Bella Martha

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher Inhalt • Interviews mit Sandra Nettelbeck, Martina Gedeck •

Titel Deutschland: Bella Martha
Titel USA: Mostly Martha
Genre: Liebeskomödie
Farbe, Deutschland, Österreich, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 18. April 2002
Laufzeit Kino: 107 Minuten, FSK o. A.

DVD Deutschland: 20. November 2002
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: 103 Minuten



Inhalt Da Männer lieber mit ihr schlafen als mit ihr essen, und Martha lieber für sie kocht, als mit ihnen auszugehen, hat sie schon lange mit keinem mehr ihr Glück versucht. Als Chefköchin arbeitet sie sechs Tage in der Woche am Herd des französischen Restaurants "Lido".

Der Kochkunst gilt ihre ganze Leidenschaft; andere Dinge haben keinen Platz in Marthas Leben. Als ihre Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt, übernimmt Martha vorübergehend die ungewohnte Rolle der Ersatzmutter für ihre achtjährige Nichte. Lina leidet sehr unter dem Tod der Mutter, will vor Kummer nichts essen und von Martha nichts wissen. Um zu verhindern, dass Lina in ein Heim kommt, versucht Martha, Linas Vater ausfindig zu machen, der, von der Existenz seiner Tochter nichts ahnend, in Italien lebt.

In der Zwischenzeit gerät Marthas zurückgezogenes Leben immer mehr aus den gewohnten Bahnen. Die Besitzerin des "Lido" stellt in Marthas Abwesenheit kurzerhand einen zweiten Chefkoch ein - den lebensfrohen Italiener Mario. Martha wittert Konkurrenz und macht Mario das Leben schwer. Doch mit seinem Charme und seinen Kochkünsten begeistert Mario schon bald nicht nur Belegschaft und Gäste - es gelingt ihm auch, Linas verlorengegangenen Appetit wieder zu wecken.

Und Martha? Sie versteht weder etwas von italienischer Küche, noch von Kindern, und nun erobern sowohl Lina als auch Mario nach und nach ihr Herz. Aber dann steht plötzlich Linas Vater vor der Tür - und Martha mußs sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist ...


Darsteller & Stab Darsteller: Martina Gedeck (Martha), Sergio Castellitto (Mario), Maxime Foerste (Lina), Sibylle Canonica (Frida), Katja Studt (Lea), Idil Üner (Bernadette), Antonio Wannek (Carlos), Oliver Broumis (Jan), August Zirner (Therapeut), Ulrich Thomsen (Sam)

Stab:Regie: Sandra Nettelbeck • Produktion: Karl Baumgartner, Christoph Friedel • Drehbuch: Sandra Nettelbeck • Vorlage: - • Filmmusik: Keith Jarrett, Arvo Pärt • Kamera: Michael Bertl • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Thomas Freudenthal • Schnitt: Mona Bräuer • Kostüme: Bettina Hel • Make Up: - • Ton: Luc Yersin • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Die Welt 18. April 2002: Neben dem in Sachen Schauspielführung und Dialog sehr individuellen Touch des Films, der Klischees im Plot nicht immer vermeidet, besticht der filmische Perfektionismus vor allem der Küchen-Szenen. Das Kochen steht im Mittelpunkt der Action, und wir finden uns wiederholt hinter den Kulissen eines hochrangigen Szene-Lokals wieder. Der lustvolle Voyeurismus, der sich hier in der Küche austoben kann, wird von der Delikatesse, mit der Sandra Nettelbeck Martina Gedecks und Sergio Castellittos Eros aufeinander loslässt, reizvoll untermimiert.

Cinema 04/2002: Die Zutaten für den ersten Kinofilm der routinierten TV-Regisseurin Sandra Nettelbeck sind zwar wenig raffiniert und ihre Bilder nicht unbedingt leinwandfüllend. Trotzdem ist die Mischung aus Sentimentalität, kulinarischen Intermezzi und einer Portion Lebensfreude schmackhaft und leicht verdaulich. Und macht obendrein Appetit auf gute Pasta.

Björn Ahrens (TV-Movie 09/2002): Mit sparsamen Dialogen und einfachen, klaren Bildern gelingt es Bella Martha, große Gefühle auf die Leinwand zu bannen. Liebevoll und mit leisen Humor begleitet er Marthas steinigen Weg ins Glück. Und der famosen Martina Gedeck beim Kochen zuzusehen, ist ein Hochgenuss. Liebe geht eben doch durch den Magen.

Der Spiegel 16/2002: Sandra Nettelbecks Film widersteht jedoch der filmischen Völlerei und achtet stattdessen auf die schlanke erzählerische Linie: ein bisschen Liebe, ein bisschen Freundschaft, eine Prise Tragik. Dennoch ist nicht Schmalhans Küchenmeister, sondern die bezaubernde Martina Gedeck.

film-dienst 08/2002: Lebens- und Liebesgeschichte mit leicht komödiantischen Akzenten, die von der subtilen Beschreibung der hervorragend interpretierten Hauptfigur zehrt, wodurch die Trivialität der Fabel weitgehend aufgehoben wird.

Kultur Spiegel 04/2002: Martina Gedeck als Ersatzmutter und Köchin, die die Zutaten für ihr privates Glück nicht in einen Topf bekommt. Anrührend betulich.

Rhein-Zeitung 19. April 2002: Martina Gedeck spielt für Regisseurin Sandra Nettelbeck die Köchin Martha, die so sehr in ihrem Beruf aufgeht, dass sie fast vergisst zu leben.

DVD-Cover
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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