Produktionsnotizen zu Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder
• Über die Filmemacher • Über die Produktion • Über Jimmys Welt • Über die Besetzung der Stimmen im Original • Über die Musik • Über 3-D Computeranimation • Über die Jimmy Neutron Invsasion •

Über die Filmemacher

Paramount Pictures und Nickelodeon Movies präsentieren die O Entertainment und Nickelodeon Produktion Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder, inszeniert von John A. Davis und produziert von Steve Oedekerk, John A. Davis und Albie Hecht. Das Drehbuch stammt von John A. Davis, David N. Weiss & J. David Stem und Steve Oedekerk, die Story wurde entwickelt von John A. Davis und Steve Oedekerk. Die ausführenden Produzenten sind Julia Pistor und Keith Alcorn und als Koproduzenten fungieren Gina Shay und Paul Marshal. Zu den prominenten Stimmen hinter den Charakteren gehören im Original Patrick Stewart, Martin Short und Andrea Martin. Die weiteren wichtigen Stimmtalente sind Megan Cavanagh, Mark DeCarlo, Debi Derryberry, Jeff Garcia, Carolyn Lawrence, Candi Milo, Rob Paulsen, Crystal Scales und Frank Welker.

Paramount Pictures ist ein Teil des Entertainment Unternehmens Viacom, Inc., einem der größten Unterhaltungs- und Medienkonzerne der Welt, führend in der Produktion, Promotion und dem Vertrieb von Unterhaltung, Nachrichten, Sport und Musik. Nickelodeon Movies ist die Entwicklungs- und Produktionsabteilung für Spielfilme von Nickelodeon, die als Viacom-Tochter zusammen mit ihrer Firmenschwester Paramount Pictures Filme für Kinder und ihre Familien produziert.

Nickelodeon Movies wurde 1993 gegründet, um verschiedene Filmtypen zu entwickeln und zu produzieren: starbesetzte Familienfilme, Filme für kleine Kinder und animierte Spielfilme, die außergewöhnliche Ereignisse, Charaktere und Situationen imLebensalltag zeigen. Die Nickelodeon Spielfilme wie Rugrats - Der Film, Schneefrei und Rugrats in Paris haben insgesamt mehr als 370 Mio. Dollar eingespielt. Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder ist die sechste Zusammenarbeit von Paramount Pictures und Nickelodeon Movies.

Über die Produktion Lebendig ist die einzigartige Welt von Jimmy Neutron im Kopf von Regisseur, Produzent und Drehbuchautor John A. Davis schon seit zwei Jahrzehnten. Im neuen Jahrtausend hat Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder nun endlich seine Freigabe für den Raketenstart auf der Leinwand.

"In den frühen 90ern, als wir gerade anfingen, uns mit 3-D-Computeranimation zu beschäftigen, kam John mit dieser Idee, die er schon seit den 80ern mit sich herum trug," beschreibt der ausführende Produzent Keith Alcorn. "Damals hieß die Idee noch ?Runaway Rocket Boy'." "Ich zog in ein neues Haus und fand dieses alte Skript und ein Storyboard über einen kleinen genialen Jungen, der in seinem selbstgebauten Raumschiff von Zuhause ausreißt," erinnert sich Davis. "Es war mir überhaupt nicht klar, dass Jimmy die ganze Zeit schon in meinem Kopf herumgespukt hat. Es ist es toll, ihn endlich herauszulassen."

Die Filmkarriere von Jimmy Neutron begann 1995 mit seinem Auftritt in dem 40-Sekunden-Kurzfilm "Runaway Rocket Boy". Aufgeführt wurde der Film auf dem Computer Animations Festival auf der SIGGRAPH Conference 1995 in Los Angeles und er gewann zwei "Wavey" Awards, einen für "Best Character Animation' und einen für "Best in Show". Diese Anerkennung zog eine Reihe von Artikeln in Branchenmagazinen nach sich und, viel wichtiger noch, der Kurzfilm erregte die Aufmerksamkeit von Autor, Produzent und Regisseur Steve Oedekerk (Ace Ventura - ein tierischer Detektiv), der großes Interesse zeigte, aus dem Computercharakter eine Fernsehserie zu entwickeln.

"Ich habe in einem alternativen CGI Magazin ein Foto einer frühen Fassung von Jimmy und Robbie, seinem Roboterhund, gesehen und dachte, dass das nach Spaß aussieht," sagt Oedekerk, der als Produzent und Autor den kleinen Raketenjungen ins Kino bringt. Oedekerk stellte sich zunächst aber eine CGI Animations-TV-Serie für Jimmy Neutron vor.

"John, Keith und ich tauschten unsere Ansichten über die Figur aus und darüber, wie die Serie aussehen sollte. Wir entwickelten eine ausgedehnte Version des 40 Sekunden-Kurzfilmes (heute "The Adventures of Johnny Quasar"), die den Look und die Möglichkeiten der Serie zeigen sollte, und dann schlug ich vor, damit zu Nickelodeon zu gehen. Das gesamte Network hat eine enorme Präsenz und vermittelt ein einladendes Gefühl purer Freude. Ich dachte, dass Jimmy genau da hinein passen würde, und ihnen gleichzeitig etwas Frisches und Originelles zu bieten hätte."

Oedekerk, Davis und Alcorn gingen im Herbst 1995 nach Los Angeles und unterbreiteten Nickelodeon den Vorschlag für einen Jimmy Neutron Serienpiloten - einen genialen Vorschlag. "Es hat uns umgehauen," beschreibt Albie Hecht, President of Film and Televison Entertainment von Nickelodeon. "Die Animation war brillant und hatte diesen bezaubernden, futuristischen Retrostil."

Alcorn, der die Charaktere für den Film gestaltete, wollte genau dieses Gefühl erzeugen: "Wir haben oft mit den Designs aus unserer Kindheit gespielt und damit, wie das Fernsehen und die Filme damals waren. Der Look des Films ist also Retro-Fifties, ein bisschen 50er Jahre Design, angereichert mit Dingen, die Kinder von heute kennen wie beispielsweise PCs."

Ende 1997 war dann ein 13-minütiger Pilot in Produktion und was danach passierte, war für die Filmemacher wie sechs Richtige im Lotto. "Nickelodeon mochte den Piloten so sehr, dass sie einen Spielfilm und eine Serie machen wollten!" unterstreicht Davis. Hecht, der die Produktion des Filmes übernahm, war genauso begeistert: "Nickelodeon ist stolz darauf, am Puls der Zeit zu sein, und sowohl Steves als auch Johns eigener Sinn für Humor passen perfekt zu der Marke Nickelodeon. Ich wollte schon immer mit Menschen arbeiten, die mich so sehr zum Lachen bringen, dass mir der Bauch schmerzt. Der Wunsch wurde mir mit der Arbeit an "Jimmy Neutron" erfüllt."

Im Herbst 1999 fingen Davis und Oedekerk mit dem Drehbuch für Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder an. Und bei DNA Productions, der in Dallas, Texas, ansässigen Produktionsfirma von Davis und Alcorn, begannen die Arbeiten an der Animation. Gleichzeitig machte man bei Nickelodeon große Pläne für den kleinen Erfinder. "Von Anfang an haben wir uns Jimmy als unsere erste Multimedia-Figur vorgestellt," sagt Hecht. "Er ist virtuell. Er kann im Fernsehen auftreten, in Filmen, online, in Videospielen und sogar in unserem Magazin."

Für Davis und Oedekerk hat der Charakter eine sehr persönliche Komponente. "Jimmy bietet mir die Möglichkeit, meine Kindheitsfantasien auszuleben," beschreibt Davis. "Zum Beispiel wie es wäre, wenn man sich nach einem Streit mit den Eltern einfach eine Rakete bauen und von Zuhause wegfliegen könnte? Wie wäre es, wenn man sich seinen eigenen Robothund basteln könnte?" Oedekerk fühlt sich Jimmy sehr nahe und er ist genau der richtige Mann, um sich komische und spannende Situationen für ihn auszudenken. "Jimmy Neutron und ich haben eine Menge gemein," schmunzelt Oedekerk. "Wir sind beide gescheit und sensibel... und wir benehmen uns wie Kinder."

Über Jimmys Welt Jimmy Neutron lebt in Retroville, einer idealisierten Kleinstadt mit pastellfarbenen Häusern und manikürten Rasen. Die Bewohner dieses ruhigen Vororts sind ein bisschen altmodisch, aber mit sehr realistischen Vorstellungen. Sie haben einen Fuß in der Vergangenheit, einen in der Gegenwart und einen weiteren in der totalen Fantasie.

"Jimmys Welt ist stilisiert - wir bleiben weg vom Fotorealismus," beschreibt John A. Davis. "Tatsächlich sind wir eher an Fotosurrealismus interessiert. Das Licht haben wir bunt, dramatisch und bühnenreif gestaltet. Es ist eine Mixtur aus 50er-Jahre-Feeling und einer zeitlosen Qualität. Beispielsweise benützt Jimmy zwar das Internet, aber mit einem PC im Retrodesign, der aussieht wie man sich einen Homecomputer von 1955 vorstellen würde." "Das von John und Keith geschaffene Design von Jimmy und seiner Welt besticht dadurch, dass alles etwas anders ist als bei den anderen CGI-Animationen," fügt Steve Oedekerk hinzu. "Diese Welt ist ein amüsanter und farbenfroher Ort. Und das Retrodesign macht das Beste aus beiden Welten - der coolen CGI-Look auf der einen, der organische Eindruck traditioneller Animation auf der anderen Seite."

Während die Ausstattung und Schauplätze im Retrostil gehalten und pure Fantasie sind, bewegen sich Geschichte und Verweise des Filmes eindeutig im Hier und Heute. "Retroville ist ein Ort, an dem alles, was Kids jemals cool gefunden haben, immer noch existiert," sagt Davis. "Deswegen sehen wir Autos im 50er Jahre Stil mit Heckflossen und Chromstoßstangen an Häusern mit Satellitenschüsseln auf den Dächern vorbeifahren. Die Kinder spielen mit Raketen im Fifties-Look genauso wie mit Gameboys. Wenn es jemals irgendwo cool war, dann ist es in Retroville."

Die Fantasiestadt ist außerdem ein absolut sicherer Hafen für Kinder. Die Kinder können auf ihre Fahrräder steigen und bis zum Abendbrot wegbleiben, ohne dass sich ihre Eltern irgendwelche Sorgen machen müssen. Abgesehen vielleicht von einer Invasion schleimiger, grüner außerirdischer Eierwesen.

Retroville ist fröhlich und optimistisch, aber um die Ecke blitzt immer wieder eine gewisse Ironie. So erlaubt beispielsweise die besondere Mischung aus Naturgesetzen und Cartoonlogik, dass Jimmy mit einem Raketencabrio durchs All fliegt.

"Auch wenn Jimmy ein Genie ist, bleibt er trotzdem ein Kind mit der gleichen Tatkraft, den gleichen Wünschen, Problemen und Schwächen wie jedes andere Kind." erklärt Davis. "Alles was Jungs beschäftigt, seien es Mädchen, Zensuren oder Hausarrest, beschäftigt natürlich auch Jimmy. Der Unterschied ist, dass Jimmy vielleicht etwas erfindet, um die Sache in Ordnung zu bringen, während die meisten anderen Kinder nichts dergleichen tun können."

"Jimmy ist in der Lage, Dinge zu tun, von denen andere Kinder träumen," stimmt Oedekerk zu. "Falls nötig, kann er fliegen, in der Zeit zurück reisen oder sich unsichtbar machen, auch wenn seine Erfindungen im kindlichen Überschwang selten so funktionieren wie geplant."

"Die meisten Erfindungen von Jimmy sind Marke Eigenbau," erläutert Keith Alcorn. "Sie werden zusammengesetzt aus ziemlich unkonventionellen Bausteinen, so macht Jimmy beispielsweise aus einem gewöhnlichen Toaster einen behelfsmäßigen Satelliten ... und es funktioniert!"

"Jimmy hat eine ganze Menge schicker Sachen wie sein geheimes, unterirdisches Labor, in dem er all diese unglaublichen Experimente und Erfindungen ausheckt," so Davis. "Unter dem Haus befindet sich ein riesiger Komplex, von dem seine Eltern nichts wissen. Dort gibt es Falltüren, geheime Passagen und Fahrstühle, die zu seinem Clubhaus im Garten führen. Jimmy hat sogar einen Sicherheitscomputer namens VOX, dessen weibliche Stimme verdächtig nach seiner Mutter klingt."

Aber über all den Erfindungen und Gehirnzeugs stehen für Jimmy die Menschen um ihn herum. "Jimmys Leben dreht sich um Familie und Schule," erzählt Davis, "und natürlich um seine Freunde, die alle irgendwie Außenseiter sind und mit ihren besonderen Eigenarten zumindest keinen Beliebheitswettbewerb gewinnen würden."

Carl Wheezer ist Jimmys bester Freund und nicht annähernd so klug. Aber wer ist das schon? "Jimmy ist brillant," schwärmt Debi Derryberry, die seinen Charakter im Original spricht. "Er erwartet nicht, dass irgendjemand so ist wie er. Carl ist Sonderling. Er ist tolpatschig und hat Asthma, aber er ist ein echter Freund. Jimmy akzeptiert ihn voll und ganz, was viele andere Kinder vielleicht nicht täten. Die beiden sind immer füreinander da." "Jimmy ist ebenfalls nicht gerade das coolste Kind der Klasse," betont Alcorn, "aber er ist das klügste. Er wird von einigen bewundert und von anderen beneidet, insbesondere von Cindy Vortex."

"Jimmy hat eine spannende Beziehung zu seiner Rivalin," merkt Davis an. "Cindy war das klügste Kind in der Schule bis Jimmy auftauchte. Das sorgt für einen gewissen Wettstreit zwischen den beiden, obwohl sie eigentlich von völlig verschiedenen Seiten kommen. Cindy ist kein Genie, aber sie ist sehr ehrgeizig und sehr klug, und sie kann es nicht leiden, das Rampenlicht mit Jimmy zu teilen. Das führt selbstverständlich zu einigen Konflikten zwischen den beiden." Das Vokabular von Jimmy, Carl, Cindy und ihren anderen Freunden ist gewürzt mit einzigartigem Technobabble, Dialogen mit witzigen, technischen Fantasiebegriffen.

"Die ?Jimmy-Sprache' kann man sich vorstellen als eine Art auf den neusten Stand gebrachte "Batman-Sprache" mit lauter witzigen Ausrufen und Sätzen, um Gefühle wie Frustration, Freude oder Aufregung auszudrücken." Doch dieses coole Technobabble wird nicht wirklich gesprochen von den ziemlich aufregenden Charakteren, sondern von ziemlich aufregenden Schauspielern.

Über die Besetzung der Stimmen im Original Nickelodeon und die Filmemacher haben sich ein paar der talentiertesten Schauspieler aus der Voice-Over-Branche geholt und dazu ein paar ziemlich berühmte Stimmen, um die Charaktere von Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder zum Leben zu erwecken.

"Die Stimmaufnahmen stehen immer am Anfang bei Trickfilmen," erklärt John A. Davis, "weil wir die Charaktere zu den Stimmen animieren. Die Stimmschauspieler liefern die kreative Basis für alles, was danach kommt. Und da viele der wichtigsten Charaktere Kinder sind, bedeutet die Besetzung der Stimmen eine zusätzliche Herausforderung. Mann mußs eine Stimme finden, die klingt, als wäre sie im richtigen Alter, und dabei mußs der Schauspieler die nötige Erfahrung haben, um flexibel zu sein. Die erfahrene Schauspielerin Debi Derryberry, bekannt für ihre Fähigkeit, die Stimmen kindlicher Charaktere zu treffen, spricht Jimmy Neutron.

"Debi hat diese lustige, angeborene Qualität in ihrer Stimme," kommentiert Davis. "Sie klingt nicht wie ein Erwachsener, der versucht, die Stimme eines kleinen Jungen nachzuahmen." Und was antwortet Debi Derryberry, wenn die Leute herausfinden, dass Jimmy Neutron eine Frau ist? "Frauen werden oft eingesetzt für die Stimmen kleiner Jungen," erläutert sie. "Das spart den Produzenten die Arbeit einer Neubesetzung, wenn die Jungs in ein Alter kommen, in dem sich ihre Stimme verändert. Frauen können diese Stimmlagen erreichen und dort auch über Jahre bleiben."

Fast schon wie ein Magnet für herausragende Talente stellt Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder außerdem das stimmliche Geschick von so angesehenen Schauspielern wie Patrick Stewart, Martin Short und Andrea Martin vor. Der hoch angesehene Bühnen- und Filmschauspieler Patrick Stewart (Star Trek) macht gemeinsame Sache mit dem chameleonhaften Filmkomiker Martin Short als bösartiges yokianisches Duo König Goobot und Ooblar. Bei den Regieanweisungen für diese Schauspieler war Davis immer darauf bedacht, die Einmaligkeit der außerirdischen Kreaturen zu unterstreichen, die in gigantischen Hühnerschiffen durchs All sausen und den Hühnergott Poultra anbeten.

"Die Yokianer sind eine außerirdische Rasse, die Millionen von Lichtjahren von der Erde entfernt lebt," weiß Davis. "Im Grunde sind sie Eierwesen, formlose Gestalten, die sich soweit entwickelt haben, dass sie keine normalen Körper mehr brauchen. Sie sind als physische Lebensformen soweit verkümmert, dass sie eigentlich nur noch eine versickernde, gallertartige Substanz sind. In dieser Hinsicht sind die Yokianer völlig abhängig von ihren kleinen Transportern, denn ansonsten würden sie über den ganzen Flur schlabbern."

Es ist ihre einzigartige, eklige Glibberigkeit, die ihnen letztlich einen Strich durch die Rechnung macht. "Sie müssen in diesen schwebenden Schalen aus Glas und Metall mit kleinen Roboterärmchen leben," fügt Davis hinzu. "Im Endeffekt sind sie nichts weiter als ein Häufchen Schleim und wenn sie verschüttet werden, dann können sie nichts mehr tun. Das ist ihre Achillesferse."

Patrick Stewart wusste, dass pure Vorstellungskraft der Schlüssel für die Rolle des außerirdischen Königs ist. "Man mußs alle Eindrücke irgendwelcher Aliens, die man jemals gesehen hat, aus seinem Kopf löschen," sagt ausgerechnet Patrick Stewart, der als Captain Picard ziemlich vielen Außerirdischen ?begegnet' ist. "Selbst ?Star Trek' hat niemals solche Aliens erfunden. Ich kann das beurteilen, weil ich schon mit Reiskörnern und sogar mit einer Ölpfütze gespielt habe."

Etwas ernsthafter fügt Patrick Stewart hinzu, "König Goobot hat viele Charakterzüge eines Anführers - er ist mächtig, selbstsicher, arrogant und gebieterisch - all das habe ich von Natur aus. Gleichzeitig ist er außerordentlich kindisch, bösartig, kleinlich und hysterisch. Und am Ende des Filmes stellt er sich als erbärmlicher Feigling heraus. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich einem solchen Charakter die richtige Stimme geben kann. Wie spricht ein Ei? Aber dann fand ich heraus, dass sie einfach nur einen affektierten Engländer der Oberschicht wollten, der etwas nachlässig spricht und alberne Ausdrücke wie ?yummy yummy' oder ?goody goody' benützt. Da war mir alles klar."

Stewart sieht die Beziehung seines Charakters mit dessen Diener Ooblar als eine klassische "Dick und Doof"-Paarung und ist froh, dass dieser lebendige, freche kleine Bruder des Königs, der immer die falschen Sachen sagt und tut, von Martin Short gespielt wird. "Ooblar ist ein Junge mit einem eigenen Kopf und die rechte Eierhand des Königs," sagt Short. "Dieser König ist etwas launisch. Er kann sich wegen jeder Kleinigkeit aufregen, völlig ausrasten und willkürlich Leute umbringen. Aus diesem Grund fürchtet sich Ooblar vor ihm."

Martin Short fährt fort, die Beziehung zwischen seiner Figur und dessen geliebten, eingebildeten, allmächtigen, aber ziemlich gelangweilten Monarchen zu beschreiben: "King Goobot kann alles haben, was er will. Er ist ein großes, verwöhntes Kind und Ooblar schmeichelt ihm die ganze Zeit mit Titulierungen wie "Eure königliche Dottrigkeit" oder "Eure Gallertigkeit". Sie müssen wissen, alles, was die Beschaffenheit von eiähnlichen Substanzen beschreibt, ist ein Kompliment für einen Yokianer. Wenn Ooblar also sagt, "Sie sehen heute aber ausnehmend glibberig aus, Sire!", dann sagt er etwas Nettes zu seinem König."

Die Filmemacher Davis und Oedekerk sind begeistert, Schauspieler des Kalibers von Stewart und Short an Bord zu haben. "Patrick ist nicht nur ein bemerkenswerter Schauspieler, sondern auch ein guter Mensch," so Oedekerk. "Er ist einer dieser Menschen, die aus etwas Gutem etwas Großartiges machen können. Und Martin ist natürlich sowohl verrückt als auch wundervoll. Er war immer voll dabei mit einer Bonus-Improvisation und seinem unzähmbaren Witz."

Andrea Martin, die der Grundschullehrerin Miss Fowl ihre Stimme leiht, sieht ihren Charakter als Kombination aus einem Hühnchen und der karikierten Sketchfigur Edna Boil, die sie bei SCTV (Second City TV) gespielt hat: "Wenn ich einen Charakter spielen soll, dann schaue ich mir zunächst ein Bild von ihm an. Das hilft mir. Diesmal aber hatte ich nichts vor mir und deswegen habe ich mich auf diese Notlösung gestürzt. Ich weiß wie ein Hühnchen aussieht und kann mich an Edna Boils Charakter erinnern. Trotzdem war es eine Herausforderung, die beiden zusammenzubringen."

Um Jimmy herum stellt der Film eine Reihe von Charakteren vor, mit denen Kinder jeden Alters etwas anfangen können. Da ist zum Beispiel Carl, der schwerfällige beste Freund; Judy und Frank, Jimmys wohlmeinende, aber etwas zerstreute Eltern; die hübsche und beliebte Cindy, der genau wie Jimmy nicht klar ist, wie sehr er sie eigentlich mag; Nick, der Mr. Cool der Clique; Max, ein linkischer Junge, der davon träumt, ein Superheld zu sein; Libby, die supervernünftige beste Freundin Cindys und außerdem ihr Gewissen; und nicht zu vergessen, Robbie, der treue Roboterhund.

"Es ist wichtig, einen kontrastreichen Mix zu besetzen, damit nicht alle in der gleichen Stimmlage sprechen," erläutert Davis. "Einige Charaktere verlangen eine sehr hohe Stimme, andere sollten eine tiefe haben. In jedem Fall aber müssen die Stimmen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, sodass man sie einzeln heraushören kann. Ich kann mich mit unseren Schauspielern mehr als nur glücklich schätzen."

Der erfahrene Sprecher Rob Paulsen spricht die wichtige Rolle von Jimmys bestem Freund. "Carl Wheezer hat seinen Namen nicht ohne Grund bekommen," stellt Paulsen fest, denn Wheezer bedeutet soviel wie Keucher. "Er keucht. Er hat Asthma und ist ziemlich beleibt. Und, wenn ich ehrlich bin, er hat wohl auch ein paar Probleme mit den Drüsen. Ich dachte mir, es wäre ganz interessant, wenn seine Stimme diese Probleme vermitteln würde. Also holt er immer Luft und atmet beim Sprechen aus, was ihn einigermaßen weinerlich klingen lässt."

Paulsen beschreibt Carl als ziemlich tolpatschig, aber mit einem Herzen aus Gold, und er erläutert, wie wichtig Jimmy für seinen Filmcharakter ist: "Carl sagt, "Jimmy ist alles, was ich gerne wäre, aber nicht sein kann ... weil ich ich bin." Die Jungs sind dickste Freunde. Jimmy hilft Carl bei den Hausaufgaben, guckt mit ihm fern auf seinem Breitwandfernseher und er lässt ihn sogar in seinen selbstgebauten Raketen herumfliegen."

Die beiden Comedy-Schauspieler Megan Cavanagh und Mark DeCarlo sprechen Jimmys Eltern, Judy und Frank Neutron. Ihre Charaktere stellen einige Klischees auf den Kopf. "Judy trägt diese Küchenschürze aus den 50er Jahren und ein June-Cleaver-Lächeln im Gesicht, während sie beim Wagen das Öl wechselt," sagt Cavanagh. "Sie ist ganz einfach eine sehr praktische Mutter. Dazu hat sie eine fabelhafte Frisur, die ich wirklich mag. Sie ist süß und von den Erwachsenen in Retroville ist sie die Einzige, der einen klaren Kopf behält."

Mark DeCarlo stimmt zu, dass seine Figur nicht gerade die hellste Leuchte im Hause der Neutrons ist: "Frank ist verwirrt," gibt DeCarlo zu. "Er steckt fest im Netz seiner Familie und ich glaube, er weiß nie, wo oben und unten ist. Er begreift auch nicht, welche Veränderungen ein Kind mit Jimmys Intellekt bedeutet. Man darf nicht vergessen, Jimmy startet ständig Raketen vom Dach, setzt Vorhänge in Flammen und hat einen mechanischen Hund gebaut, der Tafelsilber vertilgt ... und ich denke nicht, dass Frank merkt, wie außergewöhnlich das ist."

DeCarlo lacht, wenn er das Äußere seines Charakters beschreibt: "Frank sieht aus wie eine Mischung aus John Sebastian bei seinem Woodstock-Auftritt, dem Vater aus "Leave it to Beaver" und ein Bisschen wie John Lennon. Er trägt diese John-Lennon-Brille mit den runden Gläsern und ich denke, irgendwo in ihm pocht eine verborgene Hippie-Ader. Als ich die ersten Zeichnungen von Frank zu sehen bekam, habe ich so lange darauf gestarrt bis die passende Stimme in meinem Kopf auftauchte."

Carolyn Lawrence, die auch Charaktere bei der animierten Nickelodeon-Serie "SpongeBob SquarePants" spricht, hat die Stimme der klugen und robusten Cindy Vortex übernommen. "Jimmy und Cindy haben eine Hass-Liebe-Beziehung, wie es sie in Kinderfreundschaften oft gibt," erklärt Lawrence. "Obwohl sie es nie zugeben würden, respektieren sie sich, weil sie das mentale Sparring miteinander schätzen. Dieser Wettstreit läuft oft sehr ehrgeizig ab, sodass natürlich Spannungen entstehen können. Aber letztendlich, tief in ihren Herzen, mögen sich Cindy und Jimmy, auch wenn ich denke, dass keiner von den beiden das je zugeben würde." Carolyn Lawrence sagt, dass sie durch die ersten Zeichnungen von Cindy auf die Stimme gekommen sei.

"Stimmschauspieler arbeiten unterschiedlich, einige haben unterschiedliche Stimmen in ihrem Repertoire und setzten dann eine davon ein, wenn sie den Charakter sehen. Ich mache das Gegenteil. Ich sehe ein Bild und das inspiriert dann die Art, wie der Charakter klingt. Ich habe Cindy mit ihren frechen Pferdeschwänzen gesehen und schon war der richtige Klang da." "Die Filmemacher waren so flexibel, dass sie uns erlaubten, unsere Charaktere zu entwickeln," fügt Candi Milo hinzu, die den coolen Nick Dean spricht. "Tatsächlich haben sie manchmal sogar das Drehbuch geändert, damit es zu den Charakterzügen, die wir entwickelt hatten, passt. Es war eine wundervolle Arbeitsatmosphäre."

Candi Milo, Komikerin und Schauspielerin, entdeckte ihre Leidenschaft für die Voiceover-Arbeit, als sie für den Paramount Pictures Film "Cool World" zwölf sehr verschiedenen Charakteren ihre Stimme lieh.

"Nick ist der Klassenrowdy, aber ich persönlich habe das Gefühl, dass er einfach nur missverstanden wird," so Milo. "Neben den ersten inspirierenden Zeichnungen von Nick habe ich seine Stimme eigentlich gefunden, während ich mir einen alten James Dean-Film anschaute." Überhaupt nicht cool ist dagegen Jimmys zappeliger Freund Max, der von dem latino-amerikanischen Komiker Jeff Garcia gesprochen wird. "Max ist besessen von seinen Actionfiguren. Außerdem ist er ein sehr nervöser Junge, der immer etwas hinter den anderen zurückbleibt," beobachtet Garcia. "Sobald er aber mit dieser Ultralord-Geschichte anfängt, kennt der Kerl keine Furcht mehr. Ohne dieses Ultralord-Selbstbewusstsein ist er allerdings eher ängstlich und empfindlich - die Art Kind, die immer mit einer laufenden Nase und einem Spielzeug im Arm herumläuft."

Am anderen Ende des Spektrums findet sich Libby, ein kleines Yuppie-Mädchen, das mit dem Konzept ?Kindheit' nichts anzufangen weiß. Die afroamerikanische Schauspielerin Crystal Scales, die in der kommenden Nickelodeon Serie "Oswald the Octopus" spielt, spricht diesen Charakter, der sich mit dem Handy am Ohr genauso wohl fühlt wie auf dem Fußballplatz. "Libby ist Cindys beste Freundin," sagt Crystal Scales, "und da Cindy ziemlich überdreht ist, versucht Libby, sie etwas herunterzubringen. Sie sagt ihr Sachen wie, "Du solltest darüber noch mal nachdenken", und versucht, ihr in jeder Situation zu helfen. Außerdem beweist sie Mumm, besonders auf dem unerwarteten Abenteuer der Clique."

Insgesamt ist die gesamte Besetzung begeistert vom Teamwork mit den Filmemachern und findet, dass man ein reizvolles Projekt wie Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder kaum als Arbeit bezeichnen kann. "Diese Charaktere zu sprechen bedeutet, dass man bezahlt wird fürs Spielen," sagt Carolyn Lawrence.

Rob Paulsen stimmt zu: "Das mußs die angenehmste Möglichkeit sein, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich werde dafür bezahlt, wofür ich in der siebten Klasse Ärger bekommen habe." Debi Derryberry und Megan Cavanagh schätzen besonders, dass John A. Davis den Sprechern erlaubt, noch während der Aufnahmen zu improvisieren. "Man macht einfach so vor sich hin und fügt hinzu, was sich gut anfühlt," beschreibt Derryberry. "Das wäre unmöglich, wenn die Animation schon abgeschlossen wäre und man einen fertigen Film vor sich hätte."

Cavanagh macht deutlich, wie sehr sie den Regieansatz von Davis mag: "Er gibt uns eine Menge Freiheiten und zwingt uns nicht nur die Worte des Drehbuchs auf. Er steht uns wirklich bei und wenn er denkt, dass etwas anders oder zurückhaltender gemacht werden mußs, dann sagt er es uns."

"Ich habe eine klare Vorstellung, wohin die Schauspieler mit ihren Stimmen sollen," erklärt Davis. "Aber ich möchte ihnen auch erlauben, selbst einen bequemen Weg dorthin zu finden. Diese Schauspieler sind einfach toll und bringen eine Menge mit an den Tisch. Ich ermutige sie, das Drehbuch zu verlassen und neue, witzige Sachen zu probieren."

Filmemacher und Besetzung sind sich einig, dass Jimmy Neutron ein breites Publikum jeden Alters anspricht, und fast jeder der Beteiligten hat einen Lieblingsaspekt des Projektes für sich entdecken können. "Die Texte im Drehbuch sind einfallsreich und klug," sagt Cavanagh. "Schon bevor wir unsere Stimmen dazu gegeben haben, war es witzig."

"Es ist ein großes Abenteuer," erklärt Lawrence. "Das Beste ist, dass Eltern und Kinder den Film gleichermaßen genießen können. Das ist wichtig für Eltern, denn die wollen sich nicht durch einen Film quälen, der nur etwas für ihre Kinder ist."

"Ich habe selbst eine Familie und weiß, wie schwer es ist, einen Familienfilm zu finden, bei dem man auch seine Kleinsten mitnehmen kann," stimmt der ausführende Produzent Keith Alcorn zu. "Dieser Film ist definitiv spannend für Kinder und Eltern."

Produzent und Nickelodeon-Präsident Albie Hecht findet Jimmy Neutron perfekt für die alle Nickelodeon-Zuschauer, wozu nun mal Kinder und Eltern zählen. "Nickelodeon Movies besetzt eine einzigartige Nische im Unterhaltungsmarkt," weiß er. "Wir unterhalten Kinder und ihre Familien mit Geschichten, die Kinder ernst nehmen und das Außergewöhnliche in unserem Leben feiern."

Über die Musik Der Soundtrack des Nickelodeon-Labels Nick/Jive versammelt einige der angesagtesten Künstler von heute. So finden sich auf dem Soundtrack drei neue Songs des mehrfach mit Platin ausgezeichneten Jive Musikers Aaron Carter: Go Jimmy Jimmy, Leave It Up to Me, beide extra für den Film geschrieben, und A.C.'s Alien Nation.

Zu den weiteren Höhepunkten zählen ein neuer Song von Britney Spears und Remakes von 80er Jahre Klassikern wie Parents Just Don't Understand (Fresh Prince and DJ Jazzy Jeff) von Lil' Romeo, 3LW and Nick Cannon, He Blinded Me With Science (Thomas Dolby) von Melissa Lefton und Kids In America (Kim Wilde) von der Girlgroup No Secrets.

"Wir sind begeistert von den vielen Talenten, die sich für diesen Filmsoundtrack zusammen getan haben," sagt Albie Hecht. "Dieser Soundtrack ist die erste Veröffentlichung unseres neugegründeten Labels Nick/Jive Records und er ist vollgepackt mit den heißesten Künstlern von heute."

"Die für den Film ausgewählten Songs repräsentieren verschiedene Genres und Generationen, was dem zeitgenössischen Anspruch von Nickelodeon Movies folgt," fährt Hecht fort. "Wenn man Klassiker von The Ramones und den Go-Go's mit ein paar der heute populärsten Künstler, wie Britney Spears und *NSYNC kombiniert, dann hat man einen Soundtrack, der Kindern und Eltern gleichermaßen gefällt".

Über 3-D Computeranimation "Animation gibt einem die Möglichkeit, Orte zu erreichen, an die man in der realen Welt nie gelangen könnte, Dinge zu sehen, die man mit einer Realfilmkamera nicht aufnehmen kann, und Bilder zu schaffen, die völlig einzigartig sind," sagt Steve Oedekerk, Produzent und Drehbuchautor von Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder. "Es ist eine unglaublich kreative Palette!"

Die Farben dieser Palette wurden nun auf die Leinwand übertragen - Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder, Nickelodeons erster 3-D-computeranimierter Spielfilm, etabliert Paramount Pictures und Nickelodeon Movies als wichtige Mitspieler in diesem hochmodernen Bereich.

Nach den ungemein erfolgreichen "Rugrats" Filmen vereinen Paramount und Nickelodeon erneut ihre Kräfte für neuartigen Animationsstil: atemberaubende Technologie mit einem unschuldigen, aber trotzdem pfiffigen Fifties-Feeling kombiniert. Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder ist eine Kategorie für sich, erschaffen ausschließlich mit modernster CGI-Technik.

Als Nickelodeon sich entschloss, CGI-Animation zu benutzen, entschieden wir die Stereotypen dieses Genres zu brechen," erinnert sich Produzent Albie Hecht. "Und obwohl der Trend eher in Richtung Realismus geht, mögen wir Cartoons. Darum benutzen wir CGI für einen Quetsch/Streck-Effekt und haben eine Stil gewählt, den wir ?future retro' nennen."

Den Klischees von Animationsfilmen aus dem Weg zu gehen, ist nur eine der Prioritäten von Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder gewesen. Tatsächlich ist der Film die erste 3-D-Computeranimation in Spielfilmlänge, die in Dallas hergestellt, die außerhalb des Studiosystems entstanden ist und die mit frei im Handel erhältlicher Software gestaltet wurde - Lightwave, unterstützt von dem Plug-In-Programm Messiah.

Die meisten der großen Animationsstudios benutzen exklusive Software," erklärt der ausführende Produzent Keith Alcorn. "Das Aufregende ist, dass jeder in einen Computerladen gehen und sich die gleiche Software besorgen kann. Wenn man also die notwendige Vision hat und etwas entwerfen, gestalten, ausmalen und lebendig machen will, dann kann man heute fast alles damit machen."

Vor der eigentlichen Computeranimation steht allerdings zunächst die Designentwicklung. Jede Einstellung des Films wird in Storyboards festgehalten, die Charaktere werden angelegt, die Schauplätze, Gegenstände, Vehikel und die Sprecher kommen ins Tonstudio, um das aufzunehmen, was später die Geräusche und Dialoge des Filmes sind. Insgesamt dauerte die Vorproduktion für Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder zwischen 9 und 12 Monaten, gefolgt von einem Jahr reiner Produktion, was ziemlich schnell ist. Jeder in der Branche weiß, dass einige traditionell animierte Filme zwischen fünf und sechs Jahren für die Fertigstellung gebraucht haben.

Der Animationsprozess wird immer schneller und die digitale Animation erlaubt uns sogar, noch schneller zu werden," kommentiert Davis. "Aber es wird alles noch in der gleichen Weise produziert. Es beginnt mit einem Drehbuch, es wird ein Storyboard gemacht und dann benutzen die Animatoren das Storyboard und stellen eine bewegte Fassung her. Das heißt, erst konstruieren wir den kompletten Film aus aneinander gefügten Zeichnungen und anschließend schauen wir ihn uns ein paar Mal an, um zu sehen, welche Änderungen wir noch vornehmen müssen, bevor wir ihn tatsächlich animieren.

Während die Charaktere entwickelt werden, mußs das allgemeine visuelle Konzept schon fertig sein. Hier kommt der Produktionsdesigner Fred Cline ins Spiel, um das konzeptionelle Design für die Stadt Retroville, den Retroland Vergnügungspark und alle anderen Schauplätze in Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder zu entwerfen. Zu diesem umfassenden visuellen Plan gehören bestimmte Weltraumschauplätze genauso wie ein paar spezielle Gegenstände, die von verschiedenen Fantasy-Künstlern geschaffen wurden.

"Die Geschichte hat eine gewisse Struktur, die man betonen will. Also wählen wir eine visuelle Sprache - Formen, Farben, Linien, Strukturen und Licht - um zu verstärken, was in der Story passiert, und um das richtige Feeling für die Zuschauer zu etablieren," erklärt Cline. "Als Produktionsdesigner sorge ich für einen einheitlichen Ansatz, mit dem diese visuellen Elemente die Geschichte unterstützen."

Cline fügt hinzu, dass Jimmys Umgebung völlig anders ist als unsere: "In unserer Welt ist eine Rakete schlank und steht gerade auf der Abschussplattform. In Jimmys Welt ist die Rakete oben dicker. Seine Realität ist eine übertriebene Welt, in der Kaffeetassen genauso wie ihre Beschriftung und die Figuren ?kopflastig' sind."

Jimmys in der Zeit verschobenes Paralleluniversum besteht aus Teilen der Vergangenheit und der Zukunft; und Davis wollte, dass Cline heutige Technologien als Designvorlage benutzt, weil es witziger ist und den wichtigen Wiedererkennungswert hat. Zum Beispiel können sich Kinder mit dem Film identifizieren, weil sie auch Computer haben und mit Handys telefonieren, während Erwachsene unter Umständen ein paar nostalgische Gefühle bekommen, wenn sie sich daran erinnern, wie man in den 50er Jahren die Raumfahrt, Chemie und Physik gesehen hat.

"Science Fiction hatte damals eine sehr positive Stimmung," so Cline. "Dieses Projekt schnappt sich diese optimistische Schöne-Neue-Welt-Haltung, die Disneylands Tomorrowland vermittelte, als es eröffnet wurde. Die Zukunft würde ein wundervoller Ort werden, kein beängstigender. Selbst unsere Schurken sind ungefährliche Eier und keine düsteren und bösartigen Kreaturen." Nachdem die Charaktere und die Umgebungen entwickelt waren, schaute sich Davis außerhalb des gängigen Filmemacher-Zirkels um und engagierte einige bekannte Fantasy-Künstler für die künstlerische Konzeption der Szenen im Weltraum. Der Künstler Don Maitz schuf z. B. das Charakterdesign der Yokianer.

"Don hatte die richtige Persönlichkeit für den visuellen Witz der Yokianer," sagt Davis. "Seine früheren Arbeiten zeigen künstlerischen Reichtum und sehr viel Gold. Um die privilegierte Kultur und die gesellschaftlichen Schichten der Yokianer zu erschaffen, war er der perfekte Mann."

Bob Eggleton, bekannt für seine Arbeit an großen Monstern wie Godzilla, ist verantwortlich für das Design des bösen yokianischen Gottes Poultra sowie für den yokianischen Tempel der Erlösung. Der in Großbritannien lebende Fred Gambino gestaltete die Architektur des yokianischen Heimatplaneten, während Marc Gabbana, der aktuell an der zweiten "Star Wars"-Episode arbeitet, die yokianischen Hühnerraumschiffe entwarf und das Fabergé-Ei-Schiff von König Goobot. Und zu guter Letzt legte der freischaffende Künstler Joe Riley noch Hand an die humorvollen Designs der umwerfenden Achterbahnen im Retroland Vergnügungspark.

Im Laufe des Designprozesses werden auch die Tonspuren weiter bearbeitet. Die Stimmaufnahmen begannen im März 2000 in Los Angeles, mit weiteren Aufnahmen in Toronto und Dallas, und dauerten die gesamte Produktion an. Oft mußsten die Stimmschauspieler wieder ins Studio, um Änderungen aufzunehmen, die im Laufe des Animationsprozesses notwendig wurden. "Wir sind zurück gekommen für eine weitere Session im Studio und haben gesehen, wie sich der Film weiter entwickelt," sagt Patrick Stewart (König Goobot). "Es ist aufregend zu sehen, wie die Bilder wachsen und man stellt sich vor, wer man am Ende sein wird."

"Und dann kommt man auf einen völlig neuen Charakter," fügt Martin Short (Ooblar) lachend hinzu. "Es ist wie bei den Nachdrehs für Realfilme. Animation ist ein sehr kreativer Prozess und dieses sich ständig bewegende Mosaik macht es künstlerisch so interessant."

Nachdem Davis jede Szene mit den Abteilungsleitern, Koordinatoren und Künstlern durchgegangen ist und jedem klargemacht hat, was er will, beginnt schließlich die eigentliche Produktionsarbeit in den DNA Studios. Im Laufe der Arbeit werden regelmäßig sogenannte "retake"-Treffen für das Layout und das Lichtdesign abgehalten, in denen Davis das fertige Material sichtet, kritisiert und Details verfeinert. Während der Produktion suchen die Filmemacher immer nach Möglichkeiten, die Rechenzeiten der Computer zu reduzieren. Aufnahmen werden oft in einzelne Ebenen aufgeteilt, damit die Künstler nur die für sie relevanten Bildteile öffnen müssen.

Zudem werden Charaktere und Objekte in den einzelnen Frames wenn möglich in geringer Auflösung verwendet, besonders in Szenen mit vielen verschiedenen Elementen wie beispielsweise der Achterbahn durchs All im Retroland Vergnügungspark. Geht es bei einem bestimmten Arbeitsschritt vielleicht nur um die Umrisse, braucht der Computer dadurch weniger Zeit, um all die kleinen Details eines komplizierten Objektes zu laden.

Redundanzen vermeidende Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen ist kosteneffektiv und so benutzen die Filmemacher eine Datenbank namens "Shot Center", die in das Paket der Animationssoftware integriert ist, um ihre Anmerkungen auszutauschen. Dieses Tool hilft den einzelnen Abteilungen dabei, die Einzelheiten der Einstellungen untereinander zu kommunizieren.

Eine 3-D-Computeranimation zu schneiden ist ein fortwährender Prozess. Die Einstellungen laufen durch die verschiedenen Etappen der Produktion, und die jeweils jüngste Version wird bearbeitet.

"Es ist eine ungewöhnliche Situation für einen Cutter, da ich normalerweise meine Arbeit nach Abschluss der Dreharbeiten mache," erläutert Jon Michael Price. "Bei einem Realfilm montiere ich den Film aus den bestmöglichen Einstellungen. Animation ist viel flexibler und eine ständige Gemeinschaftsarbeit. Hier kann ein Cutter die Einstellungen noch bei der Entstehung beeinflussen. Die Idee, den geschrumpften Jimmy mit einem Fußtritt seines Vaters durch den Briefschlitz nach draußen zu befördern, kam beispielsweise bei einer Sitzung im Schnitt auf." In der Realität ist diese neue Technologie sowohl ein Segen als auch ein Fluch, denn die Filmemacher können jedes Element in jedem einzelnen Bild des Filmes manipulieren und verändern. Diese Möglichkeit konfrontiert den Regisseur mit zahllosen Entscheidungen, die täglich getroffen werden müssen.

"Sobald ich morgens durch die Tür komme, hinke ich schon hinterher," lacht Davis. "Es ist mir jetzt klar, warum die meisten Animationsfilme zwei Regisseure haben." Bevor in der eigentlichen Produktion etwas im Computer animiert werden kann, werden alle Elemente wie Charaktere, Schauplätze und alle anderen Objekte als Modelle hergestellt und dann für den Szenenaufbau benutzt.

"Bei einem 3-D-Projekt gibt es einen Haufen Vorarbeit, weil man ein ganzes Universum erschaffen mußs," so Davis. "Bei zwei Dimensionen kann man es zeichnen und es ist da. Bei 3-D mußs man alles bauen, so als würde man mit Miniaturen arbeiten. Aber wenn man das erst mal hinter sich hat, dann kann man alles tun in diesem Universum."

Sean Jensen, Leiter der Modellabteilung, vergleicht die Modellbauer mit Werkzeugmachern: "Wenn man ein Puppenspiel zum Vergleich heranzieht, mußs dort jemand die Puppen nähen. Dann geben sie die Puppe an die Schauspieler weiter, die ihr Stück aufführen. Modellieren ist wie die Herstellung dieser Puppen. Außerdem machen wir auch das "set-up" in unserer Abteilung, ein wesentlicher Teil des Designs: so als würden wir die Fäden an den Puppen anbringen, um im Vergleich zu bleiben."

Die Modellmacher sind verantwortlich für das "set-up", sozusagen die Aufstellung ihrer Modelle, und sie müssen auf die Größenverhältnisse genauso achten wie auf jedes noch so kleine Detail, das sie bauen. Um das zu gewährleisten, benutzt Jensen das ?Messiah Plug-In' für die Ausrichtung der Bewegungen der Charaktere. Die Software zeigt überragende Funktionen, die den Modellmachern helfen, Charaktere beweglich zu machen, die sehr spezifische oder einzigartige Körperteile haben.

Weil Jimmy zum Beispiel einen etwas ungewohnt geformten Körper hat, mußsten die Modellmacher sich etwas einfallen lassen, wie er sich unkompliziert ein T-Shirt anziehen kann. Und weil Frank Neutrons Füße so riesig sind, mußsten sie für die Einstellungen, in denen er läuft, einen völlig neuen Frank mit kleineren Füßen bauen. Diese Zugaben zu dem normalen Aufbau des Charakters nennt man ?variances', Variationen.

Der modulare Aufbau der Sets wird ebenfalls als eine Art ?variance' verstanden, und einmal mehr ist es an den Modellmachern, sich Wege und Plätze für die Kamera auszudenken, sodass der Regisseur von jedem gewünschten Blickwinkel aus die Szene filmen kann. "Im Grunde erschaffen wir wilde Mauern auf unserem ?virtuellen' Set, wie man es bei einem Realfilm auch tun würde," erklärt Jensen. "Wir machen es möglich, dass sich ein Haus aus dem Weg geht, eine Wand oder eine Decke verschwindet, wenn das der Platz ist, wo der Regisseur seine Kamera platzieren möchte. Eine fahrbare Treppe ist ein anderes Beispiel dieser kleinen Trickserei."

Sind alle Elemente hergestellt, müssen sie in den Frame, also den Bildrahmen, jeder Szene eingepasst werden. Häuser, Charaktere, Objekte und das sogenannte "Set Dressing" wie Möbel werden an ihren Platz gebracht, was zu den Aufgaben der Layout-Abteilung gehört. Der Art Director Jim Beihold kümmert sich um die technischen Aspekte, um die sogenannte ?Filmgrammatik', und beschäftigt sich mit der Aufnahmetechnik, wozu die Kameraaufstellung, die Durchführung der Szene und die Komposition der Einstellung gehört.

Nachdem alle Bildteile als Modell hergestellt und dann im Layout ?freigehalten' wurden, gehen die Einstellungen in die ?virtual art'- oder ?texture'-Abteilung, wo Künstler die Oberflächenattribute auf die Objekte ?malen': Farbe, Beschaffenheit, Glanz, Reflexion, Muster, Maserung und Transparenz der Gegenstände wird erzeugt. Auf blanken dreidimensionalen Körpern erschaffen die Künstler unterschiedliche Oberflächen wie die Holzdielen in Jimmys Zimmer, die rauhen Lippen von Carl Wheezer, das verschrumpelte Fleisch eines gigantischen Wurmes, das Glas der Yokianer-Schalen oder die metallische Haut einer Rakete.

"Unser Geheimnis liegt darin, die Sachen nicht perfekt aussehen zu lassen," erklärt Ryan Michero, der ?texture'-Supervisor. "Wir wollen nicht, dass alles sauber und poliert aussieht wie ein neues Spielzeug. Damit Jimmys Haut nicht zu sehr nach Plastik aussieht, haben wir z. B. kleine, fast unsichtbare Flecken und Pickelchen in sein Gesicht gemacht und seine Wangen gerötet, damit die Haut lebendiger wirkt."

Es gibt zwei grundlegende Methoden, um Oberflächenstrukturen zu bearbeiten: ?image maps' und ?procedurally generated textures'. ?Image maps' werden in 2-D Zeichenprogrammen erzeugt und bearbeitet, indem man ein 3-D-Bild wie z. B. das T-Shirt eines Charakters nimmt und es im Computer zu einem 2-D-Bild ?plättet'. Farbe, Sprenkel und Maserungen werden mit der ?Hand' auf die flache Oberfläche aufgetragen und dann wird sie wieder um das 3-D-Bild ?herumgewickelt'.

?Procedural textures' sind mathematisch erzeugte Vorgaben, die verwendet werden, um bestimmte Variationen auf den Oberflächen von Objekten zu erzeugen. Diese Muster kann man sich vorher ansehen und normalerweise verwendet man sie, um zusätzliche Details auf handgemalten Oberflächen zu bekommen. So wurden mit dieser Technik zum Beispiel die elektrischen Blitze erzeugt, die in Robbies Glaskopf flackern, und die Flecken auf Ooblars grüner ?Haut'.

Zur gleichen Zeit wie der ?texturing'-Prozess findet der Animationsprozess statt. Mit Maus und Tastatur beleben 'virtuelle Schauspieler" die Modelle der Charaktere. In vielen traditionell animierten Filmen werden die Animatoren für einen spezifischen Charakter ?besetzt', den sie dann in allen Szenen des Filmes zu zeichnen haben. Im Fall einer 3-D-Computeranimation wie Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder animieren alle Künstler alle Charaktere und alle Elemente in ihren zugewiesenen Szenen. Es bleibt dem Regisseur eines Animationsfilmes überlassen, eine Szene zu ?besetzten', anders gesagt, gewisse Talente eines Animators für die spezifischen Bedürfnisse einer Szene einzusetzen. Einem Animator, der sehr gut im Erschaffen von Gesichtsausdrücken ist, würde man wahrscheinlich Einstellungen mit vielen Nahaufnahmen geben, und jemanden, der gut Bewegung darstellen kann, Szenen vielen mit Fahrzeugen.

Zur Vorbereitung der Animation werden die Tondateien mit den Stimmen der Schauspieler in die Animationssoftware geladen. Keith Alcorn überwacht vorher die Durchführung eines Prozess, den man ?airing the shot' -Säubern der Einstellung - nennt. Die Tonspuren werden zerstückelt und entweder werden Schläge herausgenommen oder hinzugefügt, sodass die Pausen die richtige Länge haben für die Szene. Mit den Anweisungen des Regisseurs im Hinterkopf studieren die Animatoren die Abläufe auf dem Storyboard und hören sich Stimmen der Schauspieler an.

Während sie die Schlüsselposen, Taktschläge, Bögen und Charaktermomente ausrichten, können die Animatoren an den Tönen der Stimmschauspieler erkennen, wie sie damit genau umgehen müssen. Jeden Morgen schaut sich der Regisseur mit der Animationsabteilung die Vortages-?Muster' jedes Künstlers an, um sicher zu stellen, dass er oder sie auf dem richtigen Weg ist. Wenn die Animatoren ihre Szene fertig haben, wird sie in sogenannten ?retake'-Treffen begutachtet, in denen Davis und sein Team über Verbesserungen reden und nach Fehlern suchen. Eine Szene, in der ein Auge von Judy Neutron nicht genau in die richtige Richtung blickt, mußs dann beispielsweise in die Nachbesserung.

Nachdem alle zufrieden mit der Animation sind, gehen die einzelnen Einstellungen ins "Layout 2", um auf unterschiedliche Probleme untersucht zu werden, darunter die Continuity, das Durchschimmern von Objekten, z. B. ein Arm, den man durch einen Hemdsärmel sehen kann, und die Kamerapositionen. Weiter geht es anschließend in der Abteilung Licht und Effekte, in der die Szenen ihren glanzvollen hypersurrealistischen Look erhalten. Die ?Beleuchter' arbeiten als virtuelle Kameramänner, indem sie in jeder Einstellung die Charaktere, Objekte und die Handlungen ausleuchten.

Und die Effektkünstler kümmern sich z. B um Dinge wie den Plasmastrahl einer Rakete. Schließlich werden in den Licht ?retake'-Treffen noch die feinsten Details überprüft: Schatten auf den Bürgersteigen, Lichtspiegelungen und Nuancen der Oberflächen. Nachdem alle Szenen fertig, abgenommen und aneinander montiert sind, beginnt mit dem ?composition' Prozess die letzte Etappe, in der alle Einstellungen ein letztes Mal ?gerendert' werden, bevor sie auf Filmmaterial belichtet werden. Daran schließt sich die Postproduktion an, in der die Musik unterlegt wird.

Über die Jimmy Neutron Invasion Der Start des "Jimmy Neutron"-Franchise ist ein beispielloses Unterfangen. Nickelodeon hat sich entschlossen, einen Charakter gleichzeitig auf verschiedenen medialen Ebenen zu entwickeln. Schon das Konzept war darauf angelegt, den mutigen Erfinder als Film, als Fernsehserie, auf einer Website, in Videospielen und mit verschieden Merchandisingprodukten vom Comic bis zur Actionfigur zu verwerten.

"Jimmy Neutron, halb Einstein, halb Bart Simpson, bietet sich geradezu an für diese Art der Massenvermarktung," erklärt Hecht. "Er ist ein wahrgewordener Kindertraum, weil er alles bauen kann, alles tun kann und diese coolen technischen Spielereien dabei hat."

"Gleich in unseren ersten Treffen zu Jimmy Neutron, tauschten alle ihre Ideen über die verschiedenen Entertainment-Bereiche aus, für die Jimmy perfekt geeignet wäre," erinnert sich Produzent und Drehbuchautor Steve Oedekerk. "Film und Fernsehen sind gegebene Größen, außerdem ist er Hightech, also ist das Internet eine Heimat. Dazu ist er ein Erfinder, was ihn zum perfekten Kandidaten für neue, revolutionäre Spielzeuge macht, und er ist brillant, wozu sowohl Bücher als auch Bildungs-CD-ROMs hervorragend passen. Und zu guter Letzt ist er in so viele wilde Abenteuer verwickelt, dass sich auch Spiele anbieten. Es ist in diesem Fall eher schwer, mit diesem Brainstorming aufzuhören."

Auf den amerikanischen Filmstart am 21. Dezember 2001 wurde beispielsweise mit dem Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder-Teaser im November 2000 hingearbeitet. Im April 2001 hatte er einen Gastauftritt bei Nickelodeons "Kids Choice Awards" und im Juni wurde der Filmtrailer herausgebracht. Um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, Jimmy, seine Gadgets, Freunde und seine Familie kennenzulernen, wurde 2001 eine Reihe von Kurzfilmen mit ihm und seinen Freunden auf dem Nickelodeon Kanal ausgestrahlt. Basierend auf diesen Sketchen wurde für Fans eine Reihe von ShockWave-Spielen im Internet bereitgestellt.

Präsent ist Jimmy auch im Printbereich. Alle zwei Monate erscheint er im ?Nick Magazine'. Zudem hat Spielzeughersteller Mattel eine dynamische Serie von Film bezogenen Produkten entwickelt. Ebenfalls an Bord ist Radio Shack, die exklusiv ein ferngesteuertes Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder ?Ultra Orb Vehikel' heraus bringen.

Trident Kaugummis für Kinder zeigten im Juli 2001 ein Bild von Jimmy und dazu gibt es später eine Beigabe von Charakter-Kärtchen. THQ bringt ein Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder Videospiel heraus, das für Gameboy, Playstation und PCs erhältlich ist. Und schließlich unterstützen insgesamt über 20 Lizenzhersteller wie Johnson & Johnson, Welch's, American Greetings und Golden Books den Kinostart. Im Herbst 2002 wird Jimmy Neutron - Der mutige Erfinder als Fernsehserie "The Adventures of Jimmy Neutron: Boy Genius" auf Nickelodeon ausgestrahlt und in Deutschland auf Super-RTL.

Dirk Jasper FilmLexikon
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