New York, 1941. Der Maler Jackson Pollock lebt zusammen mit seinem Bruder Sande und dessen Familie in einer engen Wohnung in Greenvich Village. Sein Alkoholismus sorgt immer wieder für Konflikte.
Alles ändert sich, als ihn die Kollegin Lee Krasner aufsucht mit der Begründung, er sei der einzige abstrakte Expressionist in New York, den sie noch nicht kennen gelernt habe. Zwei Monate später ziehen sie zusammen, und Krasner stellt nach und nach ihre eigene künstlerische Arbeit zurück, um sich ganz der Karriere Pollocks zu widmen.
Nach ersten Erfolgen bei der Kritik nimmt ihn die Kunstsammlerin und Galeristin Peggy Guggenheim unter Vertrag. Krasner und Pollock heiraten und ziehen in ein Bauernhaus in East Hampton. Hier, in Abgeschiedenheit und freier Natur, vollzieht sich jener stilistische Durchbruch des Malers, der die moderne Kunst umwälzen sollte.
Doch seine Ehe bleibt ein Balanceakt zwischen Alkoholexzessen, Selbstzweifeln, Depressionen und künstlerischen Erfolgen. Als Krasner sich weigert, ein Kind von ihm zu bekommen, fängt er wieder an zu trinken.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Pollock" ist eine einfühlsame Darstellung des Künstlertums im New York der 40er und 50er Jahre, als noch Genies wie Picasso und Matisse die internationale Kunstwelt beherrschten. Jackson Pollock (1912-1956) war der erste amerikanische Künstler der Nachkriegsjahre, der auch in Europa Anerkennung fand.
Cinema 2002-06: Zehn Jahre eines Künstlerlebens - vom Herumkrebsen im New York der 40er Jahre bis hin zum zweischeidigen Erfolg - zeichnet Ed Harris mit ruhiger Hand und schmerzhaft präzise nach: Pollock ist ein chaotischer Schweinehund, der es sich und anderen gnadenlos schwer macht. Seine Depressionen und Alkoholsucht mit sentimentaler Küchenpsychologie zu erklären, vermeidet Harris jedoch und blässt ihm Untiefen - als Regisseur wie als großartiger Darsteller. Bewundern und verachten, hassen und lieben zugleich mußs man diesen rätselhaften Mann. Nur so ist er zu begreifen.
Kultur Spiegel 2002-06: Ein Herzensprojekt von Ed Harris, dem mit großartigen Darstellern (Oscar für Marcia Gay Harden) gleich zwei Wunder gelinge: Sympathie zu zeigen für Jackson Pollock, den selbstzerstörerisch-genialen Maler, und Interesse zu wecken für seine Malerei, die als "Action Painting" die Gegenwartskunst revolutionierte.
film-dienst 2002-12: Ein ebenso interessanter wie unterhaltsamer Film, der nicht nur ein wichtiges Kapitel amerikanischer Kunstgeschichte vermittelt, sondern zugleich die Mechanismen der Kunstszene durchleuchtet und Einblicke in eine intensiv gelebte Liebes- und Arbeitsbeziehung gewährt.
Der Spiegel 2002-23: Der Film geht temperamentvoll zur Sache; und dass auch der genialische Monomane Pollock durch Erfolge, Schnaps und Weiber ins Unglück geraten ist, gehört zu jenen beunruhigenden Feststellungen, aus denen man fürs Leben leider nichts lernen kann.