Leo & Claire
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Leo und Claire
Titel USA: Leo & Claire / One Kiss
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2002

Kino Deutschland: 2002-04-18
Laufzeit Kino: 103 Minuten
Kinoverleih D: Odeon

DVD Deutschland: 2002-12-05
Video Deutschland: 2002-12-05
Laufzeit DVD/Video: 99 Minuten


Szenenfoto Der lebenslustige Leo Katzenberger, seine Ehefrau Claire, die attraktive junge Fotografin Irene und die Bewohner eines Nürnberger Hinterhofs- das ist die Konstellation, in der durch Leidenschaft, Missgunst, Lebensfreude und Klatschsucht aus einer erotischen Begegnung eine tödliche Bedrohung wächst.
SzenenfotoDarsteller: Michael Degen (Leo Katzenberger), Suzanne von Borsody (Claire Katzenberger), Franziska Petri (Irene Scheffler), Dietmar Schönherr (Rechtsanwalt Herz), Alexandra Maria Lara (Käthe Katzenberger), Axel Milberg (Hausmeister Maisel), Kai Wiesinger (Gestapo-Mann), Jasmin Schwiers (Lilo Katzenberger), Rüdiger Vogler (Max Katzenberger), Andrea Sawatzki (Helga Steinheil)

Regie: Joseph Vilsmaier

Stab: • Produzenten: Reinhard Klooss, Joseph Vilsmaier • Drehbuch: Reinhard Klooss, Klaus Richter • Vorlage: - • Musik: Gert Wilden jr. • Kamera: Joseph Vilsmaier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Katja Schmidt • Schnitt: Hans Funck • Kostüme: Ute Hofinger • Make Up: Ruth Philipp, Heiner Niehues • Ton: Roland Winke • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Basierend auf tatsächlichen Ereignissen zeigt Joseph Vilsmaier in seinem neuen Spielfilm wieder sein Gespür für große emotionale Stoffe. Der Film erzählt eine ebenso sinnliche wie packend tragische Geschichte über Liebe, Erotik und Tod im Dritten Reich, die historisch einmalig bleibt, aber gleichzeitig auch zeitlos gültig. Eine Geschichte von Mut und Freundschaft, aber auch von Diffamierung und Ignoranz.

film-dienst 2002-08: Der auf Tatsachen beruhende Film verschenkt durch eine uninspirierte Inszenierung, die teilweise allzu holzschnittartige Figurenzeichnung und das nicht durchgehend sicher geführte Ensemble viel von seiner möglichen Wirkung, regt aber durch einige prägnante Szenen, das fesselnde Spiel der beiden Hauptdarsteller und die Ungeheuerlichkeit des ungesühnten Justizmordes zur Diskussion über die unbewältigte deutsche Vergangenheit an.

Der Spiegel 2002-16: "Leo & Claire" beruht auf der wahren Geschichte des jüdischen Kaufmanns Leo Katzenberger. Regisseur Joseph Vilsmaier richtet seinen Blick auf den Mikrokosmos eines Hinterhofs und versucht, über einen Zeitraum von neun Jahren zu beschreiben, wie sich der Klassen- und Rassenhass der Bewohner entwickelte. Das ist zwar sehr ehrenwert, wirkt aber trotz eines bemerkenswerten Michael Degen in der Hauptrolle oft ähnlich modellhaft und künstlich wie die Kulissen, in denen es spielt.

Die Welt 2002-04-18: Was macht Katzenbergers Geschichte so besonders? Demütigungen, Enteignung, KZ, Mord - das haben Millionen von Juden ertragen und erleiden müssen. Es bleibt rätselhaft, was Vilsmaier zu seiner Figur führte. Schade, dass er den zwingenden Gefühlskonflikt zwischen Leo und Irene nicht zum Katalysator seines Films gemacht hat.

Rhein-Zeitung 2002-04-19: Trotz dick aufgetragener Klischees, die den Film beinahe zu ersticken drohen, und farblos wirkenden Frauenfiguren, gelingt es Vilsmaier, die Kernbotschaft seines Dramas überzeugend zu vermitteln. In diesem filmischen Mikrokosmos zeigt er, wie machtlos Mitläufer durch geschürten Neid zu gefährlichen Denunzianten mutieren.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


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