Nomaden der Lüfte
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizenDie Hauptdarsteller • Interview mit Jacques Perrin • Filmplakat im Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Nomaden der Lüfte
Titel Frankreich: Le Peuple Migrateur
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Frankreich, 2001

Kino Deutschland: 2002-04-04
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

DVD Deutschland: 2002-10-08
Video Deutschland: 2002-10-08
Laufzeit DVD/Video: 95 Minuten


Szenenfoto Dem Lauf der Jahreszeiten folgend, zeigt Nomaden der Lüfte Zugvögel auf ihrer Reise von einem Breitengrad zum nächsten. Auf ihren Wegen müssen sie eine Vielzahl von Gefahren überwinden, die jeden Flug zum letzten machen können: das Wetter, die endlosen Weiten der Ozeane, riesige Bergmassive, glühende Wüsten und Raubtiere aller Art.

Das Abenteuer beginnt zu Frühlingsanfang in unseren Breiten der gemäßigten Klimazone, wenn sich viele der gefiederten Wanderer in den hohen Norden aufmachen, wo sie riesige und unberührte Landstriche finden, wie z.B. die arktische Tundra, die sie zum Nisten bevorzugen.

Andere zieht es in tropische Gebiete und bis ins ferne Australien, während wieder andere den Weg über den Äquator bis in die Antarktis finden. Über atemberaubende Landschaften geht die Reise der Vögel und der Kamera, die so dicht an ihnen dran ist, als würde sie mit ihnen fliegen, bis der Planet einmal von Pol zu Pol umrundet ist.


SzenenfotoMitwirkende: Jean-Michel Rivaud (Chefpilot), Alain Arnoux (Pilot Ultraleichtflugzeug), Dany Cleyet-Marrel (Ballonfahrer), Jean-Philippe Varin (Dressur, Tierberatung), Christiane D'Hotel, Laurent Flaesch, Marc Crémades, Eric Plouzeau, Patrick Lelieve, Philippe De Cressac, Jean-Patrick Deya, Alain Feuillette, Laurent Patte, Edgar Raclot, André Saint-Germes

Regie: Jacques Perrin, Michel Debats, Jacques Cluzaud

Stab: • Produzenten: Jacques Perrin • Drehbuch: Olivier Deguy • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Luc Drion, Dominique Gentil, Thierry Machado, Michel Benjamin, Laurent Charbonnier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Marie-Joséphe Yoyotte • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Phillipe Barbeau, Jean-Baptiste Benoit, Paola De Jesus • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-07: Dokumentarfilm über die Wanderbewegungen der Zugvögel, der 44 verschiedene Vogelarten auf ihren Reisen zwischen Brut- und Überwinterungsplätzen rund um den Globus verfolgt. Durch teilweise in einer Vogelschule an Menschen gewöhnte Vögel und den Einsatz von kamerabestückten Fluggeräten, die sich wie selbstverständlich in die Formationsflüge der gefiederten Hauptdarsteller einfügen, entstanden sensationelle Aufnahmen, die den Zuschauer in eine tranceartige Schwerelosigkeit versetzen. Unaufdringlich plädiert der jede Effekthascherei vermeidende Film für den Einklang zwischen Mensch und Natur.

Cinema 2002-04: Das Resultat ist ein Doku-Abenteuer, dem man den gigantischen Kraftakt seiner Herstellung in jeder Sekunde ansieht und in dem Perrin - wie in seinem Insektenfilm "Mikrokosmos" - atemberaubende, unvergleichliche Aufnahmen gelingen, wie man sie so wohl noch nie gesehen hat. Einziger Wermutstropfen: Angesichts der verwirrenden Vielfalt - insgesamt 44 Vogelarten werden vorgestellt - und der berauschenden Tour-deforce durch 25 Länder schwirrt dem Zuschauer bald buchstäblich der Kopf.

SzenenfotoRhein-Zeitung 2002-04-05: Perrin bietet vor allem einen großartigen Augenschmaus. Und dabei gelingen ihm wunderschöne, poetische Aufnahmen, die womöglich wirkunsvoller um Verständnis für die Vogelwelt werben als larmoyante Ökodidaktik. Wenn zum Beispiel ein Gänseschwarm im Abendlicht erschöpft auf dem Deck eines Fischtrawlers zwischenlandet, meint man geradezu ein "Uff!" im Gekrächz zu vernehmen.

Brigitte Witthoefft (TV-Movie) 2002-08: Wer Tierdokus bislang nur aus dem Fernsehen kennt, bekommt hier Gelegenheit zu einem ganz neuen, einmalig schönen Seh-Erlebnis: atemberaubende Bilder auf der großen Kinoleinwand, hautnah gefilmt, fast ohne Kommentar, dafür mit wunderschöner Musik untermalt.

Der Spiegel 2002-14: In Perrins Kinowerk säuselt und dröhnt der Soundtrack zwar gehörig und es fehlt an einer klaren Dramaturgie, doch die Bilder sind von betörender Wucht - ob der Film nun Störche in der Sahara zeigt oder Rothalsgänse, die durch eine verseuchte Industrieanlage irren.

Kultur Spiegel 2002-04: Aufwendige Fortsetzung des Kassenerfolgs "Mikrokosmos", die sich an nie gesehenen Flugaufnahmen und Formationen berauscht und vieleicht deshalb seltsam öde und leer wirkt.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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