The Golden Bowl
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Ausführlicher Inhalt • Interview mit Ruth Prawer Jhabvala •
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: The Golden Bowl
Titel USA: The Golden Bowl
Genre: Drama
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 2002-04-25
Laufzeit Kino: 135 Minuten
Kinoverleih D: Movienet


Szenenfoto The Golden Bowl spielt in England und Italien in den Jahren 1903 bis 1909. Es wird die Geschichte zweier Ehen erzählt, die in komplizierter, beinahe inzestuöser Weise miteinander verstrickt sind.

Fürst Amerigo, ein verarmter italienischer Aristokrat, wird Maggie heiraten, Tochter von Adam Verver, amerikanischer Industriemagnat und Kunstsammler.

Der Fürst hat ein letztes Rendezvous mit seiner gleichermaßen mittellosen Geliebten, Charlotte Stant, als sie zusammen ein Hochzeitsgeschenk für Maggie suchen. Sie finden eine goldene Schale, kaufen sie jedoch nicht, weil sie einen Sprung hat.

Szenenfoto Durch eine eigenartige Wendung des Schicksals heiratet Charlotte Adam Verver, was dazu führt, dass die Leben dieser vier Menschen nun in einer Familie miteinander verflochten werden.

Gelangweilt von ihrem neuen Luxusdasein nehmen der Fürst und Charlotte ihre alte Beziehung wieder auf.

Maggie schöpft Verdacht und entdeckt den Betrug, als sie durch Zufall die goldene Schale kauft, die Charlotte und Amerigo damals abgelehnt hatten.

Szenenfoto Vielleicht glaubten der Fürst und Charlotte, es wäre ein leichtes Unterfangen, Vater und Tochter - einfacher und weniger weltgewandt als sie beide - zu hintergehen.

Aber nun nimmt Maggie die Fäden in die Hand in dem verzweifelten Versuch, die Ehen zu retten.

Und schließlich unternimmt Maggies Vater, der sein Wissen um die ehebrecherische Affäre stets für sich behalten hatte, den entscheidenden Schritt und bringt die Geschichte damit zu ihrem überraschenden Ende.


SzenenfotoDarsteller: Uma Thurman (Charlotte Stant), Kate Beckinsale (Maggie Verver), Jeremy Northam (Fürst Amerigo), Nick Nolte (Adam Verver), Anjelica Huston (Fanny Assingham), James Fox (Colonel Bob Assingham), Madeleine Potter (Lady Castledean), Nicholas Day (Lord Castledean), Peter Eyre (Jarvis, Shopkeeper), Robin Hart (Mr. Blint)

Regie: James Ivory

Stab: • Produzenten: Ismail Merchant • Drehbuch: Ruth Prawe Jhabvala • Vorlage: nach der Novelle von Henry James • Filmmusik: Richard Robbins • Kamera: Tony Pierce-Roberts • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: John David Allen • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Die Welt 2002-04-25: Mit schonungsloser Offenheit und doch voller Symphatie entwerfen Uma Thurman, Nick Nolte, Kate Beckinsale und Jeremy Northam Figuren, die ihre Lügen in Wahrheit zu verwandeln suchen. Nur müssen sie dafür einen Preis bezahlen, der ihren Gewinn beinahe aufwiegt. Ihre Intentionen mögen zunächst frei von jeglichem Makel sein, aber in dem aufgeladenen Spannungsfeld zwischen Geld und Gefühlen mußs jedes Glück einen Riss bekommen. Und in James Ivorys wunderbar subtiler Inszenierung wird dieser Riss wahrnehmbar, ohne dass er auch nur einmal ausgestellt ausgestellt würde.

Der Spiegel 2002-17: Ivorys jüngster Film nach einem Henry-James-Roman, sein dritter, zwar ein ansehnliches Star-Quratett (Uma Thurman, Kate Beckinsale, Nick Nolte und Jeremy Northam) zu bieten, gibt aber von der delikaten Affäre zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn, zwischen amerikanischen Geldadel und italienischer Hocharistokratie nur einen schlicht gestrickten Abriss.

Cinema 2002-05: Wie "The Wings Of The Dove", in dem Helena Bonham Carter ihrem mittellosen Geliebten eine todkranke Erbe andient, ist auch "Die goldene Schale" die Adaption eines Romans von Henry James. Ivory kleidet den Betrug in Samt und Seide, ohne die komplexen Charaktere unter Rüschen zu begraben. Die Kraft seines Dramas liegt in den Nuancen: den kleinen Gesten der Heimlichtuer, Blicken, Ahnungen, Andeutungen. Ivory beobachtet scharf, urteilt aber nicht.

film-dienst 2002-09: Elegante Merchant-Ivory-Verfilmung des gleichnamigen Henry-James-Romans, die mit verhaltener Ironie die Gegensätze zwischen amerikanischer Lebensart und europäischer Tradition beleuchtet. Ein intelligentes Spiel der Irrungen und Wirrungen, großartig fotografiert und überzeugend gespielt, das in seiner formalen Brillanz allerdings einer vergangenen Epoche verhaftet bleibt.

Der Spiegel 2002-17: So hat auch Ivorys jüngster Film nach einem Henry-James-Roman, sein dritter, zwar ein ansehnliches Star-Quartett (Uma Thurman, Kate Beckinsale, Nick Nolte und Jeremy Northam) zu bieten, gibt aber von der delikaten Affäre zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn, zwischen amerikanischen Geldadel und italienischer Hocharistokratie nur einen schlicht gestrickten Abriss.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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