Mann, ich hatte letzte Nacht einen total abgefahrenen Traum ... Was, wenn du nicht mehr aus deinem Traum erwachst? Was, wenn sich dein Traum als Realität herausstellen sollte? Oder die Realität als Traum?
Waking Life von Richard Linklater ist die Geschichte eines jungen Mannes, der erkennen mußs, dass er in seinem Traum gefangen ist. Immer wieder wacht er auf, nur um festzustellen, dass er noch lange nicht in der Realität angekommen ist.
Er sucht Rat bei Freunden wie Fremden, die komplizierte philosophische Theorien entwickeln oder einfachste Alltagsweisheiten von sich geben. Und zwischendurch entschwebt er in die Lüfte.
Filmkritiken
Cinema 2002-07: Wiley Wiggins spielt den namenlosen Helden, der sich fortwährend fragt, ob er wacht oder träumt. Ein Dutzend Leute antworten Wiggens mit hochgestochenen Analysen über Gesellschaft und Unterbewusstsein - darunter Ethan Hawke und Julie Delpy, das Paar aus Linklaters "Before Sunrise", Steven Soderbergh und der Regisseur selbst. Aber spätestens nach der Hälfte des Selbstfindungstrips, der in der Kategorie Animationsfilm für einen Oscar nominiert war, bleibt als Gegenwehr nur eins: ein Nickerchen.
Der Spiegel 2002-27: Ein ingeniöser Videografiker-Trupp unter Leitung von Bob Sabiston und Tommy Pallotta hat das Originalmaterial in ein lockeres Zeichentrickwerk transportiert - dadurch verwandelt sich das Nonstop-Gerede von gut 50 Darstellern in einen vergnüglich verschlafenen Kinotraum.
film-dienst 2002-14: Erst in der neuartigen Animationsform vollendet sich dieser philosophisch Jugendfilm mit vielfältigen Bezugssystemen.