Filmkritiken
Cinema 2002-06: Als das Politdrama "Rufmord" wenige Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen 2000 startete, schoss der bekennende Republikaner Gary Oldman gegen die Produzenten von DreamWorks: Die prodemokratische Führungsriege um Steven Spielberg habe Regisseur Rod Lurie zu einer ebensolchen Schnittfassung genötigt, die die Republikaner diffamiere und den Film zu einem "Goebbels-würdigen Propagandastück" mache. Oha. Wie es Rod Lurie mit ein paar Schnitten gelungen sein soll, seine Story nachträglich auf den Kopf zu stellen, bleibt indes schleierhaft.
Rhein-Zeitung: 2002-06-28: Wenige Filme haben solchen Schiffbruch auf dem amerikanischen Heimatmarkt erlitten, wie das bei "Rufmord - Jenseits der Moral" bereits im Jahr 2000 der Fall war. Und dafür gab es gute Gründe: Denn das am 27. Juni in den deutschen Kinos startende Polit-Drama ist ein Machwer, dessen Unglaubwürdigkeit dem US-Publikum völlig zu Recht bitter aufstieß. Unverständlich, mit diesem Ladenhüter nun auf dem deutschen Markt Exporterlöse erzielen zu wollen.
film-dienst 2002-13: Fades, thesenhaftes Drama über Machtkalkül und Ränkespiel in einer Mediendemokratie, das zeitgeschichtliche Figuren wie Newt Gingrich oder Kenneth Star aufspießt, aber weder als Satire noch als Komödie überzeugt.
Kultur Spiegel 2002-07: Unterhaltsamer, stellenweise faszinierender Versuch, in der Nach-Clinton-Ära einen Hollywood-Film über Moral und Politik zu drehen.
Volker Bleeck (TV-Spielfilm) 2002-14: Skrupellosigkeit, Heuchelei, Karrierevernichtung - hautnah vorgeführt.