Iris
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizenDie wahre Iris Murdoch • Interview mit John Bayley • Filmplakat im Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Iris
Titel USA: Iris
Genre: Drama
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 16. Mai 2002
Kino USA: 14. Dezember 2001
Laufzeit Kino: 95 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

DVD Deutschland: 2002-11-28
Video Deutschland: 2002-11-28
Laufzeit DVD/Video: 87 Minuten


Szenenfoto Die gefeierte Literatin und Denkerin Iris Mudoch ist seit mehr als 40 Jahren mit dem Literaturkritiker John Bayley verheiratet.

Schon in den frühen Tagen ihrer Romanze war die überlegene Autorin diejenige, die das Sagen hatte. John stand stets in ihrem Schatten und mußste akzeptieren, dass Iris ihre Freiheit auch mit anderen Männern und Frauen zelebrierte. Und doch blieben die beiden ein Paar und wuchsen im Lauf der Jahre immer näher zusammen.

Bis zu jenem schicksalhaften Tag im Jahr 1997, als ihre Dynamik auf den Kopf gestellt und ihre Beziehung der schwersten Belastungsprobe überhaupt ausgesetzt wird: Die Ärzte diagnostizieren Alzheimer bei Iris.

Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben ...


SzenenfotoDarsteller: Judi Dench (Iris Murdoch), Jim Broadbent (John Bayley), Kate Winslet (Die junge Iris), Hugh Bonneville (Der junge John), Penelope Wilton (Janet Stone), Samuel West (Der junge Maurice), Timothy West (Der alte Maurice), Eleanor Bron (Schuldirektorin), Angela Morant (Gastgeberin), Juliet Aubrey (Die junge Janet Stone)

Regie: Richard Eyre

Stab: • Produzenten: Robert Fox, Scott Rudin • Drehbuch: Richard Eyre, Charles Wood • Vorlage: nach den Büchern "Elegy for Iris" und "Iris and Her Friends" von John Bayley • Musik: James Horner • Kamera: Roger Pratt • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Gemma Jackson • Schnitt: Martin Walsh • Kostüme: Ruth Myers • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-10: Literaturdrama über die englische Schriftstellerinn Iris Murdoch, die nach einer erfolgreichen Karriere an Alzheimer erkrankte. Intelligent, humorvoll und ironisch verquickt der Film die Krankheitsgeschichte mit Rückerinnerung an jene Jugendtage in Oxford, als sie ihren Ehemann John Bayley kennenlernte. In den Hauptrollen glänzend besetzt und dank subtiler Bilder in der Beschreibung der Krankheit durchaus sehenswert, verschenkt das Drehbuch dennoch viel, weil die Verbindung zwischen den Erinnerungen an den Beginn der Beziehung und der Krankheitsgeschichte nicht immer plausibel erscheint.

Der Spiegel 2002-20: "Iris" handelt von den Schrecknissen der Alzheimer-Krankheit, von der Frage, was aus der Liebe wird, wenn ein Partner sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Als Vorlage dient das Schicksal der Erfolgsautorin Iris Murdoch (gespielt von Kate Winslet und Judi Dench) und ihres Mannes Bayley (gespielt von Hugh Bonneville und Kim Broadbent). Doch Eyre verlässt sich nicht auf die Skurrilität seiner Vorbilder, sondern donnert die Story seiner melancholisch-verdüsterten Figuren mit viel Musikschwulst zu: So gehen seinem Film über Gedächnisverlust aller Witz und alle Gedanken verloren.

Cinema 2002-05: Tristesse pur? Gewiss. Aber kein violinenumsäuselter Bhindertenkitsch. Richard Eyre blättert in Rückblenden warmherzige Szenen einer Ehe auf, in der zwei gegensätzliche Charaktere - Iris dominant und impulsiv, John ein stotternder Kauz, der nicht eben die Welt entflammt - zur Ruhe kommen. Umso mehr Wehmut löst das tragische Finale aus. So mußs es sich anfühlen, wenn man einen Partner verlässt, obwohl man ihn liebt.

Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-11: "Iris" ist keine konventionelle Biografie, sondern schildert im steten Wechsel zwischen gestern und heute besondere Momente des Lebens von Iris Murdoch. Das Resultat: fesselnd, rührend und auch mal schmerzhaft ungeschminkt. Ein Genuss.

Kultur Spiegel 2002-05: Die subtile Umsetzung einer seltsamen Intellektuellen Love-Story verhindert allerdings, dass daraus je Kolportage wird. Verdienter Oscar für Broadbent.

Olaf Schneekloth (TV-Today) 2002-11: Zu Herzen gehendes Drama über die Kraft der Liebe im Schatten einer tückischen Krankheit.

Dörte von der Reith (TV-Spielfilm) 2002-11: Garantiert kein Li-La-Laune-Film und gerade deshalb so sehenswert.


SzenenfotoOscar ®

Oscar für 2001 für Jim Broadbent (Bester Nebendarsteller)

Oscar-Nominierung für 2001 für Judi Dench (Beste Hauptdarstellerin)
Oscar-Nominierung für 2001 für Kate Winslet (Beste Nebendarstellerin)


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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