Produktionsnotizen zu Rufmord - Jenseits der Moral

Der Autor und Regisseur Rod Lurie bezeichnet sich selbst als "politiksüchtig", er begeistert sich für die Macht-Aura und Winkelzüge der Regierung genauso wie andere Leute für Sport. "Ich erlebe die Wahl des amerikanischen Präsidenten wie eine Football-Weltmeisterschaft", sagt Lurie. "Mit Spannung verfolge ich, wie sich die Dinge zuspitzen. Ich kann's gar nicht erwarten, wenn die Vizepräsidentschaftskandidaten berufen werden, ich fiebere den Fernsehdebatten entgegen" ...

Lurie hat früher als Filmkritiker und Journalist im Entertainmentbereich gearbeitet ? kein Wunder, dass ihm vor allem Filme mit politischem Hintergrund liegen ? vor allem solche, die aus der Sicht von Insdern die Manipulationen und Machenschaften der Mächtigen aufdecken: "In den 70er-Jahren erlebten wir Filme wie "Die Unbestechlichen", "Bill McKay ? Der Kandidat" und "Zeuge einer Verschwörung". Mich haben die schon als kleinen Jungen begeistert. Die politischen Filme der letzten Jahre waren eher Satiren. Mit Rufmord - Jenseits der Moral habe ich einen anderen Ansatz versucht ? eher eine Rückkehr zu jener alten Tradition."

Lurie beeilt sich jedoch hinzuzufügen, dass es in Rufmord - Jenseits der Moral eher um Prinzipien als um Politik geht. Die Probleme, mit denen Senatorin Laine Hanson fertigwerden mußs, berühren vor allem ihr Privatleben, nicht so sehr ihren Beruf. Sie vertritt das Prinzip, Berufs- und Privatleben sollten immer strikt getrennt werden; sie beweist großen Mut, als sie diesen Standpunkt felsenfest vertritt und nicht nachgibt, obwohl beide Seiten sie unter Druck setzen. Zur Heldin steigt sie auf, weil sie ihren Prinzipien treu bleibt, obwohl sie sich damit nur Probleme einhandelt."

Zwar war Luries Begeisterung für Politik eine Voraussetzung für die Filmstory, aber dennoch gibt er gern zu, dass er das Drehbuch vor allem und ausdrücklich für seine Hauptdarstellerin Joan Allen schrieb. "Ich habe nicht nur von Anfang an Joan Allen in der Rolle der Senatorin vor Augen gehabt", bekennt Lurie, "ich habe den gesamten Film für sie geschrieben. Ich bin ihr größter Fan. Für mich ist sie ganz einfach die beste Schauspielerin der Welt."

Die Entscheidung, das Drehbuch zu verfassen, fiel aufgrund einer Bemerkung, die Lurie improvisierte, als er Joan Allen den Preis der Filmkritiker von Los Angeles für ihre Leistung in "Pleasantville" überreichte. Er erinnert sich: "Ich betrat die Bühne und sagte ganz intuitiv: Ich sollte wirklich mal selbst ein Drehbuch für Joan Allen schreiben. Nach der Präsentation saß ich mit ihr zusammen, und sie sagte: "Schreib mir das Drehbuch!" Bekanntermaßen hat Joan nie eine Rolle gespielt, mit der sie einen ganzen Film trägt ? und genau das schwebte mir vor. So entstand die Figur der Laine Hanson."

Natürlich fühlte sich Joan Allen geschmeichelt, als Lurie die Hauptrolle speziell für sie konzipierte. Aber noch begeisterter reagierte sie, als sie das Buch dann zu lesen bekam: "Ich fand es absolut umwerfend. Jede Schauspielerin träumt von solch einer Rolle, aber auch der Rest des Skripts ist hervorragend ? alle Figuren wirken vollkommen überzeugend, nicht nur meine."

Als Allen das Drehbuch erhielt, drehte sie gerade einen Film in Irland. Sobald sie zurückgekehrt war, stürzte sie sich (mit Luries Worten) in einen "Recherche-Rausch".

"Ich habe das Skript analysiert und den Spannungsbogen in Laines Gefühlsleben nachgezeichnet", berichtet Allen. "Wir leisteten uns den seltenen Luxus, zwei Wochen vor Drehstart zu proben ? dadurch konnten Rod und ich unsere Auffassungen von der Rolle abgleichen und vertiefen. Als Schauspielerin hatte ich das große Glück, eine Menge Hintergrundinfos über Laines Biografie zu erfahren: Sie ist die Tochter eines Gouverneurs, ist in der politischen Arena aufgewachsen und hat zu einem bestimmten Zeitpunkt die Partei gewechselt. Ich habe den Eindruck, dass sie clever und weltgewandt genug ist, um sich in der Politszene von Washington zurechtzufinden und zu behaupten, denn sie hat so viele Jahre dort verbracht. Dennoch bleibt sie bei der Überzeugung, dass ihr Privatleben nichts mit ihrer politischen Karriere zu tun hat. Dieses Prinzip ist tief in ihrem Herzen verankert ? sie könnte gar nicht anders handeln. Wahrscheinlich wäre es sehr viel einfacher für sie, wenn sie nachgeben würde, aber so ist sie nun mal nicht gestrickt. Also stellt sie sich bockig und besteht auf ihren Grundsätzen. Diese seltene und wertvolle Eigenschaft fällt schließlich auch dem Präsidenten auf."

Erstmals eine Frau im Amt des Vizepräsidenten Jeff Bridges spielt den Präsidenten Jackson Evans. Er beruft erstmals eine Frau in das Amt des Vizepräsidenten und löst damit im Parlament einen hitzigen Machtkampf aus.

"Ich habe mich als Lobbyist für verschiedene politische Themen engagiert und bin dabei häufig in Washington gewesen", erzählt Bridges. "Dabei dachte ich mehr als einmal, dass ich gern mal einen Politiker darstellen würde. Aber die Rolle des amerikanischen Präsidenten selbst ist natürlich etwas ganz anderes. Sich in diese schwindelnde Machthöhe zu begeben, wirkt ungeheuer faszinierend, auch wenn man merkt, wie komplex dieses Amt ist. Aber man mußs dabei mit den Füßen auf der Erde bleiben. Nach außen mußs ich den Präsidenten eher normal darstellen, denn für ihn ist sein Amt ja etwas Alltägliches."

"Jeffs große Leistung besteht in den leisen Zwischentönen", stellt Lurie fest. "In meinem Buch war Präsident Evans sehr viel eindeutiger definiert als Jeffs Darstellung auf der Leinwand. Jeff lässt uns nie richtig teilhaben an Evans' Beweggründen ? warum setzt er eine Frau als Vizepräsidentin ein? Warum steht er ihr so unerschütterlich bei?"

"Evans hat auf jeden Fall einen Plan, und er tut alles, um ihn in die Tat umzusetzen", fügt Bridges hinzu. "Was mir an dem Drehbuch vor allem gefällt: Es vermeidet krasse Schwarzweißmalerei. Der Zuschauer schlägt sich auf die Seite einer Hauptfigur und findet dann vielleicht heraus, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hat."

"In der Politik ist es praktisch unmöglich, die Guten und die Bösen eindeutig zu definieren", fährt Lurie fort. "Was als gut oder schlecht angesehen wird, ändert sich im Lauf der Zeit. Dabei geht es nicht nur um liberal gegen konservativ, Gut gegen Böse? Menschen haben nun mal etwas Rätselhaftes an sich, und unser Zusammenleben, die politischen Ideologien, sollten dem Rechnung tragen."

Lurie weiter: "Nehmen wir zum Beispiel den Kongress- Abgeordneten Shelly Runyon, den Gary Oldman darstellt. Vordergründig ist er eindeutig der Böse. Aber natürlich hängt das von seinen Motiven ab. Wenn er wirklich davon überzeugt ist, dass Laine Hanson für dieses Amt nicht geeignet ist, dann kann man zwar die Taktik und Mittel verurteilen, die Runyon anwendet, aber seine Überzeugung ist nicht anfechtbar. Er ist ein Politiker alten Schlages. Er kümmert sich nur um seinen Wahlkreis, den Kongress der USA und das, was seiner Meinung nach zum Wohl seines Landes getan werden mußs. Er versteht es meisterhaft, andere Menschen für seine Zwecke einzuspannen. Gary zum Beispiel hat seine Rolle nie als Bösewicht des Films angesehen ? was manche Leute wohl etwas merkwürdig finden dürften. Aber Gary hat das Gefühl, Runyons Motive entdeckt zu haben ? er versteht wirklich, warum er so handelt. Er hat sich voll in seine Rolle hineinversetzt."

Gary Oldman sieht das ähnlich: "Shelly ist ein sehr traditioneller Politiker. Dennoch macht er sich klar, dass es heute darum geht, politisch korrekt zu erscheinen. Wer in der Öffentlichkeit auftritt, setzt eine Maske auf: Jeder hat ein öffentliches und ein privates Image. Und ich finde, im Film vermischen sich beide auf sehr delikate Weise. Ein höchst interessanter Trip hinter die Kulissen."

Der Schauspieler gibt zu, dass er sich beim ersten Lesen des Drehbuchs nicht unbedingt für die Runyon-Rolle geeignet hielt: "Eine Traumrolle, und ein sehr cleveres Skript. Aber ich hielt mich für die Rolle, so wie sie geschrieben war, einfach zu jung."

Und nicht nur das ? Oldman ist außerdem Engländer. Doch die Zuschauer, die seine Karriere über die Jahre verfolgt haben, werden wohl kaum darüber staunen, dass Oldman die Sprachfärbung des amerikanischen Mittelwestens mit Bravour meistert. Er ist hinter der Brille und der hohen Stirn allerdings kaum zu erkennen. "Ich werde den ersten Drehtag nie vergessen: Erstmals trat Gary in Shellys Maske auf", erinnert sich Lurie. "Ich hatte mich um sein Aussehen noch gar nicht gekümmert und war völlig verblüfft. Tatsächlich lief er durchs gesamte Set, und niemand hat Gary Oldman erkannt."

"Damals war ich ein durchgeknallter Halbwüchsiger" Als Gegengewicht zu dem erfahrenen Staatsmann Shelly Runyon tritt der politische Neuling Reginald Webster (Christian Slater) im Abgeordnetenhaus auf.

"Webster ist jung, er hat noch viel vor", sagt Slater. "Er ist davon überzeugt, dass er für die richtige Seite kämpft, auch wenn er das zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht so eng sieht. Vor allem kommt es ihm darauf an, die richtigen Leute für sich einzunehmen. Er entwickelt sich im Lauf der Geschichte. Anfangs vertritt er seine Prinzipien nicht besonders nachdrücklich, aber mit der Zeit geht ihm manches Licht auf, er lernt bestimmte Werte zu schätzen und macht sie zur Grundlage seiner Entscheidungen. Am Ende wirkt er erheblich gefestigter."

Zwar kannten sich schon etliche der Mitwirkenden in Rufmord - Jenseits der Moral von früheren Dreharbeiten, aber besonders auffällig war, dass Christian Slater in "Tucker" den Sohn von Jeff Bridges und Joan Allen gespielt hat. "Wenn ich daran zurückdenke, kann ich nur staunen", überlegt Slater. "Ich habe mich seitdem völlig verändert. Damals war ich abgedreht, ein durchgeknallter Halbwüchsiger. Es ist wunderbar, heute mit den beiden auf gleichberechtigter Ebene zusammen zu arbeiten."

Nicht nur die Abgeordneten Runyon und Webster opponieren gegen die Entscheidung des Präsidenten, Laine Hanson zu berufen. Selbst seine engsten Vertrauten reagieren ablehnend, wenn auch nicht so demonstrativ. Dazu Sam Elliott, der Kermit Newman, den Stabschef des Präsidenten, spielt: "Newman reagiert skeptisch, als die Frau in dem Männerklüngel auftaucht. Wahrscheinlich steht er nicht so über den Dingen, wie es in seiner Position angemessen wäre, aber er fürchtet die Konsequenzen ? für den Präsidenten und auch für die Partei. Letztlich entscheidet natürlich der Präsident. Newman vertritt zwar seine eigene Meinung, mußs aber als Stabschef den Willen des Präsidenten durchsetzen? was in diesem Fall bedeutet, dass die Frau im Amt bestätigt wird. Auch wenn er anderer Meinung ist, führt er diesen Kreuzzug an."

Auch der für die Kommunikation im Weißen Haus zuständige Jerry Toliver (Saul Rubinek) vertritt Newmans Auffassung. Doch laut Rubinek empfindet Toliver sein Amt als ein weniger enges Korsett: "Toliver spielt beide Seiten ganz klar gegen die Mitte aus. Er hat zwar seine Unterstützung zugesagt, damit Senatorin Hanson bestätigt wird, aber tatsächlich wirft er ihr ständig Knüppel zwischen die Beine. Denn er setzt gleichzeitig auf ein anderes Pferd, auch wenn er das nicht so offensichtlich tun kann. Doch für ihn geht es dabei um sein politisches Überleben."

Das andere Pferd, von dem Rubinek spricht, ist der Gouverneur Jack Hathaway, den William Petersen darstellt. Hathaway hatte bisher guten Grund zu der Annahme, auf der Liste des Präsidenten ziemlich weit oben zu stehen ? bis zu dem unerwarteten Moment, in dem der Präsident sich öffentlich für Laine Hanson ausspricht.

Nur ein Mann steht ohne Wenn und Aber voll hinter Laine: ihr Mann William, gespielt von Robin Thomas. Auch ihr Vater Oscar Billings, ein mächtiger Drahtzieher und ehemaliger Gouverneur, hat ein paar kluge Ratschläge für sie auf Lager. Die Billings' Rolle übernimmt der erfahrene Schauspieler Philip Baker Hall. Mike Binder tritt als Lewis Hollis auf ? PR-Chef der Senatorin Hanson. Eine Gastrolle übernimmt Mariel Hemingway, sie spielt William Hansons Ex-Frau Cynthia, die der Senatorin Hanson mit ihren Ausführungen bei der Anhörung vor der Bestätigung schweren Schaden zufügt.

Im Zentrum der Macht: Washington als Filmkulisse Die gesamten Dreharbeiten zu Rufmord - Jenseits der Moral fanden in Richmond/Virginia statt. Die Stadt liegt nicht nur in der Nähe von Washington, sondern ähnelt ihr auch architektonisch. Andererseits gibt es natürlich auch erhebliche Unterschiede, denn Richmond ist eine vergleichsweise kleine Stadt. Lurie und sein Kameramann Denis Maloney wählten ihre Kamerapositionen also sehr sorgfältig aus, um den Eindruck hauptstädtischer Dimensionen zu vermitteln.

Auch Produktionsdesigner Alexander Hammond ließ sich etliche Tricks einfallen, um die Innen- und Außenansichten der Gebäude in Richmond auf Washington-Maßstab zu trimmen. Dies gilt vor allem für den Parlamentssaal im Abgeordnetenhaus von Virginia, der das Bundesparlament doubelt, in dem Präsident Evans seine Rede vor den Abgeordneten hält. Der Saal wurde sowieso gerade renoviert ? Hammond und sein Team bekamen also 24 Stunden Zeit, um den ausgeräumten Saal in jene Halle zu verwandeln, die alle Amerikaner von den TV Übertragungen der Congress- Debatten her kennen. Ein neuer Teppich wurde ausgelegt, Bänke für die Abgeordneten installiert und erweitert, sogar für Reproduktionen der Bilder an den Wänden war gesorgt. Als eindeutig schwierigstes Unterfangen stellte sich der Nachbau des Oval Office im Weißen Haus heraus. Die Filmemacher bedankten sich vielmals beim Stab des echten Weißen Hauses, denn sie durften im originalen Oval Office selbst Maß nehmen und auch den Rest des Gebäudes und des Gartens betreten.

Die gefilmten Szenen im Büro des Präsidenten entstanden in einem Studio in Petersburg/Virginia, wo es einen fest installierten Nachbau des Oval Office gibt. Hammond und sein Team mußsten allerdings feststellen, dass diese Kulisse ? abgesehen von der Form des Raums ? kaum Ähnlichkeiten mit dem Original aufweist. Auch hier mußste das Ausstattungsteam den Raum vom Boden bis zur Decke komplett renovieren, um ihn präsidentenwürdig zu gestalten.

Nachdem Hammond und Lurie ihre persönlichen Eindrücke im Weißen Haus gesammelt hatten, forschten sie nach, wie die Präsidenten von Harry S. Truman bis zu Bill Clinton ihr repräsentatives Büro eingerichtet hatten. Dabei stellten sie fest, dass jeder Präsident dem Oval Office seinen eigenen individuellen Stempel aufgedrückt hat. Daraus ließ sich also auch eine spezifische Einrichtung für Präsident Evans ableiten.

Evans hat seine zweite Präsidentschaftsperiode fast hinter sich, hat sich also mit seiner Machtposition längst arrangiert und spielt seine Rolle nach außen hin in vielerlei Hinsicht eher herunter ? zum Beispiel dadurch, dass er ständig isst. Trotzdem entschieden sich Hammond und Lurie letztlich dafür, Evans ein sehr förmliches, majestätisches Büro einzurichten, in dem Jeff Bridges die Widersprüche der Figur noch deutlicher ausspielen kann.

Ständig um möglichst authentische Details bemüht, benutzte Hammond bei der Einrichtung des Oval Office und der übrigen Sets des Weißen Hauses ausschließlich Reproduktionen tatsächlicher Gegenstände aus der Sammlung des Weißen Hauses. Besonders zwei Stücke wirken absolut echt, weil es sich nämlich um Originale handelt: Die blauen Couches in Präsident Evans' Büro gehörten einst Präsident James Madison und sind heute im Besitz des Gouverneurs von Virginia.

Kostümbildner Matthew Jacobsen ist in Washington/DC aufgewachsen. Er weiß genau, dass die authentische Kleidung jener Leute, die in Washington leben und arbeiten, auf der großen Leinwand einfach unecht wirken würden. Stattdessen tragen Jeff Bridges, Gary Oldman und Sam Elliott maßgeschneiderte Oxford-Anzüge und Smokings. Oldman trägt allerdings absichtlich Braun-, Olive-, Beige- und Grautöne, die nicht sehr vorteilhaft wirken, ihn älter und farbloser wirken lassen.

Der Wirklichkeit in der Hauptstadt am nächsten kommt wahrscheinlich Christian Slater, dessen Anzüge komplett von der Stange gekauft wurden ? wie es bei einem Neuling im Parlament üblich ist. Joan Allen versteht ihre Kostüme laut Jacobsen "ganz wunderbar zu tragen". Bei ihr legt er Wert auf einen betont einfachen, unauffälligen Look, ihre Kleider sind geprägt von klaren Linien in der Art von Rena Lange, Armani und John Galliano.

"Die Geheimnisse des amerikanischen Präsidentenamtes haben meine Vorstellungskraft immer wieder angeregt", sagt Lurie. "Die politische Aura fasziniert mich einfach. In Rufmord - Jenseits der Moral verschwimmen die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Leben. Anders gesagt: Plötzlich wird Laine Hansons gesamtes Privatleben an die Öffentlichkeit gezerrt ? was ja den meisten Politikern und auch Prominenten passiert. Das ist eines der Themen, um die es uns in diesem Film geht."

Und abschließend sagt er: "Ich habe den Film zwar für Joan Allen geschrieben, aber tief in meinem Herzen mußs ich zugeben, dass ich ihn eigentlich für meine Tochter Paige mache. Ich wünsche mir, dass sie in einer Welt aufwächst, in der sie eine faire Chance bekommt, in der Doppelmoral keine Rolle spielt und in der Prinzipien nicht als lästige Begleiterscheinungen der Politik angesehen werden."

Dirk Jasper FilmLexikon
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