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Geschichte Nürnberg 1933. Die
Zeiten für den wohlhabenden Schuhhändler Leo Katzenberger
scheinen glänzend: Seine Geschäfte florieren, das
Familienglück mit seiner Frau Claire und den Töchtern
Lilo und Käthe ist ungetrübt, und das beschauliche
Treiben der Mieter und Angestellten im Hinterhof seines
Häuserblocks hat Leo jederzeit im Griff. Als die junge
Fotografin Irene dort ihr Atelier eröffnet und recht
unverhohlen mit ihrem Vermieter Leo flirtet, kocht die
Gerüchteküche im Hinterhof hoch. Doch das Gerede
stört Leo nicht. Schließlich ist er ein angesehener und
einflußreicher Bürger der Stadt.
So kann Leo auch ein Hetzartikel im NS-Propagandablatt "Der Stürmer" gegen ihn nicht erschüttern. Er verklagt den "Stürmer" - und gewinnt! Wenige Monate später wird er auf offener Straße entführt und brutal zusammengeschlagen. Trotzdem hält sich Leo für unantastbar. Seine Liebe zu Deutschland - seiner fränkischen Heimat - bleibt ungebrochen. Als seine Tochter Käthe 1934 mit ihrem Mann nach Palästina emigriert, entscheidet sich Leo bewußt, in Nürnberg zu bleiben. Hier hat er alles, was ihm wichtig ist: sein Geschäft, seine Familie - und Irene ...
Nach einem Besuch bei seiner Tochter Käthe in Jerusalem wieder zurück in Nürnberg, findet sich Leo vor den Trümmern seiner Existenz. Man hat ihm das Geschäft genommen, sein Haus. Den Familienschmuck und selbst die Eheringe müssen Leo und Claire abliefern. In dieser Situation finden Leo und Claire wieder zueinander.
1941 schließlich
entscheidet sich Leo für die Flucht nach Israel. Doch es ist
zu spät. Als Leo ein letztes Mal Irene besucht, wird er von
den mißgünstigen Hinterhofbewohnern beobachtet und
denunziert. Leo und Irene werden verhaftet. Die Anklage:
Rassenschande. Im Prozeß, der als Belastungszeugen den
gesamten Hinterhof aufbietet, werden Leo und Irene in beispiellos
zynischer Weise gedemütigt und schließlich verurteilt. Im
Gefängnis erhält Leo noch einen letzten, liebevollen
Brief von Claire ...
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| © Fotos: Odeon © 1994 - 2010 Dirk Jasper |
