Hinter der Sonne
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Hinter der Sonne
Titel USA: Behind The Sun
Genre: Drama
Farbe, Brasilien, Schweiz, Frankreich, 2001

Kino Deutschland: 2002-04-11
Laufzeit Kino: 89 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

DVD Deutschland: 2002-10-31
Video Deutschland: 2002-10-31


Szenenfoto Hinter der Sonne erzählt die Geschichte Tonhos, dessen Vater ihm befiehlt, den Tod seines älteren Bruders zu rächen. Obwohl Tonho weiß, dass er mit dem Mord sein eigenes Leben aufs Spiel setzt, beschließt er, die Ehre seiner Familie zu retten.

Erst die Fragen seines jüngeren Bruders Pacu stimmen ihn nachdenklich und lassen ihn an dem Gebot der Blutrache zweifeln. Als eines Tages ein Wanderzirkus durch die Stadt zieht und Tonho sich in die bezaubernde Schaustellerin Clara verliebt, hat er die Möglichkeit, sein Leben zu ändern ...


SzenenfotoDarsteller: José Dumont (Vater), Rodrigo Santoro (Tonho), Rita Assemany (Mutter), Luiz Carlos Vasconcelos (Salustiano), Ravi Ramos Lacerda (Pacu), Flavia Marco Antonio (Clara), Othon Bascos (Mr. Lourenço)

Regie: Walter Salles

Stab: • Produzenten: Arthur Cohn • Drehbuch: Walter Salles, Sérgio Machado, Karim Ainouz • Vorlage: nach dem Roman "Der zerrissene April" von Ismail Kadaré • Filmmusik: Antonio Pinto • Kamera: Walter Carvalho • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cassio Amarante • Schnitt: Isabelle Rathery • Kostüme: Cao Albuquerque • Make Up: - • Ton: Felix Andrew, Francois Groult, Wladir Xavier, Francois Musy • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Hinter der Sonne" inspiriert von dem Buch "Der zerrissene April" von Ismail Kadaré ist ein poetischer, aufwühlender und schmerzlicher Film über den Tod und das Leben. Ein eindringliches Drama voll epischer Wucht und emotionaler Kraft.

Der Spiegel 2002-15: Seinen dramatischen Stoff hat er aus einem Roman des Albaners Ismail Kadaré, er beruft sich aber auch gern auf Aischylos und die Geburt der griechischen Tragödie, um die Fallhöhe seines Werks anzudeuten. Das schweißtreibend hochgestylte Blutrachestück kommt mit beeindruckend archaischer Düsternis unter gleißender Sonne daher, pathetisch wie eine Puccini-Oper in Zeffirellis Zugriff, ganz und gar gekonnt gemacht: Für den Golden Globe nominierte Folklore auf feinstem Welt-Filmkunst-Niveau.

Die Welt 2002-04-22: Der Film kann sich zwischen einer realistischen und märchenhaften Erzählweise nicht entscheiden. Die Sozialkritik bleibt am Ende auf der Strecke. Bedauerlich auch, dass Salles sicht nicht auf die reiche, wunderschöne Musik der Region verließ. Die verwendete Musik ist meist überzogen und lässt sich nicht mit der gezeigten Welt in Einklang bringen.

film-dienst 2002-08: Bildgewaltiges Drama, das in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts angesiedelt ist und auf historische Vorgänge zurückgreift, sich jedoch weniger als analytische Deutung denn als grundsätzliche Parabel über Gewalt und Gegengewalt versteht. Gerade darin aber erliegt sie trotz der wuchtigen Erzählweise einer eher schwindsüchtigen Aufdringlichkeit.

Cinema 2002-04: Einen Wanderzirkus als Symbol für den Aufbruch in eine verheißungsvolle Freiheit zu bemühen, ist zwar abgedroschen. Dennoch bewegt sich das Drama souverän zwischen Poesie und der authentischen Darstellung des tristen Arbeitsalltags am Rad der Zuckerrohrmühle.

Handelsblatt News am Abend 2002-04-11: Ein überlegter Gebrauch von Kamera und Musik lässt den Film nie in den Kitsch abstürzen. Walter Salles gewinnt der Lnadschaft eine eigene Poesie ab, ohne je soziales Mitleid zu erheischen. Die Dialoge sind karg. Die Geschichte spielt sich in Bildern ab.

Rhein-Zeitung 2002-04-12: Im neuen Film von Walter Salles geht es um eine dramatische Familiengeschichte, in der mit gewaltigen Bildern von dem Konflikt eines jungen Mannes erzählt wird.

Rolf von der Reith (TV-Today) 2002-08: Eine kleine Fabel - doch dank eindringlicher Bilder und markanter Darsteller großes Kino.

Hörzu 2002-15: Bedächtig erzählte, kritische Tragödie von Walter Salles.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


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