, allerdings ist seine Historienlektion ein wenig steif und preziös geraten.

Cinema 2002-03: Das komplexe Thema bündelt Rohmer in wenigen prägnaten Sequenzen - Geschichte findet als Kammerspiel statt. Hat man allerdings erst einmal an den Minimalismus gewöhnt, geht dieser Politik mit Privatem verquickende Textmarathon nicht nur zu Herzen, sondern auch an die Nieren. Denn im Schatten der Adel entsorgenden Guillotine redet sich die Lady ob ihrer Begeisterung für Ludwig XVI. beinahe um ihren zarten Hals.

film-dienst 2002-06: Ein überzeugender, betont unparteiischer Geschichtsentwurf, der auf spielerische Weise die visuelle Wirklichkeit der Epoche aufscheinen lässt.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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