Als im Wald beim kalifornischen Küstenstädtchen San Benito die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, übernimmt die erfahrene Indizienexpertin Detective Cassie Mayweather den Fall. Unterstützt wird sie von ihrem neuen Kollegen Sam Kennedy, der begeistert von ihr lernt.
Zunächst sieht es so aus, als ob die Frau das Opfer einer sinnlosen Gewalttat wurde. Doch Cassie spürt intuitiv, dass mehr hinter dem Fall steckt, weil sie sich an ihre eigene, lange verdrängte Vergangenheit erinnert fühlt. Obwohl sie keine Beweise hat und kaum Indizien findet, entwickelt sie eine bizarre Theorie: Die junge Frau mußste nur deswegen sterben, weil der Mörder es darauf angelegt hat, den perfekten Mord zu begehen.
Sam versteht Cassie nicht mehr - er will weiter systematisch den Hinweisen vom akribisch untersuchten Tatort nachgehen. Cassie lässt sich aber nicht beirren. Sie verfolgt ihre eigenen Spuren und findet bald zwei Verdächtige. Doch die haben ein wasserdichtes Alibi ...
Filmkritiken
Der Spiegel 2002-26: Im Sog infantiler Größenphantasien begehen zwei High-School-Schüler den scheinbar perfekten Mord - Sandra Bullock als ruppige Kriminalistin holt die beiden durch beharrliche Indiziensuche in die tödliche Realität zurück. Mit Blick auf den historischen Mordfall Leopold/Loeb (Chicago, 1924) hat Barbet Schroeder diesen in der Filmgeschichte oft zitierten Stoff halb als Psychodrama fragiler Individuen im Spannungsfeld zwanghafter Verstrickungen und halb als konventionellen, bisweilen doch zähgängigen Thriller inszeniert.
film-dienst 2002-13: Zwiespältiger Thriller nach einem historischen Mordfall, dem es nur mühsam gelingt, die gegenläufigen Erzählebenen zusammen zu halten. Psychologisch durchaus grundiert und von spannenden Subplots durchzogen, findet die Inszenierung dennoch zu keiner schlüssigen Gestaltung.
Jens Golombek (TV-Movie) 2002-14: Kein Rätselraten, wenig Action! Von Beginn an stehen die Mörder fest. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch: Ein aufregendes Katz- und Mausspiel, in dem Sandra Bullock zu Höchstleistungen aufläuft. Lediglich beim krachledernen Finale hätte Regisseur Barbet Schroeder ruhig einen Gang runterschalten können.
Rhein-Zeitung: 2002-06-28: Die Handlung ist nicht wirklich originell, aber gut entfaltet. "Mord nach Plan" ist spannendes Unterhaltungskino. Es ist auch ein Meilenstein in der Karriere von Sandra Bullock, die damit den zu ihr passenden Rollentyp jenseits von Action und Komödie gefunden habenkönnte.
Cinema 2002-07: Das packende Katz- und Mausspiel zwischen den reulosen Tätern und der traumatisierten Polizistin setzte Regisseur Barbet Schroeder ohne billige Knalleffekte in Szene. Und ermöglicht Miss Bullock damit den größten Schritt in Richtung Charakterfach.
Kultur Spiegel 2002-07: Routinierter Film von Barbet Schroeder über ein scheinbar perfektes Verbrechen, der zwar nie richtig funktioniert, sich aber trotzdem hübsch wegkuckt. "Das Schweigen der Lämmer" very light, sozusagen.
Volker Bleeck (TV-Spielfilm) 2002-14: Psychologisches Katz- und Maus-Spiel in einem soliden, gut besetzten Thriller.