Filmkritiken
Die Welt 2002-04-11: "Im Zeichen der Libelle" zeigt einen Menschen auf der Suche nach Erlösung. Insofern ist es ein typischer Costner-Charakter, einer von jenen Männern, die im wilden Westen, auf dem Meer, oder in der Zukunft herumirren und nur wissen, dass sie mit dem Leben unzufrieden sind. Störrisch und und selbstherrlich verwirklichen sich diese im Grunde konservativen Figuren und reißen dabei oft die entsprechenden Filme mit in den Abgrund. Die Hybris des Costner-Charakters ist eine Mischung aus alter Tugend und Neureichtum. Dem Regisseur Tom Shadyac fehlt wirklich jede visuelle Originalität. Stndig geht das Licht aus, und Kevin Costner tappt durchs Dunkle. Aber nicht mal im Dunklen wird die Ideenlosigkeit und Langeweile des Films verdeckt. Am Ende gibt es ein unglaublich kitschiges Erlöser-Ende wie es sich für einen Costner-Film gehört. Dieser Mann ist nicht zu retten, schon gar nicht im Kino.
Cinema 2002-04: Regisseur Shadyac kommt von der Klamauk-Komödie und überrascht in seinem Horrordebüt mit einigen gelungenen Schock- und Spannungsmomenten. Doch leider gilt das nur für die ersten zwei Drittel. Die Auflösung verdreht den Film zur eigenen Karikatur, beinahe so, als hätte Rosamunde Pilcher die Jenseitsschmonzette "Ghost" neu inszeniert. Mulder und Scully hätten das zu verhindern gewusst.
Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-08: Seit "The Sixth Sense" wimmelt es im Kino vor Gespenstern. Aber nicht jeder Spuk erzeugt einen klasse Film. Die Schwachpunkte der "Libelle" sind oberflächliche Figuren und eine eher zähe Geistergeschichte. Am Ende rutscht alles in eine superkitschige Love-Story ab, über die wohl nur noch megatreue Costner-Fans jubeln.
Hörzu 2002-15: "Im Zeichen der Libelle" klaut ungeniert bei Abräumern wie "The Sixth Sense" oder "Akte X", ist aber selbst nur müder Abklatsch: verschleierte Symbole, etwas Nervenkitzel, ein schlafwandlerischer Costner und am Ende der unausweichliche Clou, der mehr ärgert als überrascht - für ein Comeback zu wenig.
Kultur Spiegel 2002-04: Ein weiterer Sargnagel für die Karriere von Kevin Costner Als trauender Arzt wird er von seiner Frau aus dem Jenseits kontaktiert. Humbug, angemessen banal in Szene gesetzt.
film-dienst 2002-08: Langweilige Schmonzette, die sich tiefsinnig und spirituell angehaucht gibt, in Wirklichkeit aber lediglich gängige Rezepturen erfolgreicher Hollywood-Filme neu mischt, um Dutzendware auf Erfolgskurs zu bringen.
Rhein-Zeitung 2002-04-12: Zu billig ist der parapsychologischeMummenschanz, zu plump die Rätsel der besorgten Gespenster. Statt mit einer Reflexion über Verlust und Trauer zu ergreifen, führt dieser fade Film nur zu tödlicher Langeweile.
Der Spiegel 2002-15: Der Film des Regisseurs Tom Shadyacs ist schiere, schamlose Spökenkiekerei.
Karl-Heinz Schäfer (TV-Today) 2002-08: Langweiliger Hokuspokus um Nachrichten aus dem Jenseits.
R. Kruse (TV-Spielfilm) 2002-08: Unfreiwillig komisches Geisterdrama mit nerviger New-Age-Botschaft.