Black Hawk Down
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizenFilmplakat im Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Black Hawk Down
Titel USA: Black Hawk Down
Genre: Kriegsdrama
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 2002-04-11
Kino USA: 2002-01-18
Laufzeit Kino: 142 Minuten
Kinoverleih D: Senator


Szenenfoto 1993 entsendet die UNO internationale Friedenstruppen nach Somalia, um dafür zu sorgen, dass die Zufuhr von Hilfsgütern nicht von lokalen Warlords unterbrochen wird.

Weil der brutale Mohamed Farrah Aidid sich auch von den UN-Truppen nicht abschrecken lässt, sollen amerikanische Elitesoldaten hochrangige Offiziere Aidids in einem Gebäude in der Innenstadt von Mogadischu festnehmen und zur US-Basis außerhalb der Stadt bringen. Zunächst läuft alles nach Plan, doch dann stürzt ein junger Ranger beim Abseilen aus einem Hubschrauber 20 Meter in die Tiefe.

Szenenfoto Eine tragische Kettenreaktion wird ausgelöst: Zwei Black-Hawk-Hubschrauber werden abgeschossen, ein Konvoi aus zwölf Fahrzeugen verfährt sich im unübersichtlichen Straßenlabyrinth, 100 Ranger und Delta-Force-Soldaten werden eingekesselt und von der Außenwelt abgeschnitten.

Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt, denn die Feinde greifen von allen Seiten an und die Munitionsvorräte werden langsam knapp. Die Lage eskaliert ...


SzenenfotoDarsteller: Josh Hartnett (Staff Sgt. Matt Eversmann), Ewan McGregor (Ranger Spec. Grimes), Tom Sizemore (Ranger Lt. Col. Danny McKnight), Eric Bana (Delta Sgt. First Class "Hoot" Gibson), William Fichtner (Delta Sgt. First Class Jeff Sanderson), Ewen Bremner (Ranger Spec. Shawn Nelson), Sam Shepard (Maj. Gen. William F. Garrison), Gabriel Casseus (Ranger Spec. Mike Kurth), Kim Coates (Delta Master Sgt. Chris "Wex" Wexler), Hugh Dancy (Ranger Sgt. First Class Kurt Schmid)

Regie: Ridley Scott

Stab: • Produzenten: Ridley Scott, Jerry Bruckheimer • Drehbuch: Ken Nolan • Vorlage: Roman Black Hawk Down von Mark Bowden • Filmmusik: Hans Zimmer • Kamera: Slawomir Idziak • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Arthur Max • Schnitt: Pietro Scalia • Kostüme: David Murphy, Sammy Howarth-Sheldon • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema 2002-10: Das müssen wir ungediente Verächter von Kommisskopp-Denken mangels Vergleichsmöglichkeiten erst mal glauben. Stellt man Scotts Film neben andere Kriegsdramen, wirkt er in der Tat nagend naturalistisch, zermürbend in seiner Zersplittertheit. Und man dankt ihm den Verzicht auf Seifenoperndramaturgie wie in Spielbergs "Der Soldat James Ryan". Ist "Black Hawk Down" also eine Dokumentation? Machen wir uns nichts vor über die visuelle Verführungskraft des talentierten Mr. Ridley: Wenn Helikopter rasant über Städte jagen, erfreut das die Netzhaut. Auch sonst bietet sein cineastisches Kommandounternehmen Ziele für die Kalaschnikows der Kritik: Zu martialisch-schmuck die Stars, zu fetischisiert die Militärmaschinerie, allzu ignorant übergeht Scott die politischen Zusammenhänge. Soll so sein, sagt er. Der organischen Welt wegen. Ridleys Welt.

Wer die ganze Wahrheit will - wie wär's mit der Sicht der Somalier? -, sollte zu dem gleichnamigen Sachbuch von Mark Bowden greifen.

Cinema 2002-04: Machen wir uns nichts vor über die visuelle Verführungskraft des talentierten Mr. Ridley: Wenn Helikopter rasant über Städte jagen, erfreut sich das die Netzhaut. Auch sonst bietet sein cineastisches Kommandounternehmen Ziele für die Kalaschnikows der kritik: Zu martialisch-schmuck die Stars, zu fetischisiert die Militärmaschinerie, allzu ignorant übergeht Scott die politischen Zusammenhänge. Soll so sein sagt er. Der organischen Welt wegen. Ridleys Welt. Wer die ganze Wahrheit will - wie wär's mit der Sicht der Somalier? -, sollte zu dem gleichnamigen Sachbuch von Mark Bowden greifen.

Jens Golombek (TV-Movie) 2002-21: Noch brutaler, noch realistischer: "Black Hawk Down" degradiert Steven Spielbergs "Soldat James Ryan" (1997) zum Schmalspur-Scharmützel. Wieder einmal müssen schnieke US-Boys durch die Hölle des Krieges. Aber nie zuvor wurde ihr Sterben so schockierend schonungslos dokumentiert. Einziger Kritikpunkt: Bei der zweistündigen Materialschlacht und dem patriotischen Dauerfeuer bleibt das Leid der somalischen Bevölkerung unberücksichtigt.

film-dienst 2002-21: Umstrittener Kriegsfilm über die Ereignisse des 3. Oktober 1993 in Mogadischu, als amerikanische Gis versuchten, somalische Funktionäre gefangen zu nehmen. Der Auftrag scheiterte und mündete in eine Schlacht, in der 18 Amerikaner und ungezählte Somalis starben. Außer dem minutiös und realistisch nachgezeichneten Schlachtgetümmel bietet der in Zusammenarbeit mit der US-Army entstandene Film kaum Informationen. Erst recht bezieht er keine Position zur gescheiterten UNO-Friedensmission.

Financial Times Deutschland 2002-10-10: "Black Hawk Down" sei eine "Metapher für all die Kriege, bei denen man glauben möchte, dass sie aus den richtigen Gründen geführt werden und nicht um Öl oder irgendwelche anderen Sachen. Sein erster politischer Film hat Ridley Scott stärker geprägt, als ihm vielleicht lieb ist. "Politischer Stoff ist ein besserer Grund, Filme zu machen. Es dürfte schwierig werden, zu den Belanglosigkeiten Hollywoods zurückzukehren. Ich weiß nicht, was ich als nächstes mache.

Stern 2002-42: Regie-Veteran Ridley Scott macht daraus eine Mischung aus Doku-Streifen und blutigen Video-Ballerspiel. Hart, aber ehrlich. Erschöpfend und zugleich überwältigend. Unter irgendwelchen staubigen Helmen stecken auch Josh Hartnett und Ewan McGregor. Scott - "Ich wollte einen Film ohen Sentimentalitäten" - geht es weniger um die gescheiterte Mission als um die Kameradschaft der US-Boys übern Aktcri den Tod hinaus. So was mag das Pentagon.

Hör zu 2002-41: Ridley Scott verzichtet auf Hintergründe oder tiefe Charakterzeichnung. Dafür erlebt der Zuschauer die Hölle des Krieges - und zwar nur aus Sicht der Amerikaner, aber selten kam ein Regisseur der grausamen Wirklichkeit so nah. Schonungslos und technisch perfekt.

(TV-Today) 2002-21: Die Bilder gehen unter die Haut. Dennoch ist das Ganze eine seltsame Mischung aus Kriegs- und Antikriegsfilm.


SzenenfotoOscar ®

Oscar für 2001 für Mike Minkler, Myron Nettinga, Chris Munro (Bester Ton)
Oscar für 2001 für Pietro Scalia (Bester Schnitt)

Oscar-Nominierung für 2001 für Ridley Scott (Beste Regie)
Oscar-Nominierung für 2001 für Slawomir Idziak (Beste Kamera)


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Senator © 1994 - 2010 Dirk Jasper