Herz im Kopf
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Herz im Kopf
Genre: Liebesdrama
Farbe, Deutschland, 2001

Kino Deutschland: 2002-06-06
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Constantin

DVD Deutschland: 2003-01-07
Video Deutschland: 2003-01-07
Laufzeit DVD/Video: 92 Minuten


Szenenfoto Jakob hat die Schule geschmissen und sich zu seinem Vater nach Berlin abgesetzt, weil er den Tod der Mutter nicht ertragen konnte. Doch auch dort haben sich die Dinge nicht wie erhofft entwickelt und er flüchtet sich zu seiner älteren Schwester Petra nach Frankfurt.

Petra, hochschwanger und vom Freund verlassen, kann sich und ihren achtjährigen Sohn Patrick gerade so über Wasser halten. Schnell ist klar, dass Jakob mit anpacken mußs, obwohl er doch eigentlich nur auf der Durchreise ist.

Als Jakob auf Wanda trifft, verliebt er sich Hals über Kopf in das hübsche, polnische Aupair-Mädchen. Gefordert von dem Haushalt ihrer Gasteltern, den Gebhards, reagiert Wanda nur zögerlich auf seine Annäherungsversuche, zumal die Gebhards nicht gerade von Jakob angetan sind.

Aber Jakob und Wanda kämpfen, beide auf ihre eigene Art.


SzenenfotoDarsteller: Tom Schilling (Jakob), Alicja Bachleda-Curus (Wanda), Anna von Berg (Petra), Marcello Mahr (Patrick), David Scheller (Ben), Clara Gutmann (Charlotte), Leonard Lansink (Wolfgang Gebhard), Katharina Müller-Elmau (Ute Gebhard), Sebastian Kroehnert (Helmut)

Regie: Michael Gutmann

Stab: • Produzenten: Jakob Claussen, Thomas Wöbke • Drehbuch: Michael Gutmann, Hans-Christian Schmid • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Klaus Eichhammer, Pascal Hoffmann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Monika Abspacher • Kostüme: Ruth Löffelholz • Make Up: Tatjana Luckdorf, Birger Laube, Sybille Löffelholz, Paula Kern • Ton: Manfred Banach, Steffen Graubaum, Marc Parisotto • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Der Spiegel 2002-23: Nicht noch eine Teenie-Komödie, denkt man sich in manchen Szenen dieses Films - etwa wenn ein Uralt-Spaß des Genres aufgewärmt wird; Eltern verabschieden sich ins Wochenende, zurückgelassenes Mädchen und ihr Freund hüpfen zum ersten Mal ins Bett, Eltern kehren überraschend wieder zurück. Die Kunst des Regisseurs Michael Gutmann, und seines Drehbuch-Co-Autors Hans-Christian Schmid, besteht jedoch gerade darin , dass sie solche Pubertätsdramen auf famos beiläufige Weise schildern - das macht Gutmanns Werk "Herz im Kopf", zu einem der berührendsten deutschen Filme seit langem. "Herz im Kopf" setzt dabei auf einen Naturalismus, der manchmal nervtötend und oft herzergreifend ist. Vor allem vertraut der Regisseur jedoch ganz auf seine beiden jungen Hauptdarsteller: Sehr gelassen sieht er Alicja Bachleda-Curús und Tom Schilling bei der Liebesarbeit zu. Denn das ist eine der Lektionen, von denen dieser Film erzählt: So toll alle Geschichten von der ersten großen Liebe in der Erinnerung auch sein mögen, für die beiden Menschen, die das Glück und Elend der Pubertät durchleben, ist sie eine üble Plackerei - weniger, weil sie ihr Herz im Kopf, sondern eher, weil sie ihr Hirn im Bauch spazieren tragen.

SzenenfotoCinema 2002-06: Während diese Drehbücher von Schmid verfilmt wurden, saß bei der neuen Gemeinschaftsarbeit "Herz Über Kopf" nun Gutmann auf dem Regiestuhl. Ebenfalls eine gute Wahl. Auch der Ex-Cartoonist, der u.a. mit dem TV-Psychothriller "Glatteis" glänzte, nimmt seine Figuren ernst und verheizt sie nicht in billigen Teenie-Komödien-Gags. Obwohl sie altersbedingt ziemlich törichte Dinge anstellen.

Bärbel Pfannerer (TV-Movie) 2002-12: Weder platte Teenie-Klamotte noch strapaziöser Problemfilm - "Herz im Kopf" trifft genau den richtigen Ton dazwischen. Leicht erzählt er eine Geschichte mitten aus dem Leben, wechselt gekonnt zwischen nachdenklichen und spaßigen Momenten. Achten Sie vor allem auf Tom Schilling. Das wird mal ein Großer.

film-dienst 2002-12: Ein hervorragender Jugendfilm, geprägt von kleinen Gesten und liebevoll skizzierten Personen, getragen von überzeugenden Darstellern. Die unspektakuläre Geschichte wird fern von modischen Reverenzen erzählt und schafft gerade durch ihre Zurückgenommenheit einen zeitübergreifenden Raum für "Jugend".

Olaf Schneekloth (TV-Today) 2002-12: Teen-Romanze, die so unaufdringlich wie entschlossen das Herz des Betrachters erobert.


SzenenfotoOscar ®
SzenenfotoBemerkungen


Dirk Jasper FilmLexikon
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