Ali
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ali
Titel USA: Ali
Genre: Boxerfilm
Farbe, USA, 2001

Kino Deutschland: 2002-08-15
Kino USA: 2001-12-25
Laufzeit Kino: 152 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D: 20th Century Fox


Szenenfoto USA 1964: Cassius Clay hat es geschafft: Nach dem Sieg über Sonny Liston ist er erstmals Boxweltmeister im Schwergewicht. Doch sein größter Kampf steht gerade erst bevor: Nachdem er sich öffentlich zum Islam bekannt und den Namen Muhammad Ali angenommen hat, rücken die Medien und die Öffentlichkeit von ihm ab.

Damit nicht genug: In einer Zeit, die geprägt ist von Rassenunruhen und blutigen Anschlägen auf schwarze Führer, verweigert Ali den Eintritt in die US Army: Er will nicht gegen die Bürger Vietnams kämpfen.

Der Boxverband sperrt den Champion, die Gerichte machen Jagd auf ihn. Ali, der Unbesiegbare, scheint am Boden zerstört, sein Weltmeistertitel wird ihm aberkannt, seine Karriere auf Jahre hinaus beendet.

Aber Muhammad Ali gibt nicht auf. 1971 kehrt er zurück - und verliert gegen Joe Frazier. Im Januar 1974 erreicht er die Revanche und den Sieg gegen Frazier. Und dann im Oktober 1974 steigt auf afrikanischem Boden, in Kinshasa, Zaire, der Kampf des Jahrhunderts gegen den bisher unbesiegbaren George Foreman.

Aber hat Ali nach den Jahren des Niedergangs und des Comebacks auch nur den Hauch einer Chance beim "Rumble in the Jungle"?


SzenenfotoDarsteller: Will Smith (Cassius Clay/Muhammad Ali), Jamie Foxx (Drew 'Bundini' Brown), Jon Voight (Howard Cosell), Mario Van Peebles (Malcolm X), Ron Silver (Angelo Dundee), Jeffrey Wright (Howard Bingham), Jada Pinkett Smith (Sonji), Giancarlo Esposito (Cassius Clay, sr.), LeVar Burton (Martin Luther King, jr.), Albert Hall (Elijah Muhammad)

Regie: Michael Mann

Stab: • Produzenten: Paul Ardaji, A. Kitman Ho, James Lassiter, Michael Mann, Jon Peters • Drehbuch: Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Eric Roth, Michael Mann • Vorlage: von Gregory Allen Howard Ali Der Film und die Legende • Filmmusik: Pieter Bourke, Lisa Gerrard • Kamera: Emmanuel Lubezki • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Jim Erickson, James V. Kent • Schnitt: William Goldenberg, Lynzee Klingman, Stephen E. Rivkin • Kostüme: Marlene Stewart • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 2002-17: Ausschnitte aus dem Leben des Schwergewichtsboxers Cassius Clay alias Muhammad Ali. Die anfangs vielschichtige Annäherung an eine komplexe Persönlichkeit verflacht im Verlauf des überlangen Films und wird vor allem den politischen und weltanschaulichen Dimensionen im Leben Alis nicht ausreichend gerecht. Die minuziös im Detail nachinszenierten Boxkämpfe stehen wie Buchstützen zwischen verschiedenen Kapiteln einer Biografie, der es auch an filmischer Energie und Spontaneität fehlt.

Cinema 2002-08: Die Boxerei nimmt hier eindeutig zu viel Platz ein - so, als würde einer die Vita eines Kumpels bloß durch Szenen unter Tage illustrieren. Ali konnte fighten. Das ist bekannt. Was er fühlte und dachte, was ihn prägt und bewegte, bleibt hingegen ein Rätsel. Wie schade. Denn eine Kampfmaschine ohne inneren Antrieb ist so spannend wie ein K.o. in der ersten Runde.

Hein Schlüter (TV-Movie) 2002-17: Detailverliebt rekonstruierte Regisseur Michael Mann ("Insider", 1999) die Ali-Ära, speziell die legendären Boxkämpfe. Absolut perfekt bewegt sich Will Smith im berühmten tänzelnden Stil des Super-Fighters. Was leider auf der Strecke bleibt: der Mensch hinter dem medienverliebten "Großmaul" Muhammad Ali.

Kultur Spiegel 2002-08: Ein großartiger Regisseur, beeindruckende Bilder, hervorragende Darsteller: Michael Manns Film über den größten Boxer aller Zeiten hat so viele schöne Details, dass man bedauert, wie unberührt einen der Film lässt.

(TV-Today) 2002-17: Ein wuchtiges Denkmal für den Größten ? brillant gefilmt und gespielt, aber trotzdem seelenlos.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 2001 für Will Smith als Bester Hauptdarsteller
Oscar-Nominierung für 2001 für John Voight als Bester Nebendarsteller


SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
© Fotos: Columbia Tristar © 1994 - 2010 Dirk Jasper